Die scheinbar letzte Woche Faulenzen….


Nachdem wir am Dienstag von unseren Trip zurückkamen, gingen hier die Tage genauso weiter, wie sie vor Sunjani aufgehört haben, sprich wir haben nicht besonders viel zu tun und versuchen unsere Tage zu gestalten.

Mittlerweile haben wir das Kochen echt raus. Bzw eigentlich hat Milli es raus, weil um ganz ehrlich zu sein ohne sie wären wir beim Kochen wahrscheinlich gnadenlos aufgeschmissen.

Wir haben mittlerweile auch schon Gerichte, die wir echt gerne essen und die wir jetzt zum zweiten Mal kochen, das schaffen wir dann sogar schon fast ganz alleine.

In Sunjani sind wir auf den Geschmack mit Omelett gekommen, das schmeckt echt gut und erinnert irgendwie ein bisschen an zu Hause. Das kann man auch gut mal zum Frühstück essen. Unsere Cornflakes sind jetzt nämlich leer- jetzt muss improvisiert werden. Wir haben aber schon vorher entdeckt, dass kalter Reis mit zermaschten Bananen ggf noch ein bisschen Milch oder Orangen echt gut schmeckt.

Auch im Dorf kennen wir uns immer mehr aus. Wir haben jetzt unseren privaten Orangen und Bananendealer. Das ist echt der Vorteil wenn man hier mit den Dorfkindern einkaufen geht, worum man eigentlich so oder so nicht drum herum kommt. Sofern man hier das Schulgelände verlässt (also eigenltich sind sie auch immer auf dem Schulgelände) hat man sofort an jeder Hand ein paar Kinder. Die Kinder haben uns gezeigt wo man hier gut Bananen und Orangen kaufen kann. Man kommt sich echt ein wenig komisch vor, weil man einfach an irgendwelchen Haustüren klopft und fragt ob man Orangen kaufen kann. Aber mittlerweile kennen die uns auch und freuen sich wenn wir Ihnen unseren täglichen Besuch abstatten um 20 Bananen oder 10 Orangen zu kaufen (für beides zusammen zahlen wir ungefähr 1,25 Euro). Es kommt aber auch manchmal vor das die Bananen leer sind, dann gibt’s halt nichts. Bei der Bananenfrau ist ein Mädchen, welches ein wenig Deutsch spricht, die ist richtig lustig und unterhält sich jedes mal auf Deutsch mit uns. Letztens haben wir sogar von denen was zu Essen angeboten bekommen.

Am Freitag (10.09.) hatten Fabi und ich unseren Megakochtag. Da die anderen beiden gewaschen haben und wir nicht wussten was wir machen sollen, haben wir uns entschlossen mal Bofrot zu machen. Das ist so eine Art runder afrikanischer Donot. Wir hatten ober Lust auf irgendwas Süßes und wie gesagt sowieso genug Zeit. So gegen 12 machten wir uns los zum Einkaufen, die Dinge dazu gibt es nicht bei uns in Denchemouso, also mussten wir in das Nachbardorf Kwadaso fahren, welches ein bisschen größer ist. Nachdem wir nach ewigen Suchen endlich den Markt gefunden haben, haben wir auch direkt wieder Hilfe angeboten bekommen. Die Frauen fanden es sehr amüsant das wir als Deutsche Bofrot kochen wollen.

Der Markt in Kwadaso ist richtig schön, nicht so groß wie in Kumasi, hat aber trotzdem alles was man braucht und eine schöne, private überschaubare Größe.

Beim Bofrot hat uns Millis Mutter geholfen, da Milli selber nicht wusste wie es geht. Mengenangaben gibt es nicht, das wird hier alles nach Gefühl gemacht und der Mixer wird durch die Hand ersetzt.

In der Zeit, die der Bofrotteig ruhen musste, haben wir das Abendbrot zubereitet.

Das Fritieren des Bofrotteiges ist eine Kunst für sich. Man nimmt eine Hand voll Teig aus dem Kumm und muss die Hand dann so über den Topf leer drücken, dass der Teig in dem Topf eine Kugel ergibt. Auf jeden Fall habe ich es ausprobiert und es ist voll daneben gegangen. Nicht nur, dass ich meinen versaut hätte ich hab alle anderen die zu der Zeit im Topf waren gleich mit versaut. Es waren somit keine großen Kugeln, sondern kleine Klümpchen die fritiert wurden. Man hat sich über mich köstlich erfreut.

Wir haben es dann liebevoll German Bofrot getauft.

Alles in allen standen wir auf jeden Fall 6 Stunden in der Küche.

Am Sonntag waren wir wieder in der Kirche, in der Presbyterian Church diesmal zusammen mit Jeff. Wir waren ganze 5 Stunden in der Kirche. Es fing alles damit an, dass Jeff uns für 9 an die Kirche bestellt hat, um 7 bekamen wir einen Anruf, dass wir in einer halben Stunde vom Auto abgeholt werden. Das Auto mussten wir dann, wie wir um 8 merkten uns selber organisieren durch Sac. An der Kirche angekommen merken wir, dass wir doch erst um 9 hätten da sein müssen.

Ich muss ehrlich sagen, dass mir der letzte Gottesdienst besser gefallen hat, weil er mehr mit Gesang durch die Kirche ausgefüllt war und dadurch lebhafter war. Jedoch war der Gottesdienst auch nur so lang, da zwei Ehemalige, die wohl richtig viel für die Kirche gemacht haben verabschiedet wurden, das hat ewig gedauert. Es wurden zig mal Spenden für die eingesammelt und Geschenke überreicht und weiß nicht was alles. Das Spenden einsammeln war auf jeden Fall auch richtig geil. Und zwar wurde zu erst gesagt 20 Cedi und jeder der 20 Cedi schenken wollte durfte vor gehen und das einwerfen, dass wurde dann bis auf 1 Cedi runter gestaffelt. Richtig hart, damit man auch ja sieht was wer schenkt.

Aber Jeff hat uns dazu aufgefordert zu Tanzen in der Kirche. Also sind wir vorne auf die Tanzfläche (die hier in jeder Kirche eigentlich besteht) gegangen und haben mit den Leuten getanzt. Ich kam mir ein bisschen komisch vor, vor allen weil doch noch relativ viele Leute saßen. Es waren immer nur ein paar die ihren Bedürfnis des Tanzens nachgekommen sind. Aber wir haben sehr zur Belustigung der Kirchengemeinde beigetragen, da freut man sich doch.

Ich durfte jetzt hier auch das Krankenhaus (jedoch das private) kennen lernen, da ich es geschafft habe, mir in Ghana eine Blasenentzündung zu zu ziehen, fragt mich nicht wie!

Der Arzt ist ein netter Mensch mit einer riesigen Nase, aber er ist sehr um einen bemüht. Jedoch darf ich jetzt insgesamt 3 Mal hin, da man am Samstagabend hier leider keinen Proben mehr machen kann oder darf, naja auch eine Beschäftigung.

Mein Zimmer ist immer noch nicht fertig, ich weiß auch noch nicht mal ob sie endlich ml angefangen haben und unser Termin mit den ID Cards wurde auch schon 2 Mal verschoben und wir wissen noch nicht wann wir die bekommen.

Aber naja Ghana halt ;)

Also liebste Grüße aus dem warmen Ghana wünscht euch Mareike

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