Monatsarchiv: August 2010

Die ersten Tage- hier bleibe ich jetzt fuer ein Jahr!


Die ersten Tage in der neuen Heimat

So wirklich habe ich wahrscheinlich noch nicht realisiert, dass ich hier für ein Jahr bleiben werde. Ich fühle mich aber sau wohl hier. Mit dem afrikanischen „Way of Life“ kann ich mich identifizieren.

Seit der Ankunft ist mal wieder einiges passiert. Samstag begann, wie Freitag, ohne Essen. Es ist an der Zeit unseren Kühlschrank aufzufüllen. Langsam werde ich echt hungrig. Wir fragen also die liebe Millicent, ob sie uns zeigt, wo wir was besorgen können. Sie begleitet uns und vor uns liegt unsere erste Trotro fahrt. Mit Trotros kommt man hier von A nach B. Kosten: 30 Pesewas pro Person. Das entspricht ca. 15 Cent. Für diese 15 Cent kann man die komplette Strecke des Trotros nutzen. Die Autos an sich sind ausrangierte Bullis aus Europa und Asien. Überall geschweißt und mit Personen voll bis unters Dach. Die Fahrt war nicht schön. Ich war so Ausgelaugt, dass ich fast eingepennt bin und das Grummeln im Magen müsste die Reggae-Musik aus dem Radio übertönen. Eins will ich aber richtig stellen: Das wir Hunger hatten, lag nicht an fehlenden Ressourcen, sondern an der Umstellung von Küche Mutti auf Selbstversorgung. In Kumasi angekommen ging es dann ans Einkaufen und Geldtauschen. 100 Euro sind 175 Cedi.  Einen funktionierenden Visa-Automaten zu finden war schon eine Herausforderung. Kumasi ist dreckig, laut und stinkt. Trotzdem schaffen es die Menschen mit ihrer Freundlichkeit, dass man sich Wohlfühlt.  Man merkt, dass das Leben sich hier nach und nach entwickelt hat. Kein am Reißbrett entstandenes Einkaufszentrum, sondern tausende zufällig angeordnete Stände an denen man alles bekommen kann, was es auch bei uns  Zuhause gibt. Natürlich bedrückt es mich zu sehen, in welchen ärmlichen Zuständen die Menschen dort am Straßenrand sitzen und versuchen irgendetwas zu verkaufen. Aber das ist hier normal. Die Menschen lachen. Sie lachen wenn sie mit dem Obroni reden. Natürlich würden sie sich freuen, wenn wir etwas bei ihnen kaufen, aber sie lachen auch, wenn wir an dem Stand vorbei gehen und wünschen einem alles Gute.

Millicent hatte uns tatsächlich in einen Supermarkt geführt. In etwa so groß wie ein Schlecker und voller Menschen. Hier wollten wir also unsere ersten Lebensmittel für die nächsten Tage kaufen. 5 kg Reis, Corned Beef, Thunfisch (beides, weil in Dose und bestimmt nicht schlecht), 2,5 kg Tomatenmark, Kornflakes und 3 l Milch und Wasser. Mareike muss schon mal rausgehen, ihr Kreislauf macht ein wenig schlapp- Also auch noch eine Coke dazu.

Ich merke gerade, das mein guter Vorsatz „kurz und hoffentlich spannend“ zu schreiben gerade über den Haufen geworfen wird. Aber diese tausend Eindrücke und Erfahrungen suchen ihren Weg  von meinem Kopf über meine Finger und die Tastatur auf meinen Blog- ich kann nicht anders.

Zuhause ging es dann endlich ans Kochen. Reis mit Tomatensoße und Corned Beef- mhhhh lecker! Das Magenknurren legt sich.

Der Sonntag sollte noch Ereignisreicher werden. Kirche war angesagt. Millie hatte uns eingeladen, mitzukommen. Es gibt tausende Kirchen. Baptist, evangelican, methodist und katholic Church sind nur vier Beispiele, die mir spontan einfallen. Wir besuchen mit ihr den Pentecost Gottesdienst in englischer Sprache im Nachbarort Kwadaso, Beginn: 7 Uhr. Wir waren um halb acht da. Aber das scheint normal zu sein, da die Kirche noch leer ist. Wir bekommen ein Programm in die Hand gedrückt und setzten uns auf der rechten Seite hin. Die Frauen, also auch Millicent die Schulsekretärin und Mareike, sitzen links. Millie scheint so Pi mal Daumen in unserem Alter und die gute Seele der Schule zu sein. Ich habe sie noch nicht nach ihrem Alter gefragt. Das fragt man eine Frau nicht.

Der Gottesdienst ist komplett anders und viel spannender als in Deutschland. Die Leute stehen und singen und tanzen fast die ganze Zeit. Die brennende Predigt des Pastors über die drei Tore zu unserem Geist war echt interessant. Traurig finde ich aber, dass die Menschen dort ihren letzten Cedi spenden. Der Pastor lebt in einem riesen Haus neben der Kirche. Man kann sich also denken, wo die Spendengelder hinfließen. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass die Menschen die Kirche einfach brauchen. Einige standen wie in Ekstase da um Gottes Segen zu empfangen. Mir scheint es, als ob es nicht so sehr um die Bibel, und die Religion geht. Viel mehr sind das Zusammensein und das zusammen Erleben im Vordergrund. Raus aus dem Alltag, könnte man sagen.

Randnotiz: 4 Stunden dauert hier so ein Gottesdienst.

Am Nachmittag ging es dann wieder ans Fußball spielen mit Kwame, Dennis, Kwaku und den anderen Kids. Duschen, kurz Langeweile und dann die Entscheidung: Auf nach Kumasi auf eigene Faust.

Mareike und ich wollen heute (Dienstag) das erste Mal afrikanisch nach dem Kochbuch, was meine Eltern mir geschenkt haben, kochen. Wir machen uns also auf den Weg. Zwei Obroni alleine in Kumasi. Die Reise war total angenehm. Mir hat das Trotro fahren am Vortag nur nicht gefallen, weil ich so kaputt und hungrig war. Die Leute haben uns direkt zurecht geholfen und gezeigt, wo wir aussteigen müssen. Dann auf den Markt. Als Obroni zahlt man immer einen kleinen Bonus. Jedenfalls solange man die normalen Preise nicht kennt. Wir kennen sie nicht wirklich.

Unglaublich, wie viele Menschen hier herumlaufen. Hier irgendwo muss sich der größte Markt Westafrikas verstecken. Wir laufen, glauben wir, nur durch die Nebenstraßen. Wir suchen unsere Sachen zusammen und dann ist er da:

Der Markt türmt sich vor uns auf und ich fühle mich an eine Piratenstadt erinnert. Alte Häuser im Hintergrund mit zerfallenen Holzvorbauten und davor ein riesiger Platz voller Wellblechdächern durchsetzt mit unzähligen Menschen. Wir gehen rein…

Und wir gehen wieder raus. Zu heftig ist das Gewusel und wir finden uns nicht wirklich zurecht. Egal, wir haben eigentlich alles, was wir brauchen, also geht’s zurück. Alles hat super und erstaunlich unkompliziert geklappt. Das Trotrosystem hat sich für mich als sehr effizient erwiesen. Ich hätte das nie gedacht. Es wird erst losgefahren, wenn das Trotro voll ist. Dann wird kassiert und man steigt einfach aus, wenn man raus muss. Gute Unterhaltungen mit den Leuten sind meistens Inklusive.

Abends gab es Nudeln mit Tomatensoße. Welch eine Überleitung! Diesmal mit richtiger Rindfleisch Einlage! Millie hatte uns was vom Markt mitgebracht und für uns gut durch zubereitet. Die gute Seele!

So. Jetzt ist glaube ich alles aus meinem Kopf raus, was raus wollte. Heute Nachmittag geht´s ins Internetcafé und ihr werdet alle das erste Mal von mir hier lesen.

Bis dann,

Ruven

Das erste Lebendszeichen aus Ghana


The Journey

6 Uhr aufstehen, duschen, letzten Sachen zusammen packen- hab´ ich alles? Bestimmt. Sogar die Gitarre habe ich dabei. Das Handy klingelt. Wir sind auf der Luxemburgerstraße 5 Min entfernt vom Bahnhof. Mein Bruder: „Ruven, du hast dein Malaria-Medikament hier liegen lassen!“. Doch nicht alles eingepackt. Nach Ghana ohne Malaria-Prophylaxe.  Abschied am Bahnhof von Sebi, Jan, meinem lieben Stiefpapa- meine Mutter begleitet mich noch nach Frankfurt. Tür zu, Knoten im Bauch. Kann nichts essen. Mir wird schlecht. Alles geht ziemlich schnell. „Nächster Halt: Frankfurt Flughafen!“. Aussteigen, mit Koffern zum Terminal 2. Verdammt, ist der Flughafen riesig! Endlich sehe ich Cornelius, Mareike, Fabian und Jonas, meine Ghana-Kollegen. Die Anspannung fällt endlich etwas ab und ich kann mich tatsächlich freuen!

Dann der nächste Abschied: Mutter macht sich auf den Heimweg, Tränen weggedrückt.  Auf Wiedersehen! Bis im Sommer! Sicherheitskontrolle- wir sind drin. Ich habe viel zu viel Handgepäck dabei. Hätte auf Kati hören sollen: „So wenig wie möglich, Ruven!“. Egal, muss ich jetzt durch.

Flugzeug. London Ankunft. London Abflug. Mittelmeer! Wow… die Afrikanische Küste! Mother Africa, I´m there! Sand. Sahara. Sonnenuntergang. Dunkel. Ghana! Landen. Das erste Mal ghanaischen Boden unter den Füßen. Wir müssen einreisen, der Flug verging schneller als Gedacht. In mir macht sich Freude und Neugierde breit. Am Schalter ist alles voll. Warten… Ruven ist dran: Stromausfall. Alles ist kurz dunkel. Wie lange willst du bleiben? Ein Jahr! Du hast nur ein Visum für drei Monate (Oh Shit, hoffentlich gibt’s jetzt keinen Ärger! Ich Idiot… Aber der Mann in Uniform macht keinen Stress. Stress gibt es hier sowieso nicht.

Keykey holt uns am Flughafen ab und bringt uns in das Hotel. Hupen macht den Ghanaern Spaß! Gegenüber Wellblechhütten. Um das Hotel eine Mauer mit Stacheldraht. Die Menschen hier scheint dieser riesen Unterschied nicht zu stören. Mich schon.

Der nächste Tag. Mareike wird mit unserem Gepäck als erste zum Busbahnhof gefahren. In einer halben Stunde werden wir abgeholt. In einer Stunde. In irgendwann. Ghanaische Pünktlichkeit, olé! Aber keinen Stress. Der Taxifahrer kommt nach etwas über 90 Minuten mit einem Grinsen und packt uns ein. Kein Wunder, dass das so lange gedauert hat, bei der Strecke!

Bus. Und was für einer! Luxus pur. Sowas habe ich selbst in Deutschland noch nicht gesehen. Nicht vier, sondern drei und nicht Sitze, sondern Sessel in einer Reihe, plus Klimaanlage. Der Busfahrer scheint stolz auf die Klimaanlage zu sein. Er dreht sie auf und es wird kaaaalt. Wir kommen nach etwas über 6 Stunden nach Kumasi, die Hauptstadt der Ashanti-Region und kulturelles Zentrum Ghanas. Die Menschen hier sind stolz auf ihre Stadt. Ähnlich wie die Kölner ihrem Regionalstolz frönen. Natürlich sieht das hier total anders aus. Gewusel ohne Ende, alles wird auf der Straße verkauft (siehe Fotos). Wir haben keine Ahnung, wo wir Aussteigen müssen, also rufe ich den Centre Manager Sakkordie an. Ich kenne ihn nicht, aber er ist nett.“ Steigt an der Haltestelle woaa aus.“, „Was?!“, „ Woaa!“, „Hä?“, „Kannst du das buchstabieren?“ Rauschen. Lachen. Ein weiterer Versuch: „Woaa!“ Ich gebe das Telefon an den Busfahrer. Er soll uns sagen, wo wir aussteigen müssen. Wir kommen an: O.A. Busstation! Jetzt wird mir auch klar, warum er O.A. nicht buchstabieren konnte. Ich muss lachen.

Der letzte Teil unserer Reise. Taxi nach Denchemouso. Kumasi sieht chaotisch aus. Genau wie alles hier. Aber das hat seinen Charme.

The Arrival

Wir sind da! Die Schule liegt etwas oberhalb des Dorfes auf einem kleinen Hügel. Die Strasse dorthin hat den Namen nicht verdient. Weg oder „pass auf, wo du hintrittst“ würde eher passen. Wir tragen unsere Koffer in die Zimmer und müssen grinsen. Wir sind endlich da! Zur Zeit pennen Cornelius, Fabian und ich in einem Zimmer und Mareike in einem anderen Zimmer ca. 100m entfernt. Sie bekommt am Dienstag ein Zimmer direkt neben uns. Wir hoffen, dass wir dann zu zweit jeweils in den Zimmern pennen können. So ist es doch etwas eng. Mir soll das aber egal sein, ich habe per Los das Einzelbett in unserem Zimmer gewonnen!

Der erste Abend hier war echt schön. Wir haben einige Leute kennen gelernt. Sakkordie, den Manager der Vocational Training Centres in Denchemouso, hatte uns am Bus abgeholt. George ist Lehrer für Mathematik und Sowi. Oti und Pieqe (Ich habe keine Ahnung, wie der zweite Name geschrieben wird…) scheinen einfach nur da zu sein. Ansonsten ist hier noch nicht viel los, weil noch zwei Wochen Ferien sind. Zeit um uns einzuleben. Wir sind jedenfalls mit George in die Stadt gefahren um Malaria-Drugs zu besorgen und etwas zu essen. Den ganzen Tag hatten wir bloß eine Ananas und ein paar gute Summerjam-Schoko-Croissants gegessen. Dann ging es ans Karten spielen und Müde werden. Erste Versuche einen Blog- Eintrag zu verfassen sind gescheitert. Einfach viel zu viel, was wir in diesen paar Tagen erlebt haben.

Heute sitz ich hier. Die Luft ist ganz angenehm, nicht so feucht wie gegen Abend und die Temperatur liegt bei 25°C. Es ist bewölkt. Gegen Dezember wird es hier richtig heiß, sagt Keykey.

Wenn man beim Wetter-Smalltalk angekommen ist, sollte man wohl aufhören, denke ich. Ich schreibe bald wieder, bis dahin

Alles liebe,

Ruven a.k.a. Kweku (Mittwoch), a.k.a. Obroni (weißer Mann)

Letztes Wochenende


Memamu adjo,

Samstag bin ich mit einem neuen Bekannten, der auch ein VOLU Mitglied ist am Strand von Accra in Richtung Independence Square gelaufen um meine neue Umgebung noch ein bisschen naeher kennenzulernen. Der Strand hier ist sehr dreckig, da man hier seinen Muell einfach irgendwo hinschmeisst. Auch persoenliche Geschaefte werden einfach auf der Strasse in eine Abwasserrinne verrichtet.

Weitere sights die ich gesehen habe waren das National Arts Center, wo Trommeln und andere Afrikanische Produkte verkauft werden, und den Nkrumah Memorial Park, in gedenken an den ehemaligen Praesidenten.

Abends war ich in einem „Spot“, vergleichbar mit einer Bar oder einem Club. Man sitzt draussen und kauft seine Getraenke in einer Art Kiosk. Die Musik ist sehr laut und ALLE tanzen in netter, freundlicher atmosphere.

Sonntag war ich dann auf einem Festival in einem Dorf nahe Accra, welches zur Hunger austreibung dient. Hauptsaechlich die Maenner des Dorfes rannten in verschiedenen Gruppen eine bestimmte Strecke ab, es wurden von Runde zu Runde immer mehr. Ich schaetze, dass am Ende, nach 4stunden, mehrere Tausend zusammenliefen. Highlight hierbei neben den Gesaengen und Taenzen, die Gruppe der Rastafaris! 🙂

Leider laesst dieser rechner michhier keine Fotos von der Kamera hochladen, also werde ich demnaechst mal ein anderes internet cafe ausprobieren.

Ansonsten gehts mir ganz gut, mit dem Aufnehmen meiner Arbiet muss ich mich wohl noch ein wenig gedulden. Ich bin halt nun mal in Afrika! 🙂

Beste Gruesse aus Accra,

Well my blog is actually really just starting now, because now im in Ghana!


But first ill tell you guys about the last few hours in germany and the first hours in Ghana. On Wednesday I left for Frankfurt after I got packed and said goodbye to everyone. That night I basically went to bed right after we ate. The next morning I and my parents drove to the airport where I met the other volunteers again. Soon after we said goodbye to our family and checked in and went through security we took off for London. Typically for London it was cloudy and rainy… well but we didn’t really care about that so I got myself one tasty bagel. After being done with it we went to our gate where we were almost the only “broni”, Europeans. To get to our plane we had to take the bus. The flight was 7 hours long and quite relaxing because everyone had his/her own screen with a number of movies and music. While the first flight arrived too late, the flight to Ghana went as expected. We got out of our plane and were just hit by that “wall of thick air”. It kinda reminded me of that time when I got out of the airport in memphis. But the Ghanaian airport was unlike every airport I’ve ever been to. It smelled different and it looked different than anything I’ve ever experienced…  we went through the security check and got our stuff before we went outside of the airport and met keykey. That was when one of us, jonas, had to leave with another guy because we was going to stay in Accra. We others went with keykey who took us to a taxi. We put all of our things in it but we all didn’t fit in it, so we let mareike with the taxi and went looking for another one. It took us forever to find one because we wanted to go very far and most taxi drivers didn’t want to waste that amount of time. After we found one we drove to a hotel, the LA lune lodge. We paid 10 Cedis per night (5 euros ≈ 8 dollars).

After a very short night we got up and met up with keykey again. We put our stuff in a taxi again and let mareike go to the bus station while we waited for it to return. Keykey left as well and said he’d going to be back in 30 minutes… well, time passed and after a little more than an hour the taxi came back. It took us through Accra, which by day looked way more interesting and far more confusing! So many people, cars and colors. But in a very unknown way. It was just plain amazing! However, we got to the station where mareike waited for us. We all longed for something to eat and to drink at that time but we didn’t have any money or knowledge of how much to pay for anything.

Well, Keykey returned about 30 minutes later and got a bus for us. Before I write about the trip, I want to share an Impression. We saw a guy who helped the busses park at the right spot. And that guy had the weirdest leg I’ve ever seen. Actually we couldn’t see it, because he wore pants, but one leg was bent inside. There was a 90 degree angle between his upper and lower leg. Like he had been hit by a car and he couldn’t pay for the hospital. Even though I know that this is just the way it is, I can’t help feeling sorry for him. In Germany his insurance would’ve paid and he’d been well.

However, before we left Keykey said goodbye and got us something to drink and telephone cards for our mobiles. The trip to Kumasi was 6 hours long and quite relaxing. We could get some sleep which let us forget about the hunger. We had a little stop in the middle of the trip, where we bought some pineapple pieces. They were pretty good but because we bought it on the street we weren’t sure if they were safe so I started imagining that I’d be sick… however, after 5 hours we go close to Kumasi and  that was when we started to ask ourselves where to get out, because keykey didn’t say anything about that. He only told us that a guy named Sakkordie would pick us up. So Ruven called Sakkordie. He said something about “εde”-Terminal. We never heard of a place like this before so Ruven wanted Sakkordie to spell the name of that terminal. After a few confusing moments he just gave the phone to the bus driver, who of course knew about that place and would later tell us where to get out. Well, finally we had to get out and wait about 30 minutes for Sakkordie. He got us two taxis and we eventually got to the Denchemuoso Vocational Training Centre, the place we came for.

Sakkordie took us to our rooms and we started to get settled. But we still needed a couple of things, like Malaria meds, water and toilet paper. And we hadn’t eaten for a decade. So Sakkordie took us to Kwadaso the nearest city and bought us some noodles with rice, chicken and vegetables. After that we drove back to Denchemuoso and went to the local store where we bought whatever was needed.

Back home we took a shower, put up the mosquito nets with the kind help of Milicent, the schools secretary.

However, after we were done with everything essential we went to our room (we boys got one room with 2 beds and Mareike got one room for her own) where we played cards. But soon I got tired and went to bed, while the others watched a movie.

The next day was a Saturday. We didn’t have any food yet so we couldn’t eat breakfast. So we decided to go downtown. But before we did we got a first little visitor, Dennis, the son of a good friend of Milicent who stayed at the school over summer break. So we went outside to play soccer with him. Soon two girls Meawis and Measi who wanted to play ball too. They wanted to know our names and so we started talking. Well, they knew little English and all they knew was hard to understand because of the accent. As time went by, more and more little kids came and wanted to play with us. So we played! But since weren’t used to the weather we were exhausted soon but the kids didn’t really care. They climbed me like a tree and after they were on top of me they expected me to run. One little boy really was into beating me. Telling him to stop didn’t do much but the other kids stopped him… by beating him. Well they were raised differently and I didn’t know what to do about that. All I could do was to say “no” or something like “chai” which seemed to mean stop in Twi. However after all that I had to relax a little and so I did. At about 1pm Milicent was leaving for Kumasi and we went with her. Finding a “Trotro” (Bus) to Kumasi took forever! Many passed our way but they all were going to the wrong place or were already full. But eventually we found one which took us to Kumasi. Having arrived we got out and went to change money. Since I didn’t take much money with me to Ghana I had to go to a bank as well. But finding a bank that took visa cards was harder than imagined. Well actually not, but finding an ATM that wasn’t out of order was seemingly impossible! We walked the streets of Kumasi for over 30 minutes to find one after having been denied at 4 different places. Then we went to the store which was really expensive! We payed 80 Cedis for stuff that lasts about 5 days.

After that we wanted to go back because some of us including me were really exhausted. On the way we bought some cutlery and bread. We wanted to take the Trotro back so we had to go to the station which was huge! Fortunately we had Milicent as a guide, because without her we would have been lost! After having fought our way to a Trotro we could finally rest. Well kinda… I was sitting at the window and a missionary started talking to me about god and even gave me his telephone number. Well, eventually the Trotro started and soon we were back home.

We fixed us some of the new bought rice and ate it with tomato soup. That may sound disgusting, but it was better than I’d thought. Of course Mili helped us preparing the food. After having ate I wanted to wash the dishes with Mareike. On our way to the kitchen some random woman started to wave at us. That wasn’t unusual so I waved back. She started asking questions so we replied. Since it was annoying talking over a distance I went down the porch to talk to her. She was very friendly and soon demanded my telephone number… This really got me off track. I told her that I didn’t know my telephone number since its new, but she didn’t give up. She asked me to come to church with her on Sunday. I didn’t know how to get out of that trap. But I did somehow without having to go to church with her and without exchanging numbers. This was unlike every other experience I had here. Well I haven’t met her again and don’t plan on doing so. I asked Mili what she may think about that and she told me that she didn’t act normally. Well I sure hope nothing bad is about to happen. But we’ll see.

After having cleaned my backpack (which stunk like rotten pineapple) I went to bed. The next day my backpack which I had put on the porch was gone. Just freaking gone. I was pissed beyond compare but I had to calm down since it was Sunday and we were about to head to church. We went with Mili to Kwadaso and she showed us her church. We didn’t go to the Twi Service since we wouldn’t have understood a word. Though the English one isn’t was crazy as the Twi one it was more exciting that any service I’ve experienced in the United States. It was all about Music! It was 2:30 hours long but it didn’t really become boring. In the end we had to come forward and say our names and where we come from. Then we had to go to the back of the room and write down or address, name, date of birth,… They all told us that they were really happy about us being here and asked us if we would come again. Probably we’ll come back but that’ll take some time. When we came back I was tired… like always. I had some rest and soon Dennis visited us again so we played some soccer. And again, all the kids came out and played with us. Unfortunately I twisted my ankle so had to go back soon. Later that day Ruven and Mareike went to Kumasi and bought some food while Cornelius and I stayed at home and spent some time with Dennis. At the end of the day we wanted to go to a bar or something but since it was raining I wanted to stay at home and sleep. The others went outside but never went to the bar. They just stayed at Mareikes room and tried to catch a mouse.

On Monday I decided to wash my clothes. That took quite some time and some old lady told me how to do it (I had to use my hands!!! No washing machiene…) But after I was done, Oti, another teacher told me that he was impressed that I did it so nice (YES!). Oti also told us about the nearest internet café, the nearest pool and “Ganja” which is very cheap over here…

Well that’s been it for now, I”ll try to get on posting new stuff soon! 🙂

Und es tut mir echt leid, dass ich noch nichts auf Deutsch geschrieben hab! Aber ich hatte schon mit dem Englischen ziemlich viel zu tun, aber das naechste mal poste ich was deutsches!

Akwaaba


I finally arrived in Accra!

Der Flug war eigentlich ganz in ordnung, wir hatte einige Turbulenzen von London aus, aber ansonsten verlief alles ganz gut.

Besonders spannend war natuerlich die Landung und das Ankommen in Accra. Aussgestiegen aus dem Flugzeug prallte man auf eine feuchte, suesslig riechende Luftwand. Dann wurde man mit einem Bus zum Flughafengebaeude gefahren, in dem wir auch mal prompt einen kurzen Stromausfall erlebten! :)

Dann wurde ich von dem General Secretary und einem Supporting Staff abgeholt und zum VOLU Hostel gefahren. Eine Holzhuette mit mehreren Raeumen und einem Schlafsaal – den ich nun fuer die ersten Tage bzw. Wochen mein Zuhause nennen darf. Morgen reist meine einzige Mitbewohnerin, aus Japan ab. Es steht zurzeit auch noch die Frage im Raum, ob ich nicht doch noch in eine Gastfamilie komme. Mal sehen. Dies und die Frage nach meinem genauerem Aufgabenberecih sollen Sonntag bzw. Montag mit dem VOLU comitte besprochen werden.

Heute hatte ich dann meine erste richtige Ghanaische Mahlzeit – Fufu mit Palmsoup. Etwas scharf aber sehr lecker!

Jetzt wollte ich eigentlich noch ein paar Fotos reinstellen, aber leider gibts hier in diesem internet cafe (ist uebrigens sehr modern!) keinen anschluss.

Morgen werde ich dann Accra ein wenig auf eigene Faust erkunden.

Ich melde mich die Tage noch einmal.

Viele Gruesse aus Accra,

Jonas

Die neuen für die nächste Zeit


Die nächste Gruppe fliegt heute nach Ghana. Jonas Gutthof wird ein Jahr bei Volu in Accra arbeiten.

Fabian Hofmann und Ruven Börger unterstützen das Lehrerteam an der Ghanaian German School in Denchemouso. Mareike Imhof wird im Kindergarten Denchemouso arbeiten und hier auch den Umzug in den neuen Kindergarten mit erleben (Insch Allah). Und Cornelius Dellwisch wird als Lehrer an der Primary and Junior Secondary School in Denchemouso arbeiten.

Allen eine aufregende und spannende Zeit.

Beim Vorbereitungsseminar in München (v.l.n.r.): Friederike Kaufmann, Torsten Matzak, Maria Schwertl, Fabian Hofmann, Jonas Gutthof, Mareike Imholt, Ruven Börger, Albert Osei-Wusu, Cornelius Dellwisch

Ein Jahr Ghana – 2010/2011


Wenn am 26. August 2010 um 11.00 Uhr in Frankfurt/Main der Flieger nach London abhebt, sind unter den zahlreichen Passagieren auch fünf Praktikanten des Deutsch-Ghanaischen Freundschaftskreises.

Ruven Börger und Fabian Hofmann werden als Lehrer in „unsere“ Ghanaian German School arbeiten. Mareike Imholt wird für ein halbes Jahr in unserem Patenkindergarten in Denchemouso arbeiten und Cornelius Dellwisch wird bis Februar 2011 das Team der Primary and Junior Secondary School unterstützen.
Mit Jonas Guthoff wird erstmals ein Praktikant von uns bei unserem neuem Partner Volu Ghana arbeiten. Auch er bleibt ein Jahr in Ghana.

Wie in den vergangenen Jahren berichten sie über ihre Erlebnisse und Erfahrungen, über Positives und Negatives und sicher auch viel über schöne Erlebnisse, die ihnen lange in Erinnerung bleiben werden. Neben welterleben schreiben sie auch auf ihren ganz persönlichen Websites: