Archiv der Kategorie: Mareike, Frankfurt

Mareike Imholt
Kindergarten Denchemouso
September 2010 bis Februar 2011

Ghanaisch Kochen


Die Praktikanten des Deutsch-Ghanaischen Freundschaftskreises haben ein Kochbuch erstellt – nicht irgendeines, sondern eines, welches ghanaisch Kochen für Europäer einfach macht.

Alle Zutaten sind auch in Deutschland erhältlich – Yam und Plantaine sollten in keinem Afro Shop fehlen.

Sie können das Kochbuch zum Preis von 15 Euro bestellen. Schicken Sie uns einfach eine Email und überweisen Sie den Betrag auf eines unserer Konten. Der Erlös kommt unmittelbar dem Bau des Sportplatzes in Denchemouso und den weiteren Projekten des Deutsch-Ghanaischen Freundschaftskreises zugute.

Northern Region


Die letzte Ferienwoche zu Hause war echt entspannt. Wir haben wenig gemacht und hatten viel Zeit mal wieder ein paar Dinge für uns zu organisieren. Ein bisschen was am Pc und im Internet zu machen, wofür ich die Zeit auch gut ausgenutzt habe, da das in den letzten Wochen echt viel viel zu kurz kam. Ich habe mein Treffen mit meiner Mum und meiner Sis in Deutschland endlich organisiert, worauf ich mich schon richtig doll freue! Die Zeit war auch deswegen bei uns ein bisschen ruihiger, da nach unseren Urlaub alle irgendwie mit Malaria platt lagen. Cornelius war schon wieder auf dem Weg der Besserung. Ruven hat direkt nach dem Trip erfahren, dass er Malaria hat und Fabi hat zum zweiten mal Malaria bekommen. Wir hatten also in der letzten Woche ein kleines Krankenlager bei uns zu Hause. Ich schlage mich immer noch tapfer und hatte noch kein Malaria und hoffe auch, dass der Kelch an mir vorbeigeht. Ich habe mir eine Grenze gesetzt, wenn ich es die ersten 5 Monate ohne Malaria schafffe, dann werde ich den letzten Monat wieder ein Antimalariamittel nehmen. Jetzt sind die 5 Monate vorbei, dass heißt ich werde mich in den nächsten Tagen auf den Weg machen und ein Mittel kaufen, da mit ich eine gute Chance habe auch noch die restliche Zeit Malaraifrei zu überstehen. Am letzten Ferienwochenende (07.01.-09.01.) kamen Domenic und Patrick aus Cape Coast nach Kumasi und wir haben am Wochenend viel mit ihnen gemacht. Wir hatten echt ein cooles Wochenende und haben durch sie auch noch andere Freiwillige in Kumasi kennen gelernt, die wir jedoch auch schon in der Green Turtle Lodge getroffen haben, das ist echt lustig, wie man hier die weißen immer an bestimmten Punkten wieder trifft. Cornelius hat sich dann Patrick und Dominic angeschloßen um noch einmal den Bui Nationalpark zu besuchen. Am 09.01. hatte ich dann ein ganz besonders großes Glück. Mein Zimmer hat sich von alleine abgeschloßen. Wir waren drüben bei den Jungs um zu Essen und das Schloß meines Zimmers hat sich irgendwie so verhakt, dass ich nicht mehr in mein Zimmer rein kam, bis zum Abend des nächsten Tages. Gott sei dank konnte ich bei den Jungs immer Zimmer schlafen, weil Cornelius ja nicht da, trotzdem war es echt nervig. Ich hatte einfach alles in meinen Zimmer, mein Handy, Wechselklamotten, alles,.. Der nächste Tag war auch richtig langweilig, weil man nichts zu tun hatte, man hatte kein Buch, kein Laptop, es gab noch nichts zu arbeiten, man konnte den ganzen Tag nur gammeln. Ich war richtig gernervt. Abends sind wir dann erst mal ein Bier trinken gegangen, um die Situation mal wieder ein wenig zu entspannen, weil jeder ein wenig von dem Tag genervt war. Am Dienstag den 11.01. fing dann auch wieder der Kindergarten an. Die erste Woche war echt ein wenig lächerlich. Ich war nicht jeden Tag da und an den Tagen, an denen ich da war, war ich auch nur für eine Stunde oder so da, weil einfach noch keine Kinder da waren und auch die anderen Betreuer waren noch nicht alle wieder da und ich sah es irgendwie auch nicht ein den ganzen Tag im Kindergarten für nichts und wieder nichts zu sitzen. Trotzdem haben wir die Woche sinnvoll genutzt. Wir sind endlich unsere Library angegangen und haben sie fertig bekommen. Wir haben jetzt die ganze Library gestrichen und ich habe mein Wandgemälde an die Wand gemalt. Es ist echt gut geworden und ich bin zufrieden und die anderen sind auch zufrieden. Es sah echt fast so aus als würden wir es nicht mehr schaffen weshalb ich jetzt echt froh bin, dass wir es doch noch geschafft haben. Ab Dienstag den 11.01. bin ich auch nicht mehr alleine, sondern habe jetzt eine Zimmerkammeradin. Maria teilt sich jetzt für die restliche Zeit, die ich hier bin mit mir ein Zimmer. Sie schreibt im Moment ihre Doktorarbeit und ist in Ghana für Recherchen, davor war sie für 3 Monate in Kamerun und kommt quasi direkt aus dem Kamerun. Mit ihr Zusammen kam Alber, der Gründer unserer Organisation. Er ist Ghanaer und in dem Dorf in dem wir leben groß geworden. Er hat uns ein paar Leuten in Denchemouso vorgestellt. Siet dem 17.01. haben wir jetzt auch Fahrräder. Die Jungs haben ein paar Fahrräder bei uns in der Schuhe hervor gegramt und die ein wenig wieder fahrtauglich gemacht, so dass man die jetzt benutzen kam um hier ein paar Dinge zu erledigen. Es ist echt lustig, seit dem die die Fahrräder hervor gegramt haben kommen jetzt auch mehrere an und wollen mal das Fahrrad haben um irgendwo hinzukommen, war also gut, dass wir die Fahrräder jetzt haben. Als dann auch die Arbeit im Kindergarten wieder los ging war es echt anstrengend. Ich bin im Kindergarten jetzt sowohl von den Betreuern, als auch von den Kindern komplett integriert. Die Betreuer geben mir echt viele Aufgaben und ich habe kaum noch eine freie Minute. Ich muss ab und an mal unterrichten und wenn ich vorne stehe und mit den Kindern singe und tanze freuen sich sowohl die Betreuer als auch die Kinder und ich fühle mich als würde ich mich komplett zum Affen machen, da ich auf garkeinen Fall so ein gutes Körpergefühl wie die Ghanaer haben, aber naja so lange die anderen ihren Spaß haben. Die Kinder kommen immer mehr zu mir und erzählen mir irgendwas. Ich habe mitlerweile so kleine Signalwörter bei denen ich dann weiß: ok der will was trinken, der muss auf Toilette, der wurde geschlagen, oder ähnliches, aber trotzdem verstehe ich zum großen Teil nur Bahnhof. Wenn ich dann mal nicht beschäftigt bin werde ich sofort in Anspruch genommen um für den Kindergarten so eine Art Lernkarten zu basteln, aber ich mache es gerne, so lange es dazu führt, dass man im Kindergarten auch mal ein paar andere Lernmethoden einführt mache ich es echt gerne. Am 19.01. bin auch extra nach Kumasi gefahren um in Druckereien vorbei zu gehen und nach Überbleibseln zu gucken, die wir im Kindergarten für solche Dinge verwenden können und ich habe auch was gefunden! Ich habe mit den Kindern letztens auch das erste mal mit Wasserfarben gearbeitet. Das war vielleicht eine Attraktion. Die Kinder wussten noch nicht mal was Wasserfarben sind. Es durften nur die Älteren malen und die habe ich dann immer in kleinen Gruppen zu mir geholt, damit ich mich um jedes Kind in Ruhe kümmern kann und habe ihnen dann erklärt, wie man Wasserfarbe verwendet. Die Kinder hatten echt großes Interesse und viel gemalt, manchmal musste ich sie sogar darauf aufmerksam machen, dass das Blatt voll ist und das es da nicht mehr viel zu malen gibt. Trotzdem war es echt anstrengend, da immer ganz viele Kinder um uns rum standen und die Wasserfarben bewundert haben und wenn man nicht aufgepasst hatte hatte irgendein anderes Kind den Pinsel in der Hand und hat auf irgendeinen Blatt rumgemalt, weil es auch mal die Wasserfarben ausprobieren wollte. Das war echt anstrengend und die Kinder haben nach wie vor garnicht auf mich gehört und die Betreuer haben sich nicht um mich und die Kinder gekümmert. Das hat sich nach wie vor nicht geändert und nervt mich immer noch. Ich kümmer mich ja echt gerne um die Kinder, aber ich hätte gerne jemanden neben mir, der die Kinder im Griff hat, weil das habe ich nicht und werde ich auch niemals haben! Prinzipiell ist das viele Arbeiten aber echt anstrengend und ich bin immer richtig am Arsch wenn ich aus dem Kindergarten wieder komme. Selbst wenn ich mir manchmal 10 Minuten Pause gönne und einfach mal kurz nach Hause gehe rennen mir viele Kinder hinter her. Und den kleinsten muss ich dann immer mitnehmen, weil er mir so lange hinterherrennt bis ich ihn mit nehme. Und dann sitzt er mit mir in unseren Zimmer und guckt alles mit großen Augen an und traut sich nicht mehr irgendwas zu machen. Letztens haben wir ihn ein Nutellabrot gegeben, das hat er nicht angerüht bis er mit mir wieder aus dem Zimmer draußen war und dann hat er sich das Brot ganz schnell in den Mund gestopft! Sehr geil! Am 22.01. hat uns Gregor wieder verlassen und ist wieder nach Deutschland geflogen, so dass wir jetzt wieder zu 5 sidn. Am 22.01. begann auch die Tour von Cornelius und mir. Wir nahmen uns eine Woche frei und unser Ziel war eine Rundreise durch die northern Region. Am Samstag den 22.01. ging unsere Reise los und zwar mit 4 Stunden warten. Wir hatten uns extra früh auf dem Weg nach Kumasi gemacht um schnell einen Bus nach Tamale zu bekommen, dort erfurhen wir jedoch, dass der nächste Bus erst um 12.00 fährt. Trotzdem war unser frühes kommen nicht umsonst, da wir so eine Art Vorticket bekamen, ohne das man die entgültigen Tickets nicht bekommen hätte. Um 11.00 stellte ich mich dann in die Schlange für die entgültigen Tickets an und um 11.30 ging der Kampf los. Zum Glück stand ich vorne. Aber es war unglaublich ich wurde halb tot gedrückt, aber ich habe mich durchgekämpft und bekam relativ schnell meine Tickets. Als ich dann draußen war habe ich das eigentliche Ausmaß des Kampfes gesehen, kleine unschuldige Omas wurden echt zum Glück zurück gezogen, damit sich andere nach vorne kämpfen können, es war echt kein Spaß mehr. Ein Mann kam später zu mir und gratulierte mir, dass ich es geschafft habe mich durchzukämpfen und das als weißes Mädel! Die Fahrt nach Tamale war unproblematisch. Es war richtig interessant die Veränderung der Landschaft mitzuerlebe. Im nördlichen Teil Ghanas merkt man richtig krass die Auswirkungen der Trockenzeit. In Kumasi ist alles noch relativ grün, im nördlichen Teil Ghanas hingehen ist alles total ausgedorrt, die Bäume haben ganz oft keine Blätter mehr, die Gräser sind total verdorrt. Richtig krass. Gegen Abend waren wir dann in Tamale, wo wir dann einen Jungen trafen, der uns zu unseren Hotel geführt hat. Am nächsten morgen standen wir früh auf, um es direkt weiter auf den Weg nach Bolgatanga zu machen, diesmal mussten wir nur 2 Stunden auf unseren Bus warten und es gab auch keinen Kampf, sondern der Bus war relativ leer und man hatte viel Platz, was mal zur Abwechslung ganz angenehm ist. Wir waren uns noch nicht sicher, ob wir in Bolgatanga, oder in Navrongo schlafen wollten. Unser eigentliches Ziel war Paga, ein kleines Städtchen an der Grenze zu Burkina Faso. Als wir unseren Guide nach Hotes durchsuchten entdeckten wir in Bolgatanga ein Hotel, bei dem es möglich war Roller auszuleihen. Diese Möglichkeit traf für uns die Entscheidung. In Bolgatanga angekommen machten wir uns also sofort auf dem Weg zu dem entsprechenden Hotel, der Tag war noch jung und wir wollten den restlichen Tag dazu ausnutzen mit dem Roller die Umgebung zu erkundschaften. Beim Hotel angekommen war leider keiner da, wir merkten jedoch, dass die Preise des Hotels nicht in unserer Preisklasse lagen und nutzten die freie Zeit, um uns ein neues Hotel zu suchen. Nicht weit entfernt fanden wir ein sehr schönes Hotel. Das positive an dem Hotel war, dass es absolut keinen Hotelcharakter hatte. Es lag überhaupt nicht zentral an irgendeiner geteerten Straße, sondern lag mitten in einer Wohnsitlung an einen kleinen Schotterweg. Es unterschied sich auch von außen absolut null von den anderen Häusern. Auch von innen war es wie ein ganz normales ghanaisches Haus aufgebaut. Die Räume bildeten sozusagen ein Viereck, in dessen Mitte ein Innenhof war. Wir bekamen ein kleines Zimmer und die Familie, der das Hotel gehörte war ober nett. Leider gab es jedoch kein fließend Wasser, was aber glaube ich nicht an der Familie, sondern viel mehr an der Stadt lag, weil der Vater zu mir meinte, dass sie das Wasser abgestellt haben, gegen Abend gab es dann wieder Wasser. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Vorkehrungen getroffen werden, um Wasser zu sparen. Gerade im Norden hat die Trockenzeit extreme Auswirkungen und viele Flüsse und Seen sind ausgetrocknet. Im Hotel duschten wir schnell. Es ist unglaublich wie schnell man dreckig ist, wenn man mit dem Bus oder Trotro unterwegs ist. Man hat auf der Haut einen Dreckfilm aus Schweiß und Staub von der Straße, manchmal hat man sogar das Gefühl, dass man braunen Schweiß schwitzt. Man hat einen richtigen Ekel sich den Schweiß aus dem Gesicht zu wischen, da man sich dadurch automatisch auch den ganzen Dreck ins Gesicht schmiert, zusätzlich zu den Dreck, den man so oder so schon im Gesicht hat. Man sollte auch wenn möglich auf solchen Fahrten niemals helle Klamotten anziehen, da sie danach Braun sind. Jetzt zur Trockenzeit habe ich das Gefühl, dass es noch mal alles schlimmer ist. In der Luft ist sowieso immer ein absoluter Dunst, durch die Hamattanwinde, die aus der Savanne rüber wehen, dazu ist alles noch furchtbar trocken und staubig. Nach dem wir wieder sauber waren machten wir uns auf den Weg zum Hotel, auf dem Weg aßen wir noch schnell eine Portion Jollow Rice, das typische Gericht wenn man verreist. In ganz Ghana gibt es Chop Bars, einfache Straßenständte, bei denen man für 0,50 bis 1,5 Euro (je nach dem ob man mit Fleisch nimmt oder nicht) Essen bekommt. Jollow Rice ist so eine Art Tomatenreis der mit Vegetabels oder Salat serviert wird. Und wenn man das ganze dann schnell und ganz ghanaisch Essen will, dann bekommt man das Essen in einer kleinen Plastiktüte, die oben zugeknotet wird. Dann durchmischt man alles gut miteinander, beißt in die eine Ecke ein Loch und isst das Essen durch das Loch. Das ist eigentlich echt praktisch und man braucht kein Besteck. Ich habe sogar schon überlegt, ob ich mir in Deutschland zur Uni dann auch so Essen mitnehme. Beim Hotel erfuhren wir, dass alle Roller ausgeliehen waren und das wir die Roller erst am nächsten Tag haben können, was aber im Endeffekt gar nicht so dumm war, weil wir so den Roller nutzen konnten, um die umliegenden Dinge zu besuchen. Den restlichen Tag nutzten wir um uns Bolgatanga anzugucken. Bolgatanga ist eine super schöne kleine Stadt. Sie hat irgendwie den selben Flair wie die Städte am Meer, bis auf das hier viel mehr Roller und Fahrradfahrer sind, die das Bild der Stadt prägen. Man merkt auch, dass man mehr von den europäischen Einfluss wegkommt. Umso weiter man in den Norden des Landes fährt, umso mehr geht der europäische Einfluss verloren, die Leute sind noch viel ärmer und Leben viel traditioneller. So ist es auch kein Wunder, dass man in der Stadt viel mehr Tiere antrifft. Schweine die sich im Dreck suhlen, Kühe und Esel sind hier keine Seltenheit. Ich habe bis jetzt in Ghana noch nie Esel gesehen, im Norden ist es total normal diese Tiere als Lastentiere einzusetzen. Auch Schweine habe ich noch nie in Ghana gesehen, aber irgendwie ist es für mich auch ein kleiner Widerspruch, dass ich sie jetzt gerade im Norden sehe, da der Norden im Gegensatz zum Westen eher muslimisch geprägt ist. Am Ende gingen wir noch kurz auf dem Markt in Bolgatanga, um für unser Abendessen einzukaufen, wir entschieden uns einen Obstsalat zu machen. Der war so lecker, wir haben Wassermelone, Ananas, Mango, Kokusnuss, Orangen und Bananen gekauft. Richtig, richtig geil! Zurück im Hotel setzten wir uns in unseren schönen Innenhof und bereitet unseren leckeren Obstsalat vor. Den Abend verbrachten wir dann noch mit 2 Amerikanerinnen, die wir im Hotel kennen gelernt haben, beide studieren zur Zeit in Ghana, zwei richtig nette Mädels. Am nächsten Morgen standen wir früh auf, um viel von unseren Tag zu haben. Wir gingen direkt zum Hotel und holten uns unsere Roller ab. Wir bekamen noch schnell eine Einweisung und schon machten wir uns auf den Weg. Mit den Rollern konnte man echt schnell fahren, sie waren sogar mit Gangschaltung. Ich weiß leider nicht wie schnell man fahren konnte, da ganz ghanaisch leider unser Tacho nicht funktioniert hat, aber im Vergleich zu den Rollern in Deutschland gefahren bin würde ich sagen, dass sie auf jeden Fall schneller gefahren sind. Unser Ziel war vorerst Paga. Wir sind ca eine gute Stunde nach Paga gefahren. Eigentlich wollten wir auf den Weg halt machen um kurz zu Frühstücken, hatten beide aber so einen Spaß über die Straße zu heitzen, dass Frühstück leider etwas zu kurz kam. Unser erste Ziel in Paga war der Crocodile Pound. In dem See gibt es zahme Krokodile, die heilig gesprochen sind. Ich glaube aber eher, dass sie zahm sind und nicht beißen, weil sie wahrscheinlich einfach komplett überfüttert sind und zu faul sind um selber zu jagen. In dem See gibt es mehrere hundert Krokodile und trotzdem gibt es Menschen, die in dem See baden. Viele Menschen, die von Burkina Faso nach Ghana reisen nutzen den See aus, um sich schnell frisch zu machen. Trotzdem war für uns der Crocodile Pound eher entäuschent. Es war komplett überteuert. Der See lag direkt an der Straße, so dass man ca 10 Minuten am See war. Die Guides hatten keine Ahnung und konnten einen keine einzige Frage beantworten und zu guter Letzt war der See einfach absolut verdreckt, das ging mir am wenigsten in den Kopf, wie man so viel Eintrittsgeld für nichts und wieder nichts verlangen kann und dann noch nicht mal den Platz sauber halten kann. Neben Eintritt mussten wir Geld für ein Huhn und für unsere Kamera bezahlen. Nachdem wir bezahlten hatten ging der Guide mit uns ans Wasser zog ein Krokodil am Schwanz aus dem Wasser und hat ihn an Land gelegt, jeder durfte 2 Fotos mit dem Krokodil machen, danach wurde das Krokodil noch mit unseren Huhn gefüttert und das wars. Ich war echt gewillt auf die Fotos zu verzichten und einfach wieder zu gehen, weil ich so sauer war. Der ganze Ort war einfach nur ein Ort für Touristen, die mit Fotos angeben wollen und einen auf cool machen wollen, weil sie ein Krokodil angefasst haben. Trotzdem habe ich meine Fotos gemacht und bekomme jedes Mal wenn ich diese Fotos sehe wieder eine wahnsinnige Wut. Ich habe gedacht ich sehe wilde Krokodile und erfahre etwas über die, statt dessen sowas, aber naja es lohnt sich auch nicht über sowas aufzuregen. Danach fuhren wir weiter zum Slave Camp, welches sich ebenfalls in Paga fand und das war wirklich hoch interessant, unser Guide hatte viel Ahnung und konnte uns viel über die Geschichte des Camps erzählen. Pikworo Slavecamp war zwischen 1840-1870 einer der wichtigsten Sklavenmärkte in Westafrika, von hier aus wurden die Sklaven nach Salaga verschifft und dann in die ganze Welt verkauft. Entdeckt und geführt wurde das Slavecamp von 3 „Slavemasters“, eine Person aus Ghana, eine aus Burkina Faso und eine aus Mali. In den umliegenden Ländern hatte man verschiedene Zubringer, die die Sklaven zu dem Camp brachten. Das Camp ist draußen, es gibt keine Möglichkeit sich irgendwie unterzustellen. Die Landschaft ist eine Mischung aus Steppe und Steinlandschaft. Überall stehen Bäume, welche dazu genutzt wurden die Sklaven in Gruppen um den Baum zu binden. Bei den Steinen gab es so eine Art „Essensaal“. Es gab ein Loch, in dem das Wasser niemals ausging, es war immer mit Wasser gefüllt, dass entweder vom Regen, oder aus dem Grundwasser kommt. Dieses Wasser wurde als Trinkwasser für die Sklaven genutzt. Vor jedem Essen mussten die Sklaven mit einen Stein eine Kuhle in den Stein machen. Die Kuhlen dienten als Essschalen, und für die Frauen als Kochstellen. Die Kuhlen sind auch heute noch in den Stein. Ein wenig weiter entfernt gibt es eine Art „Entertainmentcenter“ für die Sklaven. Wenn die Sklaven traurig waren wurden sie in ihren „Stämmen“ in das Entertainmentcenter geschickt. In dem Entertainmentcenter gab es 2 große Steine, die als Trommel dienten. Man benutzt kleine Steine, um auf die Steine zu schlagen, je nachdem auf welchen Teil man von dem Stein schlägt entsteht ein anderer Ton. Benutzt man einen etwas größeren Stein, so bekommt die Basstöne. Aus den Stämmen wurden dann jeweils Leute raugesucht, die stammeseigene Musik machen und dann wurde gesungen und getanzt. Waren Sklaven sogar zu traurig um an den Aktivitäten teilzunehmen bekamen sie sogar manchmal besondere Getränke oder Gerichte um sie wieder aufzuheitern. Ein wenig weiter entfernt war dann der Sklavenmarkt, der mit Absicht etwas weiter weg war, damit jeder Sklavenmaster in Ruhe seine eigene Sklaven vorführen konnte, ohne, dass der Käufer womöglich einen Sklaven von einen anderen Sklavenmaster käuft. Auch hier gab es noch mal ein paar Esskuhlen, da die Sklaven hier ihr letztes Mahl vor der Reise eingenommen haben, auf der Reise gab es für die Sklaven dann nichts mehr zu essen, da die Käufer die Sklaven mit Absicht schwach halten wollten, damit sie ihnen keinen Ärger machten. Die Reise wurde logischerweise zu Fuß angegangen, damals war alles noch Busch und man musste sich durch den Busch kämpfen. Nicht selten sind die Sklaven auf der Reise gestorben. Für den Sklaven war es aber eigentlich besser direkt im Camp zu sterben, da er da wenigstens beerdigt wurde. Auf der Reise wurde der Körper einfach liegen gelassen, was für Ghanaer echt schlimm ist, weil es gerade hier wichtig ist beerdigt zu werden. Auf dem Markt gab es auch einen Folterungsstein. Prinzipiell gab es im Camp zwei verschiedene Folterungsvarianten. Bei der einen wurde der Sklave an einen Baum gefesselt und wurde gezwungen mit den Augen die Sonne zu verfolgen, dabei durfte er nicht blinzeln, oder die Augen in irgendeiner Art zusammen kneifen. Bei der anderen wurde der Sklave auf einen Stein gefesselt, musste ebenfalls die Sonne verfolgen und wurde dabei geschlagen. Der Stein hat im unteren Bereich durch die Fesseln sogar schon an Substanz verloren. Der Folterungsstein auf dem Markt diente für den Käufer, wenn der Sklave sich weigerte mich auf die Reise zu gehen. Der Sklave wurde dann so lange gefoltert, bis er sich bereit erklärte den Käufer überall hin zu folgen. Direkt neben den Markt kam man zu einen Wachturm. Hier wurden die Gegebenheiten der Natur geschickt ausgenutzt. Der Wachturm bestand nämlich aus Steinen, die durch die Natur so gestapelt wurden, dass man von dessen Spitze aus das ganze Land überschauen konnte und so rechtzeitig Feinde und fliehende Sklaven sehen konnte. Im Falle irgendeiner Gefahr gab der Wächter Alarm. Für den Fall, dass jedoch niemand da war, hatte der Wächter auch selber eine Waffe. Es kam nicht selten vor, dass Familienangehörige versuchten die Sklaven zu befreien, meistens landeten sie jedoch selber in Gefangenschaft. Die Sklaven selber versuchten eigentlich nicht zu fliehen. Man erzählte den Sklaven die Geschichte, dass um den Platz so eine Art Selbstschußanlage sei, die jeden Sklaven, der flieht, sofort erschieße. Zur Bestätigung dieser Geschichte, gab man ab und an Fakeschüße ab. Die Sklaven waren leider zu ungebildet um das Märchen aufzudecken. Die letzte Station war der Folterungsstein, der geschickter Weise direkt neben dem Friedhof gebaut wurde. Ursprünglich war jedes Grab mit einen Stein markiert, welcher von mehreren kleinen Steinen umrandet war. Jedoch haben die Gründer des Gedenkstädte es für besser gehalten die Steine weg zu schaffen und nur ein paar Steine für Touristen da zu lassen. Ich persönlich finde, dass es viel eindrucksvoller gewesen wäre, wenn man die Steine hätte liegen lassen. Begraben wurden die Leute, in den man erst ein Loch mit dem Durchmesser vor 50 cm in die Tiefe gegraben hat und erst in der Tiefe wurde man breite, so konnte man so viele Sklaven wie möglich in einen Grab vergraben konnte. Die Sklaven „liegen“ noch heute da. Die Folterrungsstädte bestand eigentlich nur aus einen Stein. Wenn gefoltert wurden, wurden die ganzen Freunde zusammen gerufen, um zu zu schauen. Gefoltert wurde sowieso nur aus einen Grund, um die anderen Sklaven einzuschüchtern. Es kam nicht selten vor, dass ein Sklave beim Foltern starb. Der Sklave wurde nämlich erst aufgehört ausgepeitscht zu werden, wenn er seinen Fehler gesteht und verspricht den selben Fehler nie wieder zu begehen. Starb ein Sklave beim Foltern, wurde den Freunden eine Geschichte erzählt und die Freunde mussten den Toten begraben. Wie man sieht war die Tour echt eindrucksvoll und man hat viel erfahren. Früher war in Ghana das Ashantireich ganz groß und hatte selber auch Sklaven aus anderen Gebieten Ghanas. Noch heute sieht man welche Kinder aus einer Familie kommen, dessen Vorfahren Sklaven im Ashantireich waren. Die Kinder werden heute teils noch mit Narben im Gesicht gekennzeichnet, als Erinnerung. Jedes Gebiet in Ghana hat eine spezielle Narbe, so dass man die Person direkt zu ordnen kann. Nachdem Slavecamp entschieden Cornelius und ich uns einfach mal ein wenig ins Ungewisse zu fahren. Unser Ziel war es traditionelle Häuser zu sehen. Im Norden hat man die Häuser früher mit traditionellen Mustern in rot, schwarz, weiß von außen angemalt und noch heute wird diese Tradion teilweise vollzogen. Die Archtektur ist auch einfach absolut interessant. Sofern man ein wenig aus der Stadt rausfährt, sieht man eigentlich nur noch die traditionellen Lehmhäuser, mit den Strohdächern, die normalerweise Kreisförmig angebaut sind. Außerdem macht es total Spaß mit den Rollern auf den Sandwegen lang zu fahren. Relativ schnell fanden wir eines dieser Häuser und haben uns ein bisschen mit der Familie unterhalten, sofern das möglich war, denn Englisch sprach hier eigentlich keiner. Interessanter Weise waren die Leute total Fotoverrückt, was mich echt gewundert hat, da in Ghana eigentlich der Aberglaube existiert, dass durch ein Foto ein Stück deiner Seele eingefangen wird, weshalb man hier mit Fotos richtig aufpassen muss, sonst bekommt man schnell Ärger. Vor allem unterhielten wir uns mit einen jungen Mädchen namens Vivien, die soweit es ihr möglich war versuchte uns viel zu erklären und uns gerne auch viel zeigte. So führte sie uns zu ihren Garten, der ein bisschen außerhalb liegt. Wir nahmen sie bei uns auf den Roller mit und fuhren über ganz kleine Pfade, die eigentlich nur für Fußgänger gedacht sind zu den Garten. Der Garten war echt groß und sie erklärte uns auch viel. Die Familie baut an, um die Dinge dann auf dem Markt zu verkaufen, davon lebt die Familie. Was vorallem interessant war, war die Bewässerungsanlage. In der Nähe des Gartens befindet sich ein See, dessen Wasser über Kanäle in die Gärten umgeleitet wurde. Im Garten befanden sich dann ganz viele Wasserstraßen, die den Garten bewässerten. Man weiß also die Natur geschickt auszunutzen. Nach dem Garten führte sie uns auch noch zum See, die Natur ist echt wunderschön. Danach machten wir uns weiter. Zurück in Paga fuhren wir nach Sirigu, was ungefähr gut eine Stunde mit den Roller westlich von Paga liegt. Dorthin führte nur ein roter Schotterweg. Ich hatte meinen Puli ausgezogen, weil es einfach unglaublich warm war, merkte aber schnell, dass ich einfach total Sonnebrand bekam, meine Hände waren schon verbrannt, leider hatten wir auch keine Sonnencreme dabei. In Sirigu ist eine Städte, die die alten traditionellen Handwerke vorstellt, hier hat man auch die Möglichkeit in der Werkstadt Kurse in Töpfern, dem traditionellen Malen oder Weben belegen konnte. Leider war es schon zu spät, als das wir noch so einen Kurs hätten belegen können und auf noch eine Tour hatte keiner von uns Lust. Ich war sowieso schon ziemlich ausgepauert. Ich war ein wenig erkältet. Irgendwie erkälte ich mich auf so Reisen immer. Ich glaube das liegt an den Trotrofahrten, der kalte Fahrtwind und wenn man steht dann schwitzt man, dadurch erkälte ich mich immer. Dann hatt ich ein wenig Kopfschmerzen, Sonnenbrand und war einfach absolut ausgepauert. Also machten wir uns auf den Weg zurück nach Bolgatanga. In Navrongo machten wir einen kleinen Zwischenstop um noch schnell etwas zu essen. Wir waren gegen 6 wieder im Hotel, ich konnte einfach absolut garnichts mehr ich war total fertig ich bin ins Bett gefallen und habe geschlafen sonst nichts, es ging einfach nichts mehr! Cornelius hatte schon Angst, dass ich Malaria habe, weil ich so absolut fertig war. Am nächsten Tag ging es mir aber schon wieder besser uns unsere Reise ging weiter. Unser nächstes Ziel war Mole Nationalpark. Erst mal ging es von Bolgatanga zurück nach Tamale, von wo aus wir eigentlich einen Bus nach Mole nehmen wollten. An der Station erfuhren wir aber, dass es nur einen Bus täglich gäbe, und dass man die Tickets für diesen Bus um 6.00 morgens kaufen müsse. Es gab eine alternative Variante, wir konnten mit den Trotro bis nach Damango fahren und von daaus ein Taxi nach Mole nehmen, die Möglichkeit war nur leider relativ teuer. Wir entschieden uns trotzdem den Weg zu gehen, da es immer noch besser war, als sinnlos Geld für eine Nacht in Tamale auszugeben. An der anderen Station sahen wir direkt unseren Bus und er sah absolut nicht vertrauenswürdig aus. Ich glaube es ist der kaputteste Bus gewesen, mit dem ich hier jemals gefahren bin und das heißt schon was! Eigenltich wollten wir wie üblich unser Gepäck mit in den Bus nehmen, aber das war absolut nicht möglich im Bus war es einfach viel zu eng, also mussten wir unser Gepäck traditionell auf dem Dach verstauen. Im Bus war einfach absolut alles kaputt, keine Sitzbank stand mehr gerade. Die Sitzlehnen waren kurz davor abzubrechen und die Sitzbänke waren nicht fest. Auf der rechten Seite waren 2 Sitze und auf der linken Seite waren 2 Sitze und dazwischen war noch eine kleine Sitzbank, die auch noch als Sitz funktionierte, so dass man das Maximum heraus holen konnte. Das gute an den Sitzbänken in der Mitte war nur, dass man sie nicht raus nehmen konnte, so das das Einsteigen zu einer Klettertour wurde. Für uns war das kein Problem. Für ältere Frauen, die ihre traditionellen engen Gewänder trugen war das dann schon ein größeres Problem. Da unser Kleinbus absolut nicht vertrauenswürdig aussah entschieden Cornelius und ich uns zu einer kleinen Wette. Jeder musste einen Tip abgeben wann unser Bus für wie lange und warum liegen bleibt. Cornelius Tipp war, dass unser Bus nach 2 Stunden für 2 Stunden auf Grund eines Getriebeschadens liegen bleibt. Ich tippte, dass unser Bus nach 3 Stunden liegen bleibt und auch nicht mehr weiter fährt, weil der Bus auseinander gefallen ist. Die ersten zwei Stunden verliefen relativ problemlos, doch dann sind wir leider liegen geblieben. Mitten im Nirgendwo. Es gab eine rote Sandstraße dessen Ende man nicht sah und rechts und links war Savanne. Am Anfang blieben noch alle im Auto sitzen mit der Hoffnung, dass die Fahrt relativ schnell weiter geht, da es aber relativ schnell im Auto viel zu warm wurde haben wir uns dann doch raus begeben. Das Auto hatte ein Getriebeschaden und man war gerade dabei den Bus zu reparieren. Cornelius hatten im Bus einen tollen Polizisten kennen gelernt, mit dem ich mich in der Pause gott sei dank über Gott und Magie unterhalten konnte. In Ghana glaub man nämlich an Magie und er hat auch schon selber Magie erlebt! Jaaa er hat nämlich gesehen, wie ein Priester aus einen leeren Hut Gegenstände gezogen hat, aber das ist auch kein Trick, weil wie soll das denn passieren, dass das ein Trick ist. Und er kennt Leute, die sogar schon gesehen haben, wie eine Frau fliegt! Und ich hatte das wunderbare Glück mit ihm über die Existenz von Magie diskutieren zu dürfen. Nach einer Stunde war der Schaden scheinbar behoben und wir setzten unseren Weg fort…. für ganze 2 Sekunden. Also sind wir nach 3 Stunden wieder liegen geblieben und das Auto fuhr nicht mehr weiter! Der Fahrer machte sich auf den Weg ins nächste Dorf, um dort ein Auto zu holen und dann die Leute abzuholen – Hin- und Rückweg 3 Stunden. Es war echt wie im Film. Es war scheiß heiß, kein Essen kein Trinken, weit und breit nichts und die einzige Sitzmöglichkeit war im Dreck. Relativ schnell kam ein unbeladener Lkw, der die Leute mit ins nächste Dorf nahm. Cornelius und ich haben die Möglichkeit jedoch nicht genutzt, da man unser Gepäck nicht vom Dach holen konnte und wir unser Gepäck nicht mit irgendwelchen Ghanaer in lassen wollten. Einfach so typisch europäisch jeder lässt sein Gepäck da nur die Europäer haben Angst, dass ihnen was geklaut wird. Mir war etwas langweilig und unser Polizist ist netter weise bei uns geblieben, damit wir nicht alleine mit den anderen waren. Also dachte ich mir, dass ich die Situation doch mal wunderbar ausnutzen kann um mit einen Polizisten über die Korruption in Ghana zu diskutieren und mir ihren Standpunkt anzuhören. Am Anfang wich er auf den Präsidenten aus und gab mir absolut recht, ich habe ihn dann aber schnell gesagt, dass ich eher über die Korruption bei der Polizei rede und da war er total erstaunt und fragte mich ob ich das denn schon selber erlebt hätte. Dann habe ich ihn den Fall von meinen Onkel berichtet. Daraufhin hat er mich für absolut dumm erklärt und mich gefrag wie ich mir denn die ganze Sache vorstelle, man könnte doch eine Pistole, mit der man die Geschwindigkeit misst, nicht fälschen. Soll der Polizist etwa meinen Onkel gesehen haben und dann schnell an einen Rädchen gedreht haben und die Geschwindigkeit eingestellt haben. In den Moment habe ich das Gespräch beendet. Trotzdem fand ich es sehr geil, dass man selbst mit Beispiel die Korruption noch leugnet, sehr lustig. Irgendwann kam dann ein anderer Kleinbus vorbei, der uns mitnahm, was auch echt gut war, da es langsam dunkel wurde. Der Bus brachte uns dann nach Damango und hier hatten wir dann endlich wieder Glück. Wir haben den Bus getroffen, den wir eigentlich nehmen wollten. Der Bus war schon relativ leer und konnte uns richtig billig mitnehmen. Im Bus haben wir unsere beiden Amerikanerinnen wieder getroffen. Wir haben uns sehr gewundert wieso die den Bus bekommen haben und haben dann erfahren, dass es sehr wohl einen zweiten Bus an den Tag gab, den wir hätten nehmen können und uns den ganzen Ärger hätten ersparen können, aber naja dann hätte ich ja niemals meinen Polizisten kennen gelernt :) Am nächsten morgen standen wir ausnahmweise mal früh auf. Wir wollten nämlich die frühe Tour durch den Park mitmachen. Zu Fuß machten wir uns für 3 Stunden auf Safaritour durch den Park. Ich kann es nur immer wieder sagen, die Natur war unglaublich. Die Erde war teilweise schon brüchig, da es so trocken war. Die Bäume haben ihre Blätter verloren und alles war verdörrt. Kam man dann aber in die Nähe von einen kleinen Bach oder einen Wasserloch, war die Natur wie verändert, alles war grün. Auf unserer Tour sahen wir Wildschweine, viele Vögel und 3 verschiedene Sorten Anthilopen. Wir waren den Tieren in der freien Natur so nahe das ist unglaublich, das kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht selber erfahren hat. Leider haben wir auf unserer Tour keinen Elefanten gesehen, was mein eigentliches Ziel war. Unser Guide gab uns aber unsere Handynummer. Nach der Tour legten wir uns also in unseren Hotel an den Pool, von wo aus man einen perfekten Blick über das Wasserloch hat und hielten Ausschau nach Elefanten. Es dauerte sogar nicht lange und wir sahen einen Elefanten. Wir riefen unseren Guide an und er ging direkt mit uns runter ans Wasserloch. Dort sahen wir noch ganz viele Krokodile und eine riesen Gruppe Anthilopen aber vor allem sahen wir unseren Elefanten und wir waren ihm so nahe in der freien Natur! Vielleicht 15- 20 m von ihm weg, es war so krass. Den restlichen Tag verbrachten wir am Pool immer wieder mit Blick auf das Wasserloch. Und das war schon so ein Erlebnis! Auf einmal lief vor uns auf dem Grundstück des Hotels ein Pavian mit seinen Baby. Dann sahen wir unten an Wasserloch eine ganze Herde Paviane. Auf dem Baum neben unseren Hotel waren Monaaffen und einmal kamen sogar 2-3 Anthilopen zum Hotel hoch. Es war so unglaublich den Tieren so nahe zu sein und das in der freien Natur! Sehr geil! Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zu unsren letzten Ziel Wenchiau. In Damango nahmen wir ein Trotro nach Wa und von daaus ein Trotro nach Wenchiau, wo der Eingang des Wenchiau Community Hippo Sanctuary war. Der Black Volta, in dem man dann die Nielpferde sah, war noch ca 18 km weg, so dass wir ein Trotro mieten mussten, um dahin zu kommen. Vorher mussten wir aber noch Essen und Trinken einkaufen, da wir in einen Dorf schlafen mussten, wo man nichts kaufen konnte. Und dann ging es los zum Black Volta! Zu erst brachten wir unser Gepäck in unseren Raum. Es gab kein fließend Wasser und kein Strom und das Dorf in dem wir schliefen war richtig traditionell. Und man merkten auch in unseren Zimmer den geringen Standard. Mein Bett war kurz davor auseinander zu fallen und wir hatten riesen Spinnen im Zimmer das war echt ein wenig eckelhaft. Aber allgemein war die Unterbringung echt cool, weil es richtig richtig traditionell war. Relativ schnell machten wir uns auf dem Weg zum Black Volta, weil es sonst dunkel werden würde. Der Black Volta war ca 1 Stunde weg. Das interessante am Black Volta war, dass wir auf der ghanaischen Seite standen und das andere Ufer zu Burkina Faso gehörte. Man konnte Leute sehen, die den Fluss mit dem Kanu überquerten, um in Ghana zur Schule zu gehen oder einkaufen zu gehen oder ähnliches, das war echt cool! Auf dem Black Volta machten wir dann eine Kanutour. Wir hatten wieder einen richtig coolen Guide, der viel wusste. Vor allem Cornelius hat unser Guide richtig gut gefallen, da er auch alles über die Vögel wusste. Relativ schnell sahen wir auch unsere Nilpferde. Wiedermal war es einfach geil wie nahe man ihnen war. An die Nilpferde konnten wir aber nicht ganz so nahe wie an die Elefanten gehen, weil sei gefährlich sind, vor allem, da sie gerade Junge habe. Unser Guide verbrachte mit uns die Nacht in der Unterbringung. Mit ihm zusammen kochten wir dann noch auf einer Feuerstelle, da es hier auch keinen Herd gab. Und dann ging es auch früh ins Bett, da man ja nicht viel zu tun hatte. Um 6 wird es dunkel, dann gibt es kein Licht mehr und man kann nicht wirklich was machen. Am nächsten Tag neigte sich unser Trip dem Ende und wir machten uns auf den Weg nach Hause. Unser Trotro zurück nach Wenchiau kam leider zu spät, da es unterwegs liegen geblieben ist. In Wa mussten wir ganze 4 Stunden warten bis unser Bus los fuhr. Was aber richtig cool war, war, dass der ganz Laderaum im Bus mit Sägespähnen ausgelegt wurden und dann Ziegen transportiert wurden. Um halb 3 nachts waren wir dann wieder in Kumasi. Und waren glücklich von einen erfolgreichen Trip mit vielen Erfahrungen! Liebste Grüße Mareike

Unser Urlaub 20.12.-02.01.


Am Montag ging dann auch für Fabi, Ruven und mich die Reise los. Unser erstes Ziel war Accra. Fabi und Ruven wolltens ich die Stadt einmal angucken und ich wollte mein Familie (Tante, Onkel) besuchen, die in Accra wohnt.

Wiedermal ging es für uns sehr sehr früh los, damit wir nicht zu spät ankommen, somit klingelte der Wecker um 4.00 Uhr. Nachdem schnell die letzten Vorbereitungen getroffen wurden machten wir uns auf den Weg und versuchten ein Trotro zu bekommen. Das Trotro durften wir dann erst mal anschieben, da es leider, nachdem es uns eingesammelt hatte nicht mehr angesprungen ist, ansonsten verlief die Fahrt jedoch relativ entspannt und ohne größere Komplikationen.

Gegen Mittag waren wir dann in Accra, wo sich unsere Wege trennten. Ich machte mich auf den Weg nach Dzorwulu und die Jungs machten sich auf die Suche nach einen Hotel. Vorher vertrauten sie mir jedoch noch ihre ganzen Wertsachen an, da sie vorerst vorhatten in einen Schlafsaal zu schlafen, da dies die billigste Variante ist.

Bei meiner Tante angekommen ging dort natürlich der normale Alltag weiter, so hatte meine Cousine eine Verabredung und meine Tante und mein Onkel mussten erst mal noch arbeiten. Ich genoss also die Ruhe und legte mich ein wenig an den Pool und las, vorher habe ich jedoch noch ein Vollkornbrot mit Käse genossen. Ich war sooo glücklich über dieses Brot, es war einfach zu lecker. Es war echt schön mal wieder in Rahmen der Familie zu sein und ein Stück Europa zu haben.

Als meine Tante zurück war, habe ich mir mit ihr noch ein paar alte Fotos angeguckt, ich habe Fotos von meinen Vater gefunden zu lustig.

Nach dem Essen saßen wir einfach alle noch ein wenig zusammen und haben uns einfach ein wenig unterhalten über dieses und jenes.

Am nächsten Morgen machten meine Cousine und ich uns auf den Weg in die Accra Mall. Es ist unglaublich wie europäisch es da ist, es ist wirklich original eine Mall, die so auch hätte in Deutschland stehen können. Richtige Geschäfte, Fast Food Läden, zwar nicht die, die wir in Deutschland kennen, aber trotzdem. In der Mall ist auch ein Kino und die Geschäfte haben auch schon für sich gesprochen, so gab es beispielsweise einen Apple Store, oder einen Store in dem man sein ganzes Black Berry zubehör kaufen konnte. Ich habe auch ein wunderschönes Kleid gesehen, aber das lag leider außerhalb meines Geldes, das hätte die Hälfte meines monatlichen Gehaltes gekostet. Auch der Supermarkt, der in der Mall war hätte original so in Deutschland sein können, da gab es echt einfach alles, wenn man auch bereit war den Preis für manche Dinge zu bezahlen.

Ich bin sowieso erstaunt wie über europäisch mir Accra dieses Jahr vorkam. Ich weiß noch wie ich letztes Jahr von dem Standert in Accra überrascht war und wie anderes es mir alles vorkam und jetzt, wo ich Kumasi gewöhnt bin ist Accra ein Stück wie Europa für mich.

In der Mall kauften Lisa und ich die Zutaten für die Plätzchen. Unser Plan für mittags war es nämlich Weihnachtsplätchen zu backen.

Lisa und ich standen also den ganzen Mittag in der Küche und haben Plätzchen gebacken, nachdem wir mit der Hälfte fertig waren, kamen dann auch die Jungs vorbei und haben uns beim Backen geholfen. Natürlich sind auch viele Plätzchen auf unerklärlich Weise verschwunden. Das Backen hat echt Spaß gemacht und hat einen ein bisschen an Weihnachten erinnert. Unsere Rolle zum Ausrollen des Teiges waren 2 Bierflaschen, die wir mit Glasichtfolie umwickelt hatten und den Teig mussten man auch mit der Hand kneten, aber es hat sehr viel Spaß gemacht.

Gegen Abend fuhren wir dann zum Flughafen, um meine andere Cousine abzuholen, die ihre Eltern über Weihnachten aus England besuchen kam. Eigentlich sollte sie schon am Samstag landen, aber auf Grund der Wetterverhältnisse in Europa konnte sie leider nicht fliegen, es war auch echt Glück, dass sie dann am Dienstag fliegen konnte, umso größer war die Freude. Es war aber echt merkwürdig zu wissen, dass da gerade total das Schneechaos ist, während wir hier in der Sonne sitzen. Ich musste auch echt erst mal lachen, als meine Cousine mit Stifeln und richtig dick angezogen aus dem Flieger kam.

Abends saßen wir wieder alle in einer gemütlichen Runde zusammen und haben erzählt.

Der Mittwoch stand komplett unter dem Motto BBQ. Mein Onkel hatte die Jungs und eine andere deutsche Familie für abends zu einen großen BBQ eingeladen, einzige Bedingung es muss geholfen werden das BBQ vorzubereiten, aber das war das geringste Problem. Also standen Lisa und ich früh morgens auf um mit meinen Onkel einkaufen zu gehen. Und direkt danach fing das große Schnibbeln an. Morgens bereitete ich mit meiner Cousine den Kartoffelsalat vor. Dann musste meine Cousine los und ich bereitete mit meinen Onkel und meiner anderen Cousine den Nudelsalat und den Schrimpscocktail vor und dann kamen die Jungs und wir bereiteten für Weihnachten noch Heringssalat vor. Dazu wurde noch grüner Salat, Obstsalat und frisch gepresste Limonade vorbereitet.

Als wir mit den Vorbereitungen fertig waren haben wir uns noch schnell eine Runde im Pool erfrischt, bevor sich fertig gemacht wurde und draußen alles arrangiert wurde.

Der Abend war dann richtig gemütlich und das Essen war für uns der reinste Festschmauß, wir haben ordentlich reingehauen und es hat einfach richtig richtig gut geschmeckt.

Die Jungs übernachteten dann spontan bei uns zu Hause, so dass sie nicht mehr mit dem Taxi zurück zum Hotel fahren mussten.

Am Mittwoch kamen auch Cornelius und Gregor nach Accra, da Cornelius endlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Die Jungs sind dann alle zusammen am Donnerstag weiter zu unseren eigentlich Ziel Green Turtle Lodge gefahren. Ich habe mich dazu entschloßen Weihnachten im Rahmen der Familie zu feiern.

Am Donnerstag haben wir dann noch richtig schön alle zusammen gefrühstückt und dann ging es auch schon für die Jungs los.
Ich habe nach dem Frühstück noch eine Runde mit meiner Cousine gequatscht, was dazu geführt hat, dass wir total die Zeit vergessen haben und ich, als die Niva (eine Freundin, die letztes Jahr mit mir in Ghana war und genauso wie ich ein halbes freiwilliges soziales Jahr in Ghana macht) noch im Schlafanzug war, was aber nicht weiter schlimm war.

Ich habe mich absolut gefreut die Niva zu sehen. Sie arbeitet in der Nähe von Accra in einen Waisenhaus, mit Kindern, die im selben alter sind wie meine Kindergartenkinder. Wir wollen uns schon seit längeren treffen, haben es bis jetzt aber noch nie geschafft.

Es hat richtig gut getan sich einmal mit einer Freundin, die in der selben Situation ist wie man selber, die selben Probleme hat über alles einmal auszutauschen. Leider hatten wir nicht genug Zeit, die Freunde, mit denen Niva in Accra war relativ schnell mit ihren Erledigungen fertig waren und somit wieder zurück nach Hause wollten, aber die Zeit die wir hatten war echt schön. Mal gucken vielleicht schaffen wir es ja noch mal uns zu treffen und wenn nicht, haben wir ja immer noch in Deutschland genug Zeit über alles auszutauschen.

Nachdem Niva gegangen war, kam eine Freundin von Judith (meine ältere Cousine) vorbei.

Gegen Mittag sind wir dann zum Friseur gegangen. Ich hätte niemals gedacht, dass ich hier wirklich zum Friseur gehe. Und ich glaube, dass ziemlich viele Leute, die diesen Blogeintrag lesen in diesen Moment ungläubig den Kopf schütteln und lachen werden, aber ich habe es getan. Aber auch nur, weil ich wusste, dass die Friseusin in Deutschland gelernt hat, somit mit europäischen Haar vertraut ist und meine Familie mit der Friseusin Erfahrung hat. Ich habe auch definitiv keine Experimente gemacht, einfach nur Spitzen schneiden und fertig. Und da ich ja keinen Spiegel habe, kann ich mir noch nicht mal wirklich überlegen, ob es mir jetzt gefällt, oder ob es total schrecklich aussieht. Also alles perfekt. Und den Jungs ist es nicht aufgefallen, dass heißt, es muss fast genauso wie vorher aussehen.

Abends haben dann meine beiden Cousinen und ich traditionell den Weihnachtsbaum geschmückt. Man glaubt es kaum, aber auch wir hatten einen Weihnachtsbaum, zwar aus Plastik, aber immerhin! Es war aber trotzdem alles etwas bizarr, man sitzt in kurzen Klamotten in einen klimatisierten Zimmer und schmückt einen Plastikweihnachtsbaum. Aber ein Weihnachtsbaum ist schon echt wichtig, damit man hier wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung bekommt und es ist auch einfach schön, wenn die Geschenke nicht einfach so rumliegen, sondern traditionell unter dem Weihnachtsbaum liegen.

Und dann war auch schon der 24.12.- Heiligabend.

Beim Frühstück wurden wir von Jenny überrascht, die bei uns ziemlich aufgebracht Zuflucht gesucht hat. Ihr waren in der Nähe von dem Haus meiner Tante und meines Onkels 4 Polizisten ins Auto gesprungen, da an dem Auto eine Plakette gefehlt hat und haben sie angeschrieben und wohl ziemlich krass nieder gemacht. Als sie dann den Militärsausweis ihres Vaters gezeigt hat, sind 3 Polizisten raus und es ist nur noch einer drinne geblieben, der stand dann auch den ganzen Nachmittag an der Straßenkreuzung. Das Auto blieb dann über Nacht bei meiner Tante und meinen Onkel, da so schnell keine neue Plakette zu finden war und es nicht sicher genug war mit dem Auto noch einmal los zu fahren, da überall Polizeikontrollen waren. Mein Onkel meinte auch, dass die Polizisten zu Weihnachtszeit besonders aggressiv wären.

Mittags sind wir noch mal schnell in die Accra Mall gefahren, um die letzten Dinge für Weihnachten zu kaufen und danach habe ich noch ein paar Geschenke zu Ende vorbereitet.

Gegen Abend haben sich dann alle schick gemacht und Heiligabend fing an. Meine Gefühle an dem Tag lassen sich gar nicht beschreiben. Ich war echt glücklich bei meiner Familie sein zu können und mit denen Weihnachten zu feiern und ich war auch unglaublich dankbar für alles, weshalb ich auch nicht weinen wollte oder so, aber auf der anderen Seite war es unglaublich schwer im Rahmen der Familie nicht dauerhaft an die eigene Familie zu denken. Schon morgens als ich aufgewacht bin, hatte ich total das merkwürdige Gefühl im Bauch.

Als wir dann alle zusammen am Essenstisch saßen, mit den Sektgläsern anstießen, jeder schön angezogen war, Weihnachtsmusik lief und das traditionelle Essen anfing, war es echt schwer für mich nicht zu weinen.

Es war aber trotzdem ein absolut schöner Abend. Die Bescherung war richtig schön, jeder hat gemütlich seine Geschenke reium jeweils eins ausgepackt und auch ich hatte ein paar Geschenke und war in jeder Runde wieder dran.

Irgendwann mussten wir kurz unterbrechen und meine Familie rief mich an, ich ging in mein Zimmer und da konnte ich nicht mehr und musste weinen. Ich glaube das war das erste Mal hier, dass ich richtig, richtig Heimweh hatte. Meine Eltern bemerkten auch, dass mir das Telefonat nicht gut tat und brachen auch schnell ab. Trotzdem konnte ich das Geschenk meiner Eltern an dem Abend nicht mehr auspacken, es blieb unter dem Baum liegen. Später alleine in meinen Zimmer konnte ich es in Ruhe auspacken.

Am Samstag machten wir uns auch endlich auf dem Weg. Meine Familie machten genau zur selben Zeit lustigerweise genau in einer Lodge neben uns Urlaub, so dass ich prima mit ihnen zusammen fahren konnte.

Die Lodges liegen in der Nähe von Bosua, was wiederum in der Nähe von Takoradie liegt. Das ganze befindet ziemlich in der Nähe von der Elfenbeinküste, weswegen jeder hoffte, dass der Bürgerkrieg nicht in den Tagen unseres Urlaubs los geht.

Die Fahrt war auch so eine Sache für sich.

Irgendwann zwischen drin wurden wir von einer Polizeikontrolle angehalten und meinen Onkel wurde fälschlicherweise vorgehalten ein wenig zu schnell gefahren zu sein und über die Linie gefahren zu sein, für das vergehen sollte er irgendwann im Januar in das Dorf zum Gericht kommen und 200 Ghc bezahlen. Die Polizisten waren betrunken und wollten sich einfach ein wenig extra Geld verdienen. Mein Onkel weigerte sich die Gerichtsvorladung zu unterschreiben und die 200 Ghc zu bezahlen. Die Polizisten sind absolut ausgerastet und haben seinen Führerschein behalten, was aber egal ist, da mein Onkel noch einen internationalen hat. Vor weiteren Auswirkungen braucht er keine weitere Angst haben, da es natürlich auch in Ghana nicht rechtens ist und sie natürlich auch keine Beweismittel haben. Das einzige was sie hatten war ein Gerät, auf dem die angebliche Geschwindigkeit stand, was aber in keiner Art und Weise bewiesen hat, dass die Geschwindigkeit zu meinen Onkel gehörte.

Direkt nachdem wir weiter gefahren sind, haben die Polizisten ein Auto von der anderen Straßenseite rausgewunken ohne auch nur die Möglichkeit gehabt zu haben irgendwas zu messen.

Ansonsten verlief die Fahrt relativ problemlos und es war angenehm mal wieder mit einen Auto unterwegs zu sein.

Gegen Abend kam ich dann in der Lodge an. Für die ersten Tage hatten wir einen Bungalow direkt am Strand. Die Lodge ist absolut schön. Und was ich interessant finde, komplett auf Solarstrom aufgebaut. In den Bungalows steht jeweils eine Autobatterie, die tagsüber von der Sonne aufgeladen wird und dann für Licht sorgt, für Strom aus der Steckdose reicht die Autobatterie leider nicht.

Toiletten und Duschen sind jeweils für alle. Die Toiletten sind Plumsklos. Ganz geil! Auch ohne Licht, sprich man sieht nicht was sich für Tiere in dem Klo aufhalten. Direkt am ersten Abend wurde mir Gregors Geschichte erzählt, der auf dem Klo von einen Gecko in den Arsch gebissen wurde. Seitdem hatte ich jedes mal, wenn ich Klo war Angst, dass da irgendwelche komischen Tiere im Klo sind.

Die Duschen waren jedoch richtig richtig geil. Das waren runde, aus Steinen gebaute Duschen direkt unter Palmen mit Blick aufs Meer. Ich glaube ich habe noch nie soo geil geduscht.

Die Bar war auch richtig cool, sie bestand aus einen alten Kanu, in dem die Bar war, das hatte extrem Stil.

Als ich ankam hatten die Jungs schon richtig viele Kontakte geknüpft. In der Lodge waren richtig viele Obrunis und hauptsächlich Freiwillige in unseren Alter, so dass man abends immer in gemütlichen Runden ein wenig zusammen sitzen konnte

Der einzige Nachteil an der Lodge war, dass sie weiter außerhalb lag als wir gedacht hätten, weit und breit war wirklich gar nichts! Sprich man musste leider im Hotel essen, was alles leider etwas teurer gemacht hat. Dafür war das Essen richtig geil und mal wieder ein wenig europäisch. Und im Vergleich mit deutschen Preisen haben wir echt noch wenig ausgegeben. Ich habe quasi für eine Woche all inclusiv Urlaub in einer Umgebung, die man in Europa niemals so finden wird 80 Euro bezahlt und da kann man nichts sagen!

Am Samstag saßen wir also einfach noch mit ein paar Leuten da. Vorallem mit 2 Freiwilligen aus Cape Coast, mit denen wir auch noch später Kontakt hatten und die uns für Silvester einluden.

Und das Geilste wir hatten sogar noch einen Stollen, den wir dann auch mit den Anderen geteilt haben, so dass jeder ein Stück Deutschland hatte.

Später am Abend wurde am Strand noch ein Lagerfeuer gemacht richtig schön und danach haben wir uns noch entschieden eine Runde im Meer schwimmen zu gehen, was richtig dumm eigentlich war, aber trotzdem ober schön. Aber mit den Wellen und den starken Strömungen, die hier sind war es echt ober gefährlich, aber es ist ja nichts passiert.

Am Sonntag durfte ich dann zum ersten Mal das geilste Frühstück auf der ganzen Welt essen. French Toast mit gebackener Banane und Honig, dass schmeckt so geil das kann man sich garnicht vorstellen, dem Frühstück bin ich auch die restlichen Tage treu geblieben!

Ansonsten habe ich mir am Sonntag einmal einen richtig richtig faulen Tag am Strand gegönnt, ich habe absolut nichts gemacht, außer mir einen Sonnenbrand zu gezogen, da ich leider eingeschlafen bin, der war aber nicht weiter schlimm und am nächsten Tag schon wieder weg.

Am Montag fiel der Tag dann schon etwas interessanter aus. Nach dem Frühstück sind Fabi und ich in das nahegelegene Dorf gelaufen. Ich wollte mir einfach ein wenig die Umgebung angucken und Fabi hatte Hunger und wollte sich etwas zu Essen kaufen.

Um zu den Dorf zu kommen läuft man ca eine viertel Stunde am Strand entlang. Das Dorf ist ziemlich klein und hat noch nicht einmal einen richtigen Markt, aber trotzdem war es irgendwie richtig schön. Es war eigentlich quasi in den Sand gebaut. Und die Einwohner dort rufen die Weißen nicht Obruni, sondern „My friend“. Fand ich auch sehr lustig wie so ein kleines Dorf irgendwo an Meer schon ein stückweit seine eigene Kultur hat, weil in der nächsten Stadt sagt man auch wieder Obruni.

An das Dorf angeschloßen war eine Landzunge, die nicht bewohnt war. Fabi und ich haben uns entschloßen ein wenig Entdecker zu spielen und die Landzunge zu erkundschaften. Es gibt keinen richtigen Weg. Um einmal um die Landzunge herum zu kommen muss man über ein kleines Felsenmeer klettern, wobei ich mich auch einmal ein wenig hingelegt habe. Aber man hatte beim Kletter so einen traumhaften Ausblick. Auf dem Meer waren vereinzelte Fischer in ihren Kanus und man konnte auf andere Landzungen gucken, die ebenfalls nicht bewohnt waren. Selbst der Blick auf das kleine Dorf war einfach traumhaft.

Irgedwann haben wir uns auch ein Stück in die Wildnis auf die Mitte der Insel getraut. Auf den Weg musste man durch Brenesseln, Spinnenweben und was weiß ich nicht alles, aber es hat sich gelohnt.

Wir haben im Mittelpunkt der Insel eine alte Burg gefunden. Schon eine absolute Ruine, es stehen nur noch Teile der Wände, aber die Teile, die stehen, wurden absolut in die Natur mit eingearbeitet. Es war traumhaft schön und man hatte von der Burg einen perfekten Blick aufs Meer.

Ich fand es einfach zu lustig, man spielt aus Spaß mal ein bisschen Entdecker und man entdeckt auch wirklich was, ich glaube in Deutschland würde einen sowas nie passieren.

Danach haben wir einfach noch eine Runde auf den Felsen gechillt und den Ausblick genossen. Um uns rum sind ganz viele Krebse gewesen, die teilweise echt garnicht mal so klein waren, ich wusste auch gar nicht, dass Krebse springen können, aber es ist möglich!

Leider haben wir nicht wie Ruven und Gregor einen Oktupus gesehen, aber naja man kann ja nicht alles haben.

Auf dem Rückweg haben wir schnell noch in einer Bar etwas getrunken und haben uns dann auf den Weg gemacht. Auf dem Rückweg ist dann auch leider mein FlipFlop kaputt gegangen. Echt traurig, ich habe den vorher so gelobt, weil der schon so runter gekommen aussieht und hier schon so viel mitgemacht hat und immer noch heile ist und dann geht er kaputt, dass war echt frech!

Zurück zu Hause durften wir erst mal umziehen, von unseren Bungalow in die Domitorys, weil das billiger ist. Da Gregor hinzukommen ist, war das eine Domitory voll und einer von uns musste in das andere Domitory gehen, da ich das einzige Mädchen bin, musste ich automatisch in das andere Domitory, was aber letzendlich nicht weiter schlimm war, da ich keine einzige Nacht in den Domitory geschlafen habe.

Den restlichen Nachmittag habe ich dann am Strand verbracht.

Abends haben wir dann mit einer Gruppe Freiwilliger zusammen gesessen. Wir entschieden uns die vom Hotel angebotene Turtle Tour mitzumachen, was ein absoluter Reinfall war. Wir sind mindestens eine Stunde durch den Sand gelaufen, bis uns unser Führer sagte, dass es heute leider keine Turtles zu sehen gäbe und dann sind wir wieder zurück gelaufen. Der Rückweg war für mich der absolute Horror. Meine Beine waren absolut kaputt, am Morgen das ganze Kletter und dann noch 2 Stunden durch den Sand laufen.

Zurück beim Hotel war ich einfach so fertig, dass ich mich direkt ins Bett legte. Dort merkte ich aber relativ schnell, dass mir einfach absolut schlecht war. Als ging ich zu den Toiletten und musste mich übergeben. Das war absolut keine schöne Erfahrung, sich über Plumsklohs, bei denen man auch noch null sieht, weil es Nacht ist und es kein Licht gibt, zu übergeben.

Ich musste mich insgesamt 3 mal übergeben. Ich glaube ich habe mein Domitory einfach nur noch absolut genervt. Die wollten einfach nur schlafen und ich bin dauernd rein und raus gelaufen, weil es mir absolut scheiße ging. Irgendwann bin ich dann draußen geblieben, weil es einfach keinen Sinn hatte. Ruven war noch wach, also setzte ich mich zu ihn.

Als er merkte, wie schlecht es mir ging hat er mein Schlafzeug geholt mir einen Eimer geholt und mit in ihr Domitory genommen, wo für die Nacht noch ein Bett frei war.

Die restliche Nacht konnte ich dann eigentlich durchschlafen und musste auch von dem Eimer gottseidank keinen Gebrauch machen.

Am nächsten Morgen hatte ich zwar immer noch ein wenig Bauchprobleme, aber eigentlich ging es mir wieder gut.

Cornelius aber leider immer noch nicht. Er entschied sich an dem Morgen wieder nach Hause zu fahren der ganze Urlaub hatte für ihn leider gar keinen Sinn mehr. Er wollte auch nicht viel Geld bezahlen, um den ganzen Tag einfach nur im Zimmer zu liegen.

Dadurch, dass Cornelius nach Hause gefahren ist konnte ich in das andere Domitory ziehen, weshalb ich letzendlich keine Nacht in den anderen Domitory geschlafen habe.

Ruven und ich nutzten die Gelgenheit aus, um mit Cornelius Taxi mit in die nächste Stadt zu fahren, um ein paar Besorgungen zu erledigen.

Am Nachmittag hatte dann der CBBC (Clean Beatiful Beach Club) sein erstes offizielles Treffen. Ein paar Engländer, die auch in der Lodge Urlaub machten, hatten morgens an das Board einen Aufruf gemacht, in dem sie den CBBC ins Leben gerufen haben.

Es haben sich doch relativ viele Leute zusammen gefunden, die alle halfen den Strand aufzuräumen. Der Strand hier ist zwar wunderschön, aber leider viel zu vermüllt!

Also machte sich gegen vier eine relativ große Gruppe Freiwilliger an die Arbeit den Strand für eine Stunde aufzuräumen.

Es kam echt einfach richtig richtig viel Müll zusammen. Und man hat auch extrem interessante Dinge gefunden, von Zahnbürsten, Schuhen, über Klamotten und künstliche Haarteile bis hin zu toten Babyschildklröten. Also wirklich alles alles mögliche.

Als Dankeschön wurde dann nach unserer Aktion für alle vom Hotel aus eine Runde Cocktails ausgegeben.

Ich muss aber sagen, dass es echt Spaß gemacht hat, weil richtig cool Leute mit dabei waren den Strand aufzuräumen. Leider haben wir nicht viel geschafft, aber irgendwo muss man ja anfangen!

Mittwoch und Donnerstag haben wir eigentlich komplett am Strand verbracht.

Abends haben wir immer mit anderen Europäern noch zuasmmen gesessen und Spiele gespielt oder ähnliches.

Am Donnerstag ging ich nochmal in das Dorf um meine Flip Flops reparieren zu lassen. Ich hatte sogar das Glück, dass Emmanuel da war, den wir kannten und der mir meinen Flip Flop somit umsonst repariert hat.

Am Freitag haben wir noch die Pizza im Hotel genossen und haben und dann auf den Weg nach Cape Coast gemacht, um dort mit Domi und Patrick (2 Freiwillige, die wir in der Lodge kennen gelernt haben) Silvester zu feiern.

In Cape Coast angekommen machten wir uns noch schnell auf Hotelsuche und dann fing auch schon unser Silvesterabend an.

Unser erstes Ziel war eine kleine Bar in der wir eine Kleinigkeit essen konnten. Danach gingen wir auch schon zum Oasis, wo wir unseren Abend verbringen wollten. Leider waren wir viel zu früh, so dass der Abend noch gar nicht angefangen hat und wir eigentlich die einzigen Gäste waren, also entschieden wir uns erst noch mal in eine Bar zu gehen und später noch einmal wieder zu kommen.

An sich war der Abend eigentlich ziemlich schön. Im Oasis waren fast nur Weiße, so dass man sich fast wie in Europa gefühlt hat.

Eine 60zig jährige Hippiefrau hat meinen Abend am Meisten verschönert. Sie trug sowohl eine knallbunt gebatikte Hose, als auch ein knallbunt gebatktes T-Shirt. Die Arme bestanden quasi nur aus Armbändern. Aber sie war glücklich und hat viel getanzt. Aber am lustigsten war ihre Begleitung. Ein etwa 30-40jühriger Ras Tafari, der ihr Freund war, was uns auch noch schön durch einen Kuss gezeigt wurde. Es war echt zu geil! Ich glaube, dass solche Leute, die in der Hippiezeit hängen geblieben sind auch nur in so Ländern wie Ghana überleben können, weil sie hier ohne irgendwelche Probleme ihren Stil ausleben können. Ich fand die Frau einfach nur absolut witzig.

Um 12 gab es 2 Lagerfeuer am Strand und ein kleines, lächerliches Feuerwerk.

Der Höhepunkt des Abends war jedoch für mich, als ich kurz mit meinen Mädels telefoniert habe, dass war einfach absolut schön, auch wenn ich leider kein Wort verstanden habe, weil zu viele Mädels gleichzeitig ins Telefon geschrien haben.

Der Abend war eigentlich ganz schön, aber ich hatte eine große Wehmut nach Deutschland und nach einen normalen Silvesterabend mit meinen Mädels, aber naja so wars auch gut.

Am nächsten Tag haben wir bis Nachmittgas im Hotel gegammelt und geschlafen. Ich hätte niemals gedacht, dass ich hier in Ghana dazu in der Lage bin, aber es hat funktioniert. Wir sind nur zwischendurch mal um 11 aufgestanden um kurz eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen.

Als wir dann wirklich aufgestanden sind, haben wir uns direkt auf den Weg in die Stadt gemacht, um uns mit Domi und Patrick zu treffen. Wir hatten uns für abends verabredet, um zusammen zu kochen und wollten vorher die Utensilien noch schnell auf dem Markt einkaufen.

Zum Abendbrot gab es dann eine große Pasta für alle, die einfach richtig gut geschmeckt haben. Domi und Patrick wohnen einfach absolut geil, die haben ein riesen Haus und ein eigenes Auto, eigentlich schon richtig europäisch.

Am nächste Morgen ging es dann heim zurück nach Kumasi. Irgendwie hatte niemand mehr Motivation sich irgendwas anzugucken, weshalb wir letzendlich aus Cape Coast weggegangen sind, ohne uns die Sklavenburg auch nur einmal anzugucken, was echt krass ist, da man die schon gesehen haben sollte, aber naja es gibt schlimmeres!

Soo das war unser Urlaub.

Liebste Grüße
Mareike

Die letzten Wochen vor den Ferien


Als erster werdegen erwähnt habe, ging in letzter Zeit sehr viel von meiner Freizeit für Basteln drauf, da ich mit den Kindergartenkindern zusamme ich mal ein wenig erzählen was so im Kindergarten los war in letzter Zeit. Wie ich ja schon in meinen letzten Blogeinträn basteln wollte. Ich wollte mit den Kindern zusammen bunte Sterne dekorieren, die wir dann als Weihnachtsdeko im Kindergarten aufhängen können. Also habe ich zu Hause in meiner Freizeit 60 Sterne ausgeschnitten und habe Schnipsel und Punkte ausgeschnitten, die die Kinder zum dekorieren auf die Sterne kleben können. Natürlich hatte ich vorher alles mit dem Kindergarten abgesprochen und der Kindergarten war sogar bereit den Kleber zu besorgen. Ich bereitete 3 kleine Sterne vor, als Beispiel, wie ich es mir vorgestellt hatte. Als ich fertig war brachte ich alles mit in den Kindergarten und stellte meine Idee vor, es waren auch alle begeistert! In den kommenden Tage warte ich drauf, dass mir gesagt wird, wann ich basteln kann, aber es kam nichts, ich wusste ja nicht, dass der Kindergarten auch wartete. Irgendwann wurde ich dann gefragt, ob ich denn schon fertig sei und wann ich denn fertig sei, bei genaueren hinhören wurde mir dann gesagt, dass erwartet wurde, dass ich die Sterne alleine mache, weil man das ja den Kindern nicht zu trauen kann… KLEBEN UND MALEN!!!! Ich war richtig genervt! Ich mein es ist nicht gerade die tollste Arbeit 60 Sterne mit Schnipseln und Punkten zu bekleben und irgendwas drauf zu malen! Gottseidank kam ich ziemlich schnell auf die Idee auf die Sterne das Alphabet und die Zahlen 1-10 zu schreiben, ich mein das hat ja dann wenigstens auch noch einen Lernzweck, so waren relativ schnell 36 Sterne weg, ich glaube ich habe sogar die Zahlen 2 mal gemacht. Als ich dann am nächsten Tag im Kindergarten mit meinen Sternen ankam und wir sie aufgehängt hatten fanden das die Betreuer wunderschön und fragten mich netterweise, um die selbe Arbeit nicht noch mal machen könnte! Diesmal hatte ich aber ganz klar gesagt, dass ich das ganze nur noch mal mache, wenn die Kinder die Sterne bemalen! Den Gedanken mit den Kindern mit Kleber zu arbeiten hatte ich total verworfen, ich meine es ist natürlich auch zu viel verlangt mal was neues auzuprobieren! Erstaunlicherweise gingen die Betreuer diesmal auf mich ein, ich war echt erstaunt. Also setzte ich mich hin und bastelte abermals 60 Sterne! Diesmal sah ich es aber nicht mehr ein das ganze noch mal in meiner Freizeit zu machen und machte es im Kindergarten. Madame Grace war sogar so freundlich mir mit dem Ausschneiden zu helfen, als ich jedoch sah, wie sie mit einer Schere umgeht war mir auch klar, warum man den Kindern keinen Kleber in die Hände geben sollte. Das Bemalen der Sterne verlief leider auch nicht ganz so wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich wollte eigentlich die Kinder eine Sternfarbe wählen lassen, den Kindern wurde jedoch eine Farbe zu geteilt und jeder durfte nur einen Bundstift haben und durfte den auch nicht gegen eine andere Farbe eintauschen, was ich auch etwas schade fand. Die kleinen Kinder durften gar nicht malen, was ich auch schade fand, da ich extra 60 Sterne machte, da jedes Kind einen Stern hatte. Und ich mein wir reden mittlerweile wirklich nur noch vom malen! Die Kreativität der Kinder ließ auch zum Wünschen über. Ich glaube fast jedes Kind hatte einen Fußball gemalt und kam dann zu mir um den Stern zu zeigen, als ich dann meinte, dass sie den restlichen Platz auch noch bemalen sollten wurde dann halt aus einen Fußball 5. Aber naja was erwartet man, die Kinder sind es hier leider einfach nicht gewöhnt kreativ zu arbeiten, was echt schade ist! Trotzdem hat es Spaß gemacht mit den Kindern zu malen und die stolzen Augen zu sehen, teilweise war ich ein wenig gestresst, da zu viele Kinder mir ihr Resultat zeigen wollten, aber ich fand es schön! In den kommenden Wochen wurde ich dann auch noch mit mehr Bastelarbeit beauftragt für das Weihnachtsspiel. Für das Weihnachtsspiel wurde in den Wochen auch kräftig geübt, jeden Tag. Die Kinder sollten 3 Szenen vorführen. Eine Szene, die eigentlich nur aus einen Lied bestand, dann die Szene in der Maria die frohe Botschaft von dem Engel überbracht wird und zu guter Letzt die Szene, in der die 3 weisen Männer ihre Geschenke übergeben. Das Weihnachtsspiel war auch echt richtig goldisch. Es war nur richtig schade, dass eigentlich gar kein Publikum da war, was aber die Schuld der Betreuer war, die gemerkt hatten, dass ihr eigentlicher Termin nicht funktioniert und dann das Spiel spontan an den diesigen Tage machten , wodurch natürlich niemand von dem Spiel wusste. Gottseidank hatten die Jungs Zeit, so dass es wenigstens ein kleines Publikum gab. Ich wurde zum Chairmen erkoren, was hieß, dass ich zu Beginn und zu Ende der Weihnachtsfeier eine Rede halten musste! Madame Grace hat durch das Programm geführt und ihren auswendig gelernten Text aufgesagt, der eigentlich für mehrere Zuschauer gedacht war und vor allem auch für Leute die Twi konnten, dass ganze hat dann etwas lustig gewirkt, als eigentlich nur die Kinder, die jenigen waren die sie verstehen konnten, aber es war süß, wie sie sich mühe gegeben hat und durch das Programm geführt hat, sie hat die Szenen auch immer mit der restlichen Weihnachtsgeschichte ergänzt, es wurde viel gesungen und alles in allen war es auf jeden Fall eine schöne Feier. In der letzten Woche hatte sich dann schon eine ziemliche Ferienstimmung eingeschlichen und sowohl Lehrer als auch Kinder haben mehr und mehr gefehlt, Unterricht hatte sowieso nicht mehr statt gefunden und geschloßen wurde auch immer früher. Ich habe mir dann irgendwann ein Buch mitgenommen und angefangen zu lesen, weil es mir irgendwie auch zu dumm war den ganzen Tag ohne jegliche Beschäftigung da zu sitzen. Der Deutschunterricht war immer mehr für den Popo und ging mir richtig auf die Nerven. Am Montag den 29.11. waren ganze 2 Schüler anwesend. Ich war richtig genervt über die Treistigkeit, mit der mir die Schüler mir zeigten, dass sie mich als Lehrer null akspetieren. Irgendwie musste ich also reagieren und mir kamen zwei Wege in den Kopf. Entweder ich gehe zu Saccordie und dem Head Master erzähle alles und lass sie das für mich regeln, wodurch ich aber meiner Meinung nach selber zeige, dass ich nicht in der Lage bin die Schüler zu im Griff zu bekommen, oder ich mache einfach ganz normal mit dem Stoff weiter und die, die nicht kommen werden die Konsequenzen in der Arbeit merken. Auf Grund meiner Autoritätsprobleme entschied ich mich für den zweiten Weg. In der kommenden Woche waren wieder mehr Schüler da. Ich hatte mir für die Woche vorgenommen die Arbeitsthemen zu besprechen, jedoch nichts zu wiederholen, aber trotzdem Zeit für Fragen zu lassen. Tatsächlich ging die Stunde hauptsächlich für eine Diskussion drauf, die darum geht, dass die Schüler sagten, dass wir keine Arbeit schreiben und ich dagegen hilt, das ganze ging soweit, dass ein anderer Lehrer rein kam und die Schüler zur Ruhe brachte. Die Schüler hatten meine Grundgenervtheit bemerkt und ich erklärte ihnen auch mein Problem und sagte ihnen mein Problem mit ihnen und erzählte ihnen von meinen 2 Lösungswegen und sagte auch ganz klar, dass ich kein Problem habe sie durchfallen zu lassen, dass ich gerne bereit bin zu helfen, dass ich dafür aber auch bisschen Respekt und Interesse erwarte. Die Stunde hatte mich ziemlich fertig gemacht. Im Anschluß ging ich also zu Saccordie um mir bestätigen zu lassen, dass wir eine Arbeit schreiben, ich erfuhr jedoch genau das Gegenteil, ich erfuhr, dass wir tatsächlich KEINE Arbeit schreiben. Ich war richtig angepisst. Wieso wissen die Schüler besser bescheid als ich. Wieso wird die ganze Zeit gesagt, dass alle Deutsch schreiben und mir nicht mitgeteilt, dass ich kein Deutsch schreibe. Somit ging also mein Lösungsweg flöten, die Schüler haben gemerkt, dass sie mehr wissen als ich und machen können was sie wollen und ich verstehe nicht warum ich dann überhaupt Deutschunterricht gebe. Ich mein die Schüler lernen eh nicht, kommen nicht zu meinen Unterricht und es wird keine Arbeit geschrieben. Warum soll ich mir dann Stress machen? Ich mein wenn ich in der Situation der Schüler wäre würde ich mich auch eher um meine wichtigen Fächer kümmern. Egal ich werde nach den Ferien gucken wie ich es weiter handhaben werde. Ich werde mir auf jeden Fall nicht mehr die Mühe machen den näher etwas zu erklären über Deutsch, geschweige denn Grammatik oder ähnliches. Vielleicht werde ich mit ihnen deutsche Lieder singen und bearbeiten, das macht ihnen Spaß, oder ihnen einfach die Möglichkeit geben die Dinge die sie interessieren zu fragen oder ich weiß es nicht. Soo, das wars erst mal so von den neuen Dingen bei der Arbeit, kommen wir also zu den Neuigkeiten meiner Freizeit! Ich umfasse in meinen Bericht 3 Wochen, die Zeit vom 29.11. bis zum 19.12. Von der ersten Woche 29.11. bis zum 5.12. gibt es von Montag bis Donnerstag eigentlich nicht besonderes zu erzählen. Ich war extrem viel beschäftigt mit weiteren Vorbereitungen für unsere Sponsorensuche, e-mail und Blog schreiben. Am Dienstag machte sich Sebi schon mal auf eine kleine Reise. Wir wollten uns mit ihm am Freitag in Winneba treffen, er wollte sich jedoch auch noch ein paar andere Dinge anschauen, da wir aber alle arbeiten mussten, machte er sich alleine auf den Weg, was sich im Nachhinein als nicht ganz so gut herausstellte, da er krank wurde und mit Malariaverdacht ins Krankenhaus kam, weshalb dann Cornelius und Ruven am Freitag über Cape Coast fuhren um Sebi abzuholen. Zum Glück verflüchtigte sich der Malraigedanke. Sebi ging es zwar die ganze Zeit noch nicht gut, aber immerhin hatte er kein Malaria. Aber das Krankenhaus war auch einfach die Härte. Sebi wartete den ganzen Donnerstag auf sein Ergebniss, was er aber den ganzen Tag nicht bekam. Am Freitag waren dann Ruven und Cornelius noch mal mit ihm im Krankenhaus und dann hieß es dann, dass sein Test verloren ging und, dass man den Test noch mal neu machen müsse. Einen ganzen Tag um sonst gewartet! Das kann echt richtig nerven, vor allem wenn man den ganzen Tag Angst haben muss, dass man Malaria hat. Ich wäre glaube ich sowieso ausgerastet, wenn ich in einen fremden Land mit Malariaverdacht ins Krankenhaus gekommen wäre! Am Dienstag haben Fabi und ich uns noch mal ganz alleine ans Bofrot. Erstaunlicherweise hat es sogar funktioniert, was mich echt richtig überrascht hat, weil wir keine Mengenangaben hatten. Die Person, die uns das vor ein paar Monaten beigebracht hatte, hatte alles nach Gefühl gemacht, so dass man leider gar nichts aufschreiben konnte. Wir haben sogar das Experiment gewagt Nutella und Marmelade in die Boforts reinzuspritzen und es hat einfach richtig geil geschmeckt. Am Abend haben wir dann ein paar Ghanaer zu uns zum Bofrot essen eigeladen und alle haben von useren Bofrots geschwärmt. Das hat in uns den Gedanken gesäht, dass wir einmal einen ganzen Tag Bofrot backen wollen und uns dann in Kejitia auf den Markt stellen wollen und Bofrot verkaufen wollen einmal richtig ghanaisch vom Kopf aus, damit man einmal genau weiß was das bedeutet. Bis jetzt haben wir unsere Idee noch nicht in die Tat umgesetzt, aber mal sehen was daraus noch so wird. Das wäre auf jeden Fall extrem witzig, aber ich glaube dann wären alle Bofrotverkäufer sauer auf uns, weil wir ihnen das Geschäft kaputt machen, zumindestens für den einen Tag. Wir haben unser vorhaben sogar schon im Radio angekündigt, alle Ghanaer freuen sich extrem über unsere Idee ich glaube so voll wie es dann an den Tag werden wird, war es noch nie! Am Mittwoch haben ich dann das erste Mal Wasser aus unseren Dorfbrunnen geholt. Im Moment ist das Wasser bei uns echt ein absolutes Chaos, jetzt während den Ferien geht es wieder, aber vor den Ferien hatten wir bestimmt 1 Monat oder länger kein fließend Wasser. Bis jetzt hatte ich immer das Glück, dass ich meine Eimer irgendwie anders auffüllen konnte, oder das die Jungs meine Eimer mit aufgefüllt haben, aber diesmal musste ich wirklich zum Brunnen laufen und da ich waschen musste mehr als einmal. Ich hatte am nächsten Tag so Muskelkater! Es ist richtig anstrengend immer das Eimer aus dem Brunnen hochzuziehen und dann zum Haus zu schleppen. Ich bin auf jeden Fall richtig froh, dass wir im Moment wieder fließend Wasser haben, aber es ist echt erstaunlich wie wenig Wasser man verbraucht, wenn man das Wasser selber schleppen muss, da überdenkt man seinen Wasserverbrauch in Deutschland auf jeden Fall noch mal. Ich mein in Deutschland habe ich im Winter manchmal eine halbe Stunde unter der Dusche gestanden und hier komme ich mit einen halben Eimer Wasser zum Duschen aus. Da wird einen echt erst bewusst wie verschwenderisch man mit Wasser in Deutschland umgeht. Am Freitag ging es dann ab nach Winneba. Am Freitag war gottseidank Feiertag, so dass wir schon richtig früh los fahren konnten, ohne dass sich irgendjemand frei nehmen muss, wobei dieser jemand im Grunde ich bin. Fabi und ich fuhren direkt nach Winneba und klärten schon mal alles mit Hotel und so. Unser Resthouse vom letzten mal war leider absolut voll, also gingen wir erst mal zu Issac um in Ruhe, ohne dauerhaft von 10 Ghanaern umlagert zu sein überlegen konnten was wir tun wollen. Die Entscheidung enpuppte sich als äußerst klug, da Isaacs Bruder direkt neben Isaacs Haus ein Resthouse hat, in dem wir unter kommen konnten. Es war jedoch nur noch ein Zimmer frei, so dass wir zu 5 in einen Doppelzimmer schlafen mussten, was uns aber auch ein wenig entgegen kam, da wir so natürlich Geld sparen konnten. Wir waren in einen kleinen Haus untergebracht was wie ein kleines Strandhaus gewirkt hat, in dem Haus waren auch nur 2 Hotelzimmer. Das Haus hatte auch eine Küche, die wir mitbenutzen konnten und einen kleinen Garten, in dem man extrem gut relaxen konnte. Das Haus hat mir von der Atmosphäre her besser gefallen als das andere, weil es noch weniger diesen Hotelcharakter und noch mehr den Ferienhauscharakter hatte. Den restlichen Tag haben Fabi und ich am Strand und bei Isaac zu Hause verbracht. Wir haben Kokusnüsse gegessen, die direkt von den Palmen gepflügt wurden – es ist echt unglaublich wie die Ghanaer einfach ohne Probleme eine Palme hoch klettern können, manchmal verhaken sie die Beine so, dass sie in den Palmen sitzen und erst mal eine Runde relaxen, das ist echt geil. Bei Isaac waren auch noch zwei andere Rasterfari, so dass wir eine lustige kleine Gruppe waren. Das Wochenende hat extrem viel Spaß gemacht und war einfach richtig entspannend. Es gibt jedoch nicht so viel zu erzählen, da wir eigentlich nur den ganzen Tag am Strand gelegen haben und zum Essen zu Isaac gegangen sind, wo wir genauso wie beim letzten mal auch wieder getrommelt haben. Was sich jedoch richtig geil angehört hat, war wenn die 2 Rasterfari zusammen getrommelt haben, da alle von denen Trommeln können und das richtige Rhythmusgefühl haben hat sich das einfach richtig geil angehört und das ganze Wochenende wurde von Musik begleitet. Wenn wir morgens zum Frühstück zu Isaac gegangen sind wurde schon getrommelt und gesungen und wenn wir abends gegangen sind wurde immer noch gesungen. Für die Rasterfari ist jedoch auch die Musik der Weg um sich mit ihren Gott Jah zu unterhalten, weshalb Trommeln und Singen in ihren Leben eine wichtige Rolle spielt. Im Nachhinein muss man aber auch echt sagen, dass ein ganzes Wochenende mit 3 Rasterfari auch echt anstrengend werden kann. Die dauerhaften Rasterfari Weisheiten und das dauerhafte gechille und nichts getue kann einen irgendwann ein wenig auf die Nerven gehen. Das Leben ist echt zu geil, ich verstehe wirklich nicht wie die sich ihre Leben finanzieren mit dieser Einstellung, aber irgendwie schaffen sie es! Am Montag den 06.12. hat Sebi dann den Flug nach Hause angetreten, während wir am Sonntag zurück nach Kumasi gefahren sind, ist er in Winneba geblieben und ist am Montag morgen nach Accra gefahren um mittags seinen Flug nach Hause zu bekommen. 06.12. das heißt auch Nikolaus, wovon man hier natürlich herzlich wenig mitbekommen hat. Aber wir haben uns zur Feier des Tages abends was aus unseren Süßigkeitenvorrat gegönnt, den wir uns jetzt durch die ganzen Besuche aus Deutschland nach und nach angeschafft haben, wenn ich mich nicht recht irre hatten wir sogar was weihnachtliches Baumkuchen, oder Spekulatius. Wir haben sogar auch jeder einen Adventskalender. Ich habe sogar zwei, einen von meinen Eltern und einen von meinen Betreuer aus Deutschland, von denen ich jeden Tag die Türen öffne und mich auf das kleine Stück Schokolade freue! In der Woche ab den 06.12 haben wir es auch endlich geschafft unsere Präsentation fertig zu bekommen, so dass wir sie jetzt als Information an alle Leute schicken können. Naja fertig wäre ein wenig gelogen, wir warten nach wie vor auf den Kostenvoranschlag und den Bauchplan von Apao, aber der er Ghanaer ist und uns seit über einen Monat sagt, dass er uns die Unterlagen morgen gibt und wir sie immer noch nicht haben, haben wir uns entschieden die Präsentation jetzt erst mal ohne die Unterlagen zu versenden, so dass wenigstens schon mal weiter machen können, ich mein irgendwie müssen wir ja schließlich voran kommen, 10000 Euro sammeln sich ja schließlich nicht von alleine! Ansonsten haben wir die Woche noch mal viel mit Anne gemacht, da sie am Samstag ihren Heimflug nach Deutschland antritt. Am Donnerstag haben wir dann erfahren, dass Anne mit Malaria im Krankenhaus liegt. Das hat mir echt richtig leid getan, so kurz vor dem Heimflug und dann bekommt man noch mal Malaria das ist echt ärgerlich. Der Arzt hatte ihr auch erst geraten den Heimflug zu verschieben, aber sie hatten den Flug auch schon mal verschoben und wollte ihn nicht noch mal verschieben, außerdem will man auch einfach nur noch nach Hause, wenn man schon mal alles soweit geplant hat. Gottseidank ging es ihr eigentlich ganz gut und sie war nicht ganz so kaputt, dass sie den Heimflug wirklich antreten konnte. Am Samstag haben wir sie dann zum Flughafen gebracht um ihr noch mal tschüss zu sagen. Anne ist von Kumasi aus erst mal nach Accra geflogen. Als ich das das erste mal gehört habe, war das total absurd für mich. Es ist irgendwie für mich komplett fern innerhalb von Ghana zu fliegen. Fliegen spielt hier so eine kleine Rolle, ich wusste ehrlich gesagt noch nicht mal das das möglich ist und das Kumasi überhaupt einen Flughafen hat. Der Flughafen war auch einfach extrem geil, so richtig klein. Der Check-in Schalter bestand aus 2 improvisierten Schaltern. Die Kofferwaage war richtig oldschool, nicht digital, sondern mit so einer riesen runden Anzeige, wo man ablesen muss. Die Koffer werden hier auch nicht durchleuchtet, sondern per Hand mal eben kurz durchsucht. Die Koffer werden auch alle per Hand zum Flugzeug gebracht und sowas wie eine Ära, wo nur die Fluggäste reindürfen gibt es hier auch nicht. Es gibt auch keine Flugzeuge, die hier bleiben, jedes Flugzeug das kommt fliegt eine halbe Stunde später wieder weg. Wir haben dann mit Anne noch eine Weile gewartet, bis sie ins Flugzeug musste und konnte ihr dann auf den Weg ins Flugzeug noch mal winken und dann dem Flugzeug beim Wegfliegen zu schauen. Es war echt zu geil so einen Flughafen zu sehen, ich glaube sowas gibt es in Europa nicht. Es wäre echt so einfach hier irgendwie ein Flugzeug zu entführen oder so, aber naja Ghana interessiert halt ach niemanden und in dem Tank ist wahrscheinlich eh nicht genug, um aus Ghana rauszufliegen. An Dienstag, den 14.12. kam dann Gregor, ein neuer Freiwilliger. Fabi und ich fuhren nach Kumasi um ihn abzuholen, während Ruven und Cornelius zu Hause blieben um zu Kochen. Wir haben den Weg nach Kumasi noch mit einen kleinen Einkauf verbunden. Irgendwann bekamen wir dann einen Anruf, dass Gregor da sei und sind zu der Bushaltestelle gelaufen, die uns genannt wurde. Dort haben wir dann eine halbe Stunde Gregor gesucht und leider nicht gefunden. Ich war irgendwann richtig genervt, da ich nur noch Gregor finden wollte und dauerhaft von 10 Ghanaern belagert wurde, die mich in irgendwelche Busse oder Trotros zerren wollten und einfach nicht verstehen wollten, dass ich nicht verreisen will! Das geilste war, dass wir keine Nummer von Gregor hatten und ihn nicht fragen konnte wo er ist. Wir konnten auch Kekey (Die Person, die ihn in Accra in den Bus gesetzt hat) erreichen und ihn fragen wo Gregor ankommt. Torsten konnten wir auch nicht erreichen und Gregor hatte auch keine Nummern, so dass er auch niemanden erreichen konnten. Meine Laune ging absolut in Keller. Irgendwann haben wir dann an der Busstation gefragt, ob sie nicht mal an den anderen Busstationen anrufen können und fragen können, ob irgendwo ein Obruni sitzt, das einzige was wir jedoch erfahren haben war ein Name einer nahegelegenen Busstation, zu der wir dann gelaufen sind, damit wir wenigstens etwas zu tun hatten. Unsere Hoffnung war auch nicht ganz klein, da wir auch an der Busstation angekommen sind. Ruven und Cornelius versuchten in der Zeit irgendwen zu erreichen. Leider war Gregor auch an der Haltestelle nicht. Ich war echt soo angepisst, meine Beine taten weh, ich hatte Durst Hunger, meine Arme taten weh von den Einkäufen und ich wollte einfach nur noch nach Hause. Ich habe mich also erst mal hingesetzt, habe mir eine Cola und was zu Essen gekauft, um meinen Blutzuckerspiegel erst mal wieder ein wenig bergauf zu bringen. Irgendwann haben wir dann wirklich endlich eine Nummer von Gregor bekommen und ihn auch tatsächlich erreicht. Er konnte uns jedoch nicht den Namen der Haltestelle sagen, sondern nur 2 Straßennamen, die wir auch noch falsch verstanden. Diesmal bestand ich auf ein Taxi, ich wollte einfach keinen Schritt mehr gehen! Gottseidank hatte Gregor dran gedacht uns noch mal eine SMS mit den Straßennamen zu schicken, so dass wir richtig fahren konnten. Irgendwann haben wir dann tatsächlich Gregor gefunden und konnten uns endlich auf den Weg nach Hause machen! Am Mittwoch bekamen wir dann Besuch von 2 Leuten aus der Radiostation, für die wir Deutsch kochen sollten. Wir machten also Bratkartoffeln mit Salat. Es war ein richtig gemütlicher Abend. Akosia hatte Geburtstag und wir haben ihr eine Packung Tofifee geschenkt, die wir sogar dank einer Kerze als eine Art Geburtstagskuchen umfunktionieren konnten. Das Einzige Blöde war, dass sofern das Essen fertig war, beide sich auf den Heimweg machten. Wir machten uns aber nicht weiter Gedanken, da es in Ghana irgendwie nicht üblich ist nach dem Essen noch in Ruhe zusammen zu sitzen, für uns wirkte es am Anfang ein bisschen merkwürdig, mittlerweie kennen wir die Sitte, auch wenn ich sie immer noch doof finde, aber naja ist halt eine andere Kultur. Am Donnerstag gab es dann Ferien. Abends war noch ein Abschluß- /Weihnachtsgottesdienst. Der war echt ganz angenehm, die Schüler hatten ein Weihnachtsspiel vorbereitet es wurde viel gesungen und getanzt und hat echt Spaß gemacht. Es kam das erste mal ein wenig Weihnachtsstimmung auf, was hier echt schwer ist bei den Wetterverhältnissen. Am Freitag begannen dann Cornelius und Gregor ihre Reise. Sie wollten noch die Volta Region erkundschaften bevor wir uns in der Green Turtle Lodge trafen. Ich wollte erst mal ein paar Tage zu Hause entspannen und die Ferien ruhig angehen und nicht gleich wieder verreisen. Und genau das habe ich auch gemacht ich habe erst mal 3 Tage eigentlich nur gechillt und nichts gemacht, aber das hat einfach mal richtig gut getan nach dem Stress in den letzten Tagen. Am Freitag waren Ruven, Fabi und ich in Kumasi. Wir haben uns einen Toaster gekauft, den wir uns zu Weihnachten gegönnt haben, das wertet das Brot echt extrem auf. Jetzt schmeckt mir das Brot sogar einigermaßen wieder. Des Weiteren habe ich mir eine absolut geile, bunte Hose gekauft, die aus ganz vielen verschiedenen bunten ghanaischen Stoffen besteht und einfach nur absolut gemütlich ist. In der Hose lies es sich das Wochenende über perfekt chillen! Am Sonntag haben wir dann erfahren, dass Cornelius in der nähe von Hohoe in irgendeinen Kaff ins Krankenhaus gekommen ist mit Malaria. Das war echt krass. Wir hofften nur, dass er da nicht allzu lange bleiben musste, es war auch ein relativ kleines Krankenhaus und dementsprechend nicht gerade auf dem besten Standert. Cornelius musste in dem Krankenhaus aber leider relativ lange verbleiben, ich glaube bis Mittwoch oder so sogar. Leider konnten wir von Kumasi aus wenig machen. Es hätte auch keinen Sinn gemacht dahin zu fahren, außerdem war ja Gregor da, so dass Cornelius ja zum Glück nicht alleine war. Sooo ich glaube das waren so die Neuigkeiten der 3 Wochen. Liebste Grüße Mareike

Unser Trip nach Winneba


Bevor ich jedoch über unseren Trip nach Winneba erzähle, verliere ich erst mal ein paar Worte übe die Zeit vor Winneba, sprich die Zeit bis zum 04.11..

Hier in der Schule ging es ganz schön rauf und runter. In der Woche in der wir auch nach Winneba gefahren sind waren an der Schule Mok Examinations, sprich die Schüler haben in sämtlichen Fächern ihre Arbeit geschrieben. Das geilste an der ganzen Sache war jedoch, dass uns Sonntagabend die Arbeiten gegeben wurden und dass wir sie dann bis zum nächsten Tag alle auf den Computer geschrieben haben mussten, weil sie an dem nächsten Tage gebraucht wurden, was für uns eine kleine Nachtschicht bedeutete! Auf Grund der Examinations hatten wir auch Midholidays in der Schule (im Kindergarten nicht) weshalb wir auch den Trip nach Winneba machen konnten. Jedoch kann man die Ferien nicht mit Ferien bei uns vergleichen, eigentlich war es nur ein verlängertes Wochenende. Die Schüler durften am Donnerstag nach Hause und mussten am Montag zurück in der Schule sein. Manche Schüler haben sich natürlich wieder ein paar Tage länger frei genommen, aber alles in allem ging es doch erstaunlich schnell wieder richtig los, wir haben damit gerechnet, dass es länger dauern wird.

Durch die Examination ist mal wieder mein Deutschunterricht ausgefallen, richtig geil wir haben echt schon lange Schule und ich habe bis jetzt 1 mal Deutschunterricht gegeben!

Jedoch habe ich am Montag (1.11) das erste mal die Public lesson hier an der Schule mitgehalten. Jeden Montag wird hier für die Öffentlichkeit eine Deutschstunde angeboten, die aber eigentlich nur von den Lehrern der Schule warhgenommen wird, vielleicht muss sich das ganze einfach noch ein bisschen mehr rumsprechen. Bis jetzt waren die Lehrer wenigstens relativ motiviert, so dass die Publiclessons wohl Spaß gemacht haben. Aber an diesen Montag hat es einfach absolut keinen Spaß gemacht, es war genauso schlimm wie vor einer unaufmerksamen Klasse. Die Lehrer hatten garkeinen Bock, der eine hat sich auf den Tisch gelegt und ist fast eingeschlafen und auch die anderen Lehrer waren alles andere als aufmerksam! Es war schon ein wenig nervig, wir haben die Stunde dann auch abgebrochen, weil es einfach keinen Sinn hatte. Was ich einfach nicht verstehe ist, warum sie dann überhaupt zu der Stunde kommen, weil die Stunde ist freiwillig, es zwingt sie niemand dazu! Aber naja….

An demselbigen Montag ist auch Jonas, der mit uns zusammen nach Ghana gekommen ist und in Accra gewohnt hat zurück nach Deutschland geflogen. Bei seiner Stelle hat irgendwie alles nicht so ganz funktioniert, er ist mitten in eine Umbruchphase gekommen und hatte auch kaum etwas zu tun, was alles ein wenig schwierig gemach hat. Irgendwie ist es richtig komisch zu wissen, dass er jetzt wieder in Deutschland ist und das jetzt auch schon wieder für 2 Wochen.

So, da sonst in der Woche nicht viel passiert ist komme ich jetzt mal zu Winneba….

 

Wie schon erwähnt haben wir in den Midholidays ein wenig Urlaub in Winneba gemacht (vom 04.11.-07.11.). Fabian konnte uns leider nicht begleiten, da er nach wie vor wegen der Malaria noch nicht ganz fit war, dafür hat uns Anne begleitet!

Winneba ist ein kleines Örtchen direkt am Meer, zwischen Accra und Cape Coast. Das Einzige dumme an dem ganzen Trip war, dass ich keine Midholidays im Kindergarten habe, sprich ich musste dafür am Freitag und Donnerstag mittag den Kindergarten ausfallen lassen, was mir ein wenig unangenehm war, da ich Montag, Dienstag und Mittwoch auch schon nicht komplett da war. Da ich Montag dachte, dass ich Deutschunterricht hätte, Dienstag sollte eigentlich ein Meeting in der Schule sein, welches dann doch nicht war und Mittwoch hat das Meeting dann statt gefunden! Aber gottseidank sehen die das ganze im Kindergarten etwas lockerer und haben mir keinen Stress gemacht, trotzdem hatte ich einfach ein schlechtes Gefühl.

Wir haben uns diesmal entschloßen mit einen Kleinbus (eigentlich kann man es auch Trotro nennen) zu fahren, da das die billigste Variante ist. Als wir an der Busstation ankamen durften wir erst mal 3 Stunden warten bis unser Kleinbus nach Winneba los fuhr, dass war wunderbar, da es extrem warm war und man fast eingegangen ist. Die 6 Stunden fahrt haben wir dann wirklich auf kleinsten Raum verbracht und ohne Klimaanlage. Man hatte noch nicht mal genug Platz seine Beine gerade vor sich hinzustellen… nach den 6 Stunden hat einen wirklich alles weh getan. Die hellen Klamotten waren nach der Fahrt so dreckig! Dadurch, dass es keine Klimaanlage gibt, fährt man dauerhaft mit offenen Fenster, wodurch der ganze Sand von den Straßen in das Trotro weht und einen Dreckfilm auf dem ganzen Körper hinterlässt.. sehr geil!

Wir kamen ziemlich spät abends an, aber hatten einfach ein wunderbares Hotel. Wir haben in einen alten Army Stützpunkt gewohnt, der zu einem Resthouse umgebaut wurde. Das Haus war einfach Traumhaft und sah aus wie eine große Strandvilla in weiß. Die Zimmer waren auch eigentlich echt ok, zwar ein wenig dreckig, aber ok. Eigentlich gab es auch einen AC, der aber in unseren Zimmer nicht funktioniert hat, genauso wie der Fernseher. Der Preis des Hotels ließ aber über die kleinen Mängel hinwegsehen.

Direkt vor unseren Zimmer war eine kleine Terasse von der aus man direkt zum Meer gucken konnte und die Lagune angucken konnte, es war einfach nur ein Traum, ein Ort an dem man seine Gedanken baumeln lassen konnte, genauso wie in ganz Winneba!

Da wir den ganzen Tag noch nichts gegessen hatten, hat uns ein extremer Hunger geqäult. Samy, der Hotelier war so freundlich und hat uns zu einer nahegelegenen Strandbar geführt, in der wir ein kulinarisches Highlight erlebt haben. Es gab Pommes, mit Hähnchen und Salat, das war extrem geil, nur leider sehr teuer und viel zu wenig, wenn man den ganzen Tag noch nichts gegessen hat.

Nachdem wir gegessen hatten, haben wir noch einen ersten Blick auf das Meer gewagt, es war schon im Dunkeln einfach nur wunderschön und man kam sich vor wie im Paradies.

Samy war so nett und hatte auf uns gewartet, um uns auch wieder sicher zurück zum Hotel zu führen. Samy war sowieso ein extrem netter Hotelier, der sich das ganze Wochenende extrem gut um uns gekümmert hat.

Am nächsten Tag war ich schon extrem früh wach, zu erst hat es mich nur auf die Terasse gezogen, aber auf der Terasse wurde dann in mir ziemlich schnell die Sehnsucht geweckt an den Strand zu gehen. Also habe ich mir meine Kamera geschnappt und bin noch vor den Frühstück alleine an den Strand gegangen um einfach nur den Moment zu genießen und Fotos zu machen. Ich war so extrem gut drauf und habe mich auf dem Weg sogar mit jeden Ghanaer unterhalten der mir entgegen kam. Der Strand war einfach so traumhaft, das wellige Meer, der Sandstrand, die Palmen, einfach alles. So früh morgens hat man noch ganz viele Fischer gesehen. Am Strand hat man sowieso teilweise das ein oder andere Fischerboot gefunden. Das Beste war jedoch, dass der Strand ganz entgegen gesetzt meiner Befürchtungen überhaupt nicht dreckig war, was aber glaube ich daran lag, dass Winneba schon ein wenig touristischer ist und jeden morgen von Reinigungskräften gesäubert wird.

Den Rückweg bin ich Barfuß gelaufen, weil ich meine Füße in dem Moment des Glücks einfach nicht einsperren wollte, sie sollten einfach frei sein!

Auf dem Rückweg habe ich auch noch ein absolutes Highlight erlebt, ich habe ein Chameleon gesehen, wie es ganz langsam schritt für schritt über die Straße geschlendert ist und dann in den nächsten Busch verschwunden ist, leider habe ich das alles nicht schnell genug realisiert um davon ein Foto zu machen. Trotzdem habe ich das ganze dann erstmal Cornelius erzählt um ihn neidisch zu machen, da er absolut verrückt danach ist ein Chameleon zu sehen!

Nachdem wir uns dann mit einen Frühstück im Hotel gestärkt hatten, zu dem es sogar Kaffee und Tee gab, haben wir uns kurz auf den Weg ins Dorf gemacht um noch was zu Essen und zu Trinken zu kaufen, so dass wir alles für einen perfekten Strandtag hatten.

Am Strand haben wir uns dann alle einen guten Sonnenbrand eingehandelt, und das obwohl wir uns regelmäßig umgelegt haben in den Schatten der Palme und ich hab mich teilweise sogar mit 50er Sonnencreme eingecremt, aber die Sonne hat einfach so krass geknallt.

Das Meer war einfach unglaublich. Die Wellen und die Strömung waren so stark, dass man garkeine Möglichkeit hatte mal ein wenig weiter rauszuschwimmen, ohne glaube ich wirklich in Lebensgefahr zu schweben. Die Wellen haben einen regelmäßig richtig umgehauen, was eigentlich ganz lustig war, bis zu den Moment, als ich so umgehauen wurde, dass ich einfach nicht wieder auf die Beine kam und ziemlich über den Sand geschliffen wurde, was ein wenig weh getan hat, dass hat mir nicht sehr viel Spaß gemacht.

Am nächsten Tag waren die Wellen sogar noch stärker, da bin ich dann nicht mehr ins Wasser gegangen, aber auch, da ich nicht wieder nur im Bikini in der Sonne sein wollte und dadurch dann noch mehr Sonnenbrand riskieren wollte.

Am Strand haben wir dann auch Isaac kennen gelernt. Isaac ist einfach ein extrem cooler Rasterfari, der den Rasterfariglauben einfach komplette lebt, weshalb sein kleiner Hund auch Jahlife heißt. Der Lieblingsspruch von Isaac, den er auch immer wieder gebracht hat war „It is nice to be nice, Es ist gut gut zu sein!“ Isaac hat uns dann für abends auch direkt bei sich zu Hause eingeladen. Er wohnt einfach richtig cool. Sein Haus ist zwar noch nicht ganz fertig.. hat noch kein Dach, kein Strom und kein Wasser, aber trotzdem ist es einfach geil! In Ghana ist es relativ normal, dass man auch schon in unfertigen Häusern wohnt, da hier ein Häuserbau sehr viel länger dauern kann als in Deutschland, dadurch, da hier öfter mal zwischen drin das Geld aus geht. Von Isaacs Balkon aus kann man direkt aufs Meer gucken und an den Wänden hat er überall den Löwen gemalt und Rasterfariweisheiten geschrieben. Sein Garten ist sogar schon angelegt und richtig richtig cool mit total vielen Obstbäumen. Die Dusche befindet sich auch in dem Garten. Irgendwie hat das einfach alles Stil.

Nach unseren Strandtag gingen wir dann schnell nach Hause um uns fertig zu machen und dann ging es ab in die Stadt und die Dinge einkaufen, die wir zum Kochen benötigten. Die Altstadt von Winneba ist auch richtig cool, irgendwie merkt man voll, dass man am Meer ist, die Leute sind noch ein stück chilliger als bei uns und überall liegt nicht dieser roter Sand rum wie hier in Kumasi, sondern weißer Sand vom Strand.

Bei Isaac haben wir dann währen er gekocht hat eine kleine Trommelstunde bekommen. Isaac hat Musikstudiert und richtig viele Trommeln zu Hause. Es hat sich zwar nicht wirklich gut angehört, aber es war einfach ein richtig tolles Feeling draußen auf der Terasse im Dunkeln zu sitzen und zu Trommeln und teilweise hat es sich auch gut angehört.

Nach dem Essen sind wir noch an den Strand gegangen und haben die Sterne beobachtet. Der Sternenhimmel war einfach tausend mal eindrucksvoller als in Deutschland. Die Sterne haben richtig geblinkt, also ihre Helligkeit verändert, man hat Sternschnuppen gesehen, der Polarstern war einfach so hell und man hatte das Gefühl, dass man die Sternenbilder sieht, aber ganz ganz ganz entfernt, richtig richtig klein, so dass es aussah, als ob irgendjemand das Sternenbild an den Himmel gemalt hätte. Der Sternenhimmel hat mich einfach richtig richtig fasziniert.

Nachdem wir dann eine ganze Weile am Strand verbracht haben und es auch nach und nach immer später wurde haben wir uns auf den Weg in unser Hotel gemacht, da es am nächsten Tag wieder früh aufstehen hieß.

Morgens um 7 haben dann die Jungs an unsere Tür geklopft und uns netter Weise mitgeteilt, dass sie sich jetzt mit Isaac treffen, um die Stadt und den Hafen anzugucken. Da wir das natürlich auch machen wollten hieß aufstehen und fertig machen.

Das Wetter war an dem morgen nicht so berauschend, es hat ein wenig gerieselt und sah einfach unfreundlich aus. Also entschieden wir uns als wir schon auf dem Weg waren einfach fürs Frühstück einzukaufen und dann im Hotel erst mal richtig schön zu frühstücken. Im Hotel fragten wir dann nach Kaffee und Tee, was zu einer solchen Verwirrung geführt hat, dass wir noch ein ganzes Frühstück bekommen haben. Ich glaube der Typ hat auch gedacht, dass wir total verrückt sind, da wir am Abend vorher eigentlich das Frühstück auf Grund von Kostengründen abbestellt haben. Naja…. Nachdem wir uns also mit zweifachen Frühstück gestärkt hatten ging es los zur Stadt.

Direkt an unseren Hotel trafen wir einen Bekannten von Isaac, der glaube ich in den Staaten wohnt und jetzt im Alter nach Winneba ziehen möchte und dafür sich ein Haus sucht. Dieser Bekannte war so nett uns mit seinen Auto mit an den Hafen und den Fischmarkt zu nehmen, natürlich nicht ganz ohne Hintergedanke, er wollte selber Fisch kaufen und Isaac wusste als Einheimischer natürlich besser wo man Fisch gut und billig kaufen kann.

Der Fischmarkt war auf seine ganz eigene Art und Weise beeindruckend und ich habe ständig zwischen Ekel und Bewunderung hin und her geschwankt.

Der Fischmarkt ist überhaupt nicht groß, über eine paar meter verteilt stehen verschiedene Frauen und verkaufen Fisch. Der Fisch ist in großen metallenen Behälter, oder in Behältern aus Bast aufbewart, die dann auf dem Boden neben einander aufgereiht sind und alle Leute rufen durcheinander, wie Ghana nunmal ist.

Wenn man sich dann für einen Fisch entschieden hat, wird dieser erst mal vor dem Kauf bearbeitet, was folgenden Prozedere folgt: erst werden dem Fisch die Schuppen mit einen kleinen Messer abgescharpt, dann wird ihm unter den Kopf ein Schnitt gemacht, alle Flossen werden mit einer normalen Schere abgeschnitten und zu guter letzt wird das Gehirn, Augen,…. also alles was mit im Kopf hat durch den Schnitt rausgezogen. Das war der Teil, der mich ein wenig angeekelt hat.

Trotzdem hat so ein Markt einfach einen Flair, der einen einfach mitreißt.

Auch der Hafen ist einfach auf seine eigene Art und Weise einfach wunderschön und verbreitet einen ganz besonderen Flair.

Im Ganzen Hafen stehen diese typischen, ghanaischen, bunt angemalten Kanus, die zum Fischen verwendet werden. Die bunte Farbe und die hölzernen Kanus verleihen dem Ort eine total freundliche Ausstrahlung. Der Flair wird von den arbeitenen Fischen noch einmal unterstützt, von den Schiffen die man weiter draußen auf See sieht und den ghanaischen Charakter, der hier natürlich auch nicht auf der Strecke bleibt.

Trotzdem hat der Ort auch seine traurigen Seiten. Am Hafen entlang gibt es einen richtigen Dreckstreifen, der bestimmt einen meter breit ist und daher ruht, dass der Dreck von dem Wasser angeschwemmt wird. Ich finde es einfach richtig traurig wie man so einen wunderschönen Ort  so vermüllen lassen kann, aber man darf halt einfach nicht vergessen, dass es hier wirklich keiner besser weiß.

Vom Hafen aus sind wir mit Isaac ein Stück zu einen Fluss gelaufen, der direkt neben dem Meer verläuft. Die ganze Stadt hat einfach diesen Fischerflair. Überall findet man die typischen Kanus, sei es neben einen Fußballplatz, oder im Gebüsch, aber irgendwie verleiht es der Stadt einen romantischen und wilden Charakter. Die Bilder die man da sieht könnten exakt von einen Maler aus der Zeit der Romantik stammen. Es ist unglaublich schön.

Die Idee, die uns zum See trieb, war, dass wir dort ein Kanu von einen Freund von Isaac ausleihen können und dann von See aus die Natur angucken können. Das Problem war jedoch, das die Trockenzeit schon viel zu sehr fortgeschritten war und der Fluss nicht mehr genug Wasser für ein solches vorhaben hatte.

Trotzdem war der Weg nicht umsonst, da am See direkt ein Rasterfarihotel war, welches wir uns erst mal anguckten. Das  Hotel wurde von einen Jamaikaner gebaut. Das Hotel hat einfach seinen ganz eigenen Charakter und strahlt eine unglaubliche Ruhe aus. Es ist sogar in den Jamaikafarben gestrichen und überall sieht man den Löwen von Jah und das Hotel beinhaltet einfach alle Rasterfariweisheiten, es würde mich nicht wundern, wenn man an der Theke ohne weiteres Gras bekommen würde! Das lustigste an dem Hotel fand ich aber, dass wirklich alle Bedienungen Rasterfari wahren, selbst die Tochter hatte Rasterlocken, zu geil! In dem Hotel haben wir ein Getränk zu uns genommen und zwar auf einer Terasse, die auf dem Gebäude war, so dass man einen perfekten Blick auf das Meer, den See und die ganze wunderschöne Natur hat.

Nachdem Ausflug ging es noch mal schnell einkaufen, damit wir abends wieder bei Isaac kochen können.

Auf dem Markt haben wir einen etwas verrückten Mann aufgegabelt, der uns nicht mehr alleine gelassen hat und uns überall hin verfolgt hat, sogar später auf unseren Heimweg. Der Mann hat die ganze Zeit unverständliches Zeug geredet, dass einzige Wort, dass man verstand war Chuck Norris. Als ich das Wort gehört habe musste ich einfach so anfangen zu lachen, woher kennt ein verrückter Ghanaer bitte Chuch Norris?! Naja wir sind den Mann auf jeden Fall dann dadurch los geworden, dass wir ihn ein Stück vorlaufen lassen haben, dann bis 3 gezählt haben und dann in eine kleine Gasse gerannt sind und weggerannt sind.

Beim Weglaufen hatten wir direkt die nächste lustige Erfahrung, ein netter Mann wollte mich kaufen und hat Isaac Busse für mich angeboten, aber Isaac war so nett ihm klar zu machen, dass ich nicht zu verkaufen bin.

Den restlichen Tag haben wir am Strand verbracht, ich in Klamotten, da mein Sonnebrand schon stark genug war und ich definitiv nicht noch mehr Sonnenbrand bekommen wollte.

Den Abend haben wir wieder bei Isaac verbracht, es war wieder extrem chillig. Wir haben wieder getrommelt und einfach nett beieinander gesessen.

Danach sind wir noch auf eine Beachparty, bei der einer der besten Djs Ghanas kommen sollte. Vor der Party war einfach so ein komischer Flair. Da standen die ganzen obercoolen Ghanaer mit ihren Autos (und wirklich fast niemand hat in Ghana ein Auto!) und haben sich irgendwie selber profiliert. Ich konnte damit garnichts anfangen, die Leute haben mich irgendwie ein wenig genervt. Und dazwischen standen dann die Nutten, die gehofft haben unter den möchtegern reichen Leuten ihre Freier zu finden.

Drinne sind wir dann bevor der Dj da war alle reihenweise eingeschlafen (wir haben halt die ghanaische Mentalität schon vollsten in unser selber aufgenommen) und sind gegangen bevor der Dj kam, jedoch haben wir am nächsten Tag erfahren, dass er garnicht kam (auch typisch irgendwie), also haben wir ja nichts verpasst.

Den letzten Tag habe ich auf unser wunderschönen Terasse mit Tagebuch schreiben verbracht.

Die Rückreise war nicht ganz so beengend wie die Hinfahrt, jedoch mussten wir über Accra fahren, dass war ein wenig nervig, vor allem weil der Umstieg echt stressig war.

In Accra an der Busstation kamen auf einmal 10000 verschiedene Bus und Trotrofahrer zu dir und wollen, dass du mit ihrem Auto fährst und man selber weiß garnicht wo man hingehen soll und mit wem man als erstes reden soll, hinzu kommen noch die 10000 Verkäufer, die dir die ganze Zeit irgendwas verkaufen wollen. Mich hat die ganze Situation irgendwie überfordert.

Auf der Rückfahrt hatten wir sogar einen Fernseher im Trotro, den wir uns aber glaube ich alle lieber weg gewünscht hätten. Ghanaische Filme (bzw nigerianische oder so) sind das schlimmste was es auf der ganzen Welt gibt. Es geht immer nur um ein Theme, um irgendeinen Ehebruch und darüber wir dann 1 Stunde diskutiert, aber in einer Lautstärke, es wird nur rumgeschrieen und die Qualität ist auch noch richtig richtig schlecht, es wirkt einfach alles richtig gespielt, meistens gibt es auch nur eine oder höchstens zwei Kulissen, also wie ihr merkt sind diese Filme äußerst Vielfältig, aber die Ghanaer haben sich sehr über den Fernseher und den Film gefreut!

 

Zu Hause hatte Fabi sogar schon Essen gekocht, wir hatten uns so gefreut, dass war das geilste was er hätte machen können, nachdem wir fast den ganzen Tag nicht wirklich irgendwas gegessen hatten.
Sooo das wäre es jetzt auch über das Wochenende

Liebe Grüße sendet euch

Mareike

Unser Trip nach Techiman


Soo… Erst mal eine kleine Gebrauchsanweisung. Da ich in letzter Zeit kaum Zeit hatte, aber tortzdem immer wieder meinen Blog erneuert habe, gibt es jetzt 3 neue Beiträge, wer also chronologisch vorgehen möchte, sollte also nicht mit diesen Beitrag, sondern mit den Blogeintrag „Und mal wieder einer neuer Eintrag“ anfangen, der ist der vorvorherige.

Torsten ist schon wieder weg und bevor ich zu unseren Wochenendtrip nach Techima komme, arbeite ich erst mal kurz die Tage vor Techima auf.

 

In der letzten Woche ist eigentlich garnichts viel passiet und trotzdem hatte ich einfach viel zu wenig Zeit, aber ich bin ja auch immer bis 2 oder halb 3 im Kindergarten, da ist ja dann schon mal eine Menge des Tages weg und wenn man dann noch kocht und kurz was erledigen muss ist der Tag auch schon wieder vorbei.

Am Montag (23.11.) habe ich mich mal wieder ein wenig um unser Projekt Sportplatz gekümmer (wofür ich übrigens immer noch dankend jeden Tip und jede Hilfestellung entgegennehme ;) ). Wir hatten in der letzten Woche in der Schule einen Sportwettbewerb zwischen den Häusern. Die Schüler sind hier in 3 Häuser eingeteilt, welche eigentlich nichts anderes, als die Reihen bei der morning assembly, sind. Auf jeden Fall haben wir diese Möglichkeit genutzt, um die Schüler mal beim Sport machen zu benutzen, um Fotos von der momentanen Sportsituation an der Schule zu machen. Die Fotos brauchen wir dann, um eine Präsentation herzustellen, die wir dann bei Briefen und ähnlichen mitschicken können.

Des Weiteren habe ich mich noch ein wenig um mein Projekt „ich bastel für den Kindergarten“ gekümmert. Ich werde den Kindern Sterne geben, die sie dann mit Papierschnipseln und Punkten bekleben dürfen oder anmalen dürfen, also alles in allem einfach verzieren dürfen, dafür durfte ich also in den letzten tagen Sterne ausschneiden und Papierschnipsel und Punkte ausschneiden. Ich bin aber echt erstaunt, dass der Kindergarten so ohne weiteres Kleber für mich gekauft hat, damit ich das mit den Kindern machen kann, damit hätte ich nicht gerechnet, da bin ich echt positiv überrascht!

Kombiniert mit e-mails und Blogeinträge schreiben, waren diese Dinge meine Hauptaufgaben in der letzten Woche.

Am Donnerstag waren wir dann das erste mal mit unserer Radiosendung life by Mynd Fm on air. Ich muss ja sagen, das meine anfänglichen Zweifel sich total im Winde verweht haben. Zwar es komplett entgegengesetzt unser Vorstellungen, aber gut!
Wir hatten eigentlich geplant in der ersten Sendung nicht ganz so viel zu reden und viel Musik zu spielen, also deutsche Musik, wir wollten ein Crossover durch verschiedene Musikrichtungen in Deutschland machen. Tatsächlich war es jedoch so, dass garkeine Musik gespielt wurde und die ganze Sendung nur geredet wurde. Uns wurde ein erfahrener Radiosprecher (Desmont) zur Seite gestellt, der die Sendung mit uns gemacht hat.

Das ganze sah dann so aus, dass wir ihn ein paar Deutsche Begriffe beigebracht haben, uns vorgestellt haben und dann gelegentlich mal jemand angerufen hat, um uns etwas zu fragen. Trotzdem war die Stimmung einfach total entspannt und es hat Spaß gemacht.

Desmont ist auch ein total lockerer Typ, mit dem man sowas gut machen kann.

Wir haben mit ihm jetzt aber trotzdem schon mal besprochen, dass wir das nächste mal gerne ein wenig Musik spielen würden.

Ich glaube auch, dass die Radiosendung so keinen Sinn macht, wenn man nur eine Vokabel nach der anderen raus haut, aber dass ist ja sowieso die Frage in wie fern sowas Sinn macht, aber vielleicht gibt es ja den einen oder anderen, der uns wirklich immer zu hören will, sich die Dinge aufschreibt und lernt, dann hätte das ja alles schon einen Sinn!

Ich freue mich auf jeden Fall schon wieder auf unsere nächste Radiosendung.

 

 

Soo und da war es auch schon wieder- Wochenende und wir sind bei unseren Trip nach Techiman angelangt (26.11.-28.11.). Techiman ist ungefähr 3 Stunden nördlich von Kumasi und liegt in der Brong Ahafo Region.

Nachdem ich morgens im Kindergarten gearbeitet habe ging es los, diesmal mit Metromas von Kumasi aus. Metromas ist ein Busunternehmen in Ghana, dass weitere Strecken fährt und mit die billigste Variante ist in Ghana zu reisen, dazu kommt, dass es auf Grund ein wenig mehr Beinfreiheit auch etwas gemütlicher ist als mit Trotro zu reisen.

Für den Weg holten wir für jeden noch eine frische Ananas, die man geschnitten an jeder Straßenecke bekommt. Es ist übrigens unglaublich wie viel besser hier alle Früchte schmecken, ich bin hier zum richtigen Fruchesser geworden, jeden Tag so 3 Orangen und 4-5 Bananen und abens holen wir uns dann ab und an mal eine Kokosnuss, Wassermelone, Papaya oder Ananas. Bald fängt auch die Mangosaison an, darauf freuen wir uns schon richtig.

Als wir dann in Techiman ankamen hieß es mal wieder erst mal Hotel suchen. Die Hotels sind in Techiman verhältnismäßig echt teuer, wir hatten Glück, dass wir die Einzelzimmer in den einen Hotel dann zu 2 beziehen durften und das war echt mehr als ok, die Betten waren groß genug. Dafür war das auch das erste Hotel hier, wo wir im Badezimmer vom Hotel aus ein Handtuch hatten und es gab einen Essraum/ Restaurant unten wo man frühstücken musste, sonst haben wir immer einfach das Frühstück aufs Zimmer bekommen.

Im Hotel hatte ich auch ganz kurz die Möglichkeit mir mal wieder eine Zeitung anzugucken. Ich habe jedoch nur einen kleinen Blick über die Titelseite geworfen und habe echt einen Schock bekommen. Der Artikel auf der Titelseite ging über eine 70 jährige Frau, die in einen Auto angezündet wurde, weil sie beschuldigt wurde eine Hexe zu sein. Irgendwie kam mir die Zeitung durch den Artikel ein wenig wie die Bildzeitung vor, deshalb ist auch die Frage wie viel davon jetzt tatsächlich stimmt, aber trotzdem einen wahren Kern, der dann natürlich mit der menschlichen Übertreibungskraft ausgeschmückt wurde, muss es ja geben. Vor allem war am selben Tag bei uns in der Schule eine Infoveranstaltung für die Schüler, über alles mögliche von „ wie benutze ich die Library“ bis zu „was soll ich in der Zukunft machen“. Und ein Thema war auch Hexen und Zauberer und wie ich mich davor schützen kann, dass fand  ich echt schon krass. Und dann liest man am selben Tag noch so einen Artikel in der Zeitung, dass war echt krass.

Gegenüber vom Hotel war ein Garten, der zum Hotel gehörte. Der Garten war total traumhaft mit einen Brunnen und kleinen Pavillions, jedoch gehörte alles zu einen Restaurant, dessen Preise nicht unseren Preisvorstellungen entsprachen, weshalb wir den Garten eigentlich nicht genutzt haben.

Im Hotel angekommen haben wir erst mal geduscht. Nach längeren Trotro oder Busfahrten hat man nämlich immer einen absoluten Dreckfilm auf der Haut. Dadurch, dass es keine Klimaanlagen gibt wird immer mit offenen Fenster gefahren. Die Straßen sind voll mit dem roten Sand, der hier überall rum liegt, dieser weht dann in die Fenster und legt sich als Dreckschicht auf deine Haut, da man natürlich auch noch die ganze Zeit schwitzt fühlt man sich nach solchen Fahrten echt immer extrem eckelhaft.

Den Abend haben wir dann in einer Chop Bar am Straßenrand ausklingen lassen. Chop Bars sind in Ghana die Bars, in denen man auch was zu Essen bekommt, nichts spektakuläres meistens einfach nur Reis oder Fufu, aber dafür ist es richtig schön billig. Reis war auch unsere Hauptmahlzeit in den ganzen Tagen von irgendwelchen Straßenständen, oder in irgendwelchen Chop Bars. Es ist halt einfach die beste Art sich in Ghana preiswert zu ernähren mit 1 Euro pro Portion und dafür bekommt man eine ordentliche Menge Reis, ein kleines bisschen Salat und noch einen Hähnchenschenkel.

Unsere Chop Bar an dem Abend war an der Hauptstraße gelegen und ermöglichte uns somit voll das Stadtleben Techimans mitzubekommen. Techiman hat einen ganz eigenen Flair, man sieht richtig viele Fahrrad und Rollerfahrer, was man in Kumasi und Umgebung echt fast garnicht sieht und die Taxen sind alle die selben kleinen Autos, was total lustig ausieht, da die meisten Autos auf der Straße hier ja Taxis sind und wenn dann so eine Autoschlange kommt und alle Autos sehen gleich aus, sieht richtig lustig aus.

 

Am nächsten Tag haben wir das Boabeng-Fiema Monkey Sanctuary besucht, welches ungefähr 1-2 Stunden von Techiman weg ist. Die Fahrt dahin haben wir in den kaputtesten Trotro gemacht, welches ich bis jetzt in meinen Leben hier gesehen haben, aber wir haben es trotzdem geschafft anzukommen.

Boabeng- Fiema sind Städte in denen die Menschen mit den Affen aus den nahe gelegenen Wald seit 200 Jahren zusammen leben. Ein Priester hat vor 200 Jahren einen Schrein aus dem Wald geholt und hat den Leuten prophezeit, dass wenn sie den Schrein in ihren Dorf lassen, werden die Affen in das Dorf kommen. Die Affen sind in den Städten heilig gesprochen, wodurch ihnen keinen Leid angetan werden darf, was dazu führt, dass die Affen zugänglich geworden sind. In den Sancturary gibt es zwei Hauptsorten Affen, die schwarz- weißen Affen und die Mona Affen. Zugänglich sind nur die Mona Affen, da sie menschliches Essen essen.

Jeden morgen gegen 6 Uhr und ab 4 Uhr kommen die Affenrudel in das Dorf, weil sie wissen, dass  zu den Zeiten gekocht wird. Die Affen gehen dann von Haus zu Haus und holen sich ihr Essen ab, jedoch auch nur die Mona Affen. Da wir leider nicht zu den Zeiten in dem Dorf sein konnten, konnten wir uns das Phänomen nicht angucken.

Wir sind zusammen mit unseren Guide durch den Wald gelaufen und wir hatten tatsächlich die Möglichkeit beide Affensorten zu sehen. Die Mona Affen konnten wir sogar mit unseren Brot füttern, so dass sie ganz nahe an uns ran gekommen sind. Es ist unglaublich, man läuft durch die freie Natur, kein Käfig, kein Zaun, kein Zoo garnichts einfach nur ein ganz normaler Wald und man sieht Affen, die dann auch noch so zugänglich sind, dass man sie füttern kann und in einer Menge Affen sitzt. Wir waren auf jeden Fall alle total begeistert. Man durfte die Affen aber leider nicht anfassen, da sie dann die Idee bekommen gejagt zu werden und weg rennen.

Die black and white Monkeys hat man immer nur hoch oben in den Bäumen gesehen.

Neben den Affen hatte der Wald einfach auch eine absolut geile Flora zu bieten. Es gibt Bäume, die unendlich groß sind und tierisch hoch (der höchste Baum in Ghana ist 70 meter hoch), diese Bäume haben auch einfach einen richtig dicken Stamm. Das erste was uns zu den Stamm aufgefallen ist, ist, dass bei so einen Stamm eine Kommode einfach aus einen Stück Holz machen kann. Am faszinierensten fand ich jedoch  eine Art Parasit. Der Parasit schlingt sich von außen um den Baum und tötet den Baum nach und nach ab, so dass der eigentliche Baum irgendwann nicht mehr vorhanden ist, so kommt es auch, dass wir einen Baum gefunden haben, in den man rein gehen konnte, da nur noch der Parasit außen vorhanden war.

Alles in allen war es in diesen Wald genauso wie in Deutschland Regenwälder immer dargestellt werden. Wir haben sogar den Lianentest gemacht, es ist tatsächlich wahr, das Lianen das menschliche Gericht aushält. Es gibt nämlich Lianen, die man wie eine Schaukel benutzen kann.

In dem Wald gibt es auch eine Grabstädte für tote Affen, wo dann Schilder mit den Namen aufgestellt sind.

Unsere Führung hat dann in dem Örtchen Boabeng geendet, wo man natürlich auch Souvenirs kaufen kann.

Nachdem unser Guide dann weg war haben wir uns noch mal auf eigene Faust durch den Wald gemacht, um noch mal alles in Ruhe anzugucken, so lange bis wir von unseren Taxifahrer geholt wurden. Der Guide hatte uns nämlich extra ein Taxi organisiert mit dem wir zurück kommen, weil es nämlich sonst garnicht so einfach ist aus dem Örtchen weg zu kommen.

Wir hatten auch eine äußerst angenehme Taxifahrt bis Nkoranza. Wir mussten zu 4 auf die Rückbank, weil der Fahrer noch 2 weitere Personen mitnehmen wollte, die dann zusammen auf den Beifahrersitz mussten. Das gute an der Sache ist nur, dass das Auto so klein war, dass wir nicht zu 4 auf die Rückbank gepasst haben, weshlab sich Sebi dann einfach quer über uns gelegt hat, irgendwann hat mir mein Bein so weh getan! Ich glaube das war für uns alle keine sehr angenehme Taxifahrt.

Zurück in Techiman haben wir uns erst mal in einer Bar mit Cola erfrischt und eine Kleinigkeit gegessen. Da es schon relativ spät war entschieden wir uns einfach uns erst mal im Hotel zu erischen, da man durch die ganzen Fahrten echt wieder richtig babbisch war und danach wollten wir den Abend einfach noch in einer Bar ausklinken lassen.

Wir haben dann auch eine wunderschöne Bar gefunden und haben den Abend in Ruhe ausklingen lassen.

Den nächsten Tag haben wir dann noch spontan genutzt um uns Wasserfälle anzugucken. Wir haben uns alle mit unseren ganzen Gepäck auf den Weg nach Kintapo gemacht und uns dann da Wasserfällt anzugucken.

In Kintapo haben wir uns ein Taxi gemietet, welches uns erst zu den ersten Wasserfall gefahren hat, dort dann auf uns gewartet hat, dann uns zu den zweiten gefahren hat, wieder gewartet hat und uns dann nach Hause gefahren hat.

Der erste Wasserfall war an so einer heiligen Stelle. Die Natur war einfach wieder absolut beeindruckend, der Wasserfall an sich war einfach schon richtig geil, da kaum Menschen da waren, war es echt einfach ein Ort an dem man seine Seele baumeln lassen konnte. Wir haben uns sogar einmal für ein Foto etwas näher an den Wasserfall rangewagt, es ist unglaublich was der Wasserfall für eine Kraft hatte und wir haben ihn noch nicht mal berührt. Hier durfte man auch nicht baden gehen, dass wäre auch einfach zu gefährlich gewesen.

An dem zweiten Ort gab es zwei Wasserfälle, der Ort war auch etwas touristischer und es waren mehr Leute da, was mich ein wenig genervt habe, weil ich es an solchen Orten auch richtig genieße einfach alleine zu sein ohne viel Lärm, dann hat man auch richtig Ruhe um die Seele mal baumeln zu lassen und einfach die ganze Natur auf sich wirken zu lassen.

Der erste Wasserfall war ein relativ kleiner Wasserfall. Das interessante an ihm war jedoch, dass kurz hinter dem Wasserfall der Fluss unter Steinen verschwindet und hinter dem Wasserfall war eine Höhle in die man reingehen konnte und sich dann von hinten unter den Wasserfall stellen konnte, auch wenn das verboten war, haben die Jungs das natürlich ausgenutzt. Ich hatte leider garkeine Badeklamotten dabei und wollte auch nicht die ganze Rückfahrt mit nassen Klamotten verbringen.

Der Fluss fließt dann weiter und kommt dann letzendlich zu den 3 Wasserfall. Um den zu sehen muss man aber erst mal 150 Stufen runter gehen. Wenn man Stufen überhaut nicht mehr gewohnt ist, weil in Ghana gibt es so gut wie garkeine Stufen, dann stirbt man fast, wenn man die Stufen wieder hoch laufen muss!

Auf jeden Fall war das der größte Wasserfall und hier war es auch erlaubt zu Baden. Jedoch war neben uns auch noch eine kleine ghanaische Reisegruppe da, die alle gebadet haben und dann wollte ich irgendwie nicht, irgendwie haben an den Ort so viele Leute mich ein wenig genervt.

Aber die Jungs waren wieder im Wasser und muss wohl echt cool gewesen sein, einige der Steine im Wasser sind so glatt und rutschig, dass man sie als Rutsche benutzen kann.

Die Natur war so schön, dass wir leider komplett die Zeit vergessen haben, so dass unser Taxifahere uns leider holen musste.

Wir konnten gottseidank dann direkt von der Stadt aus ein Trotro zurück nach Kumasi nehmen. Die Rückfahrt war auch  nichts besonderes.

Als wir zurück kamen gab es natürlich kein Wasser. Das war sehr geil, weil man sich nach der Fahr auf eine richtig geile Dusche gefreut hat und dann… Naja dann hieß halt Eimerdusche ich komme. Im Moment haben wir sowieso öfter kein fließendes Wasser als fließendes Wasser, dass kann echt gut nerven!

Nachdem wir ausgepackt haben, haben wir nur noch schnell gekocht und dann den Abend in Ruhe ausklingen lassen, wir waren auch alle gut fertig!

 

Soo das wars jetzt erst mal wieder. Bis zum nächsten mal!

Mareike

 

Und mal wieder ein neuer Beitrag


Soo dann fang ich mal wieder an die letzten Wochen aufzuarbeiten. Wie man schon an meinen Blogeinträgen sieht habe ich im Moment leider nicht so viel Zeit mich um so Dinge wie meinen Blog zu kümmern, aber jetzt muss mal wieder aufgearbeitet werden.

 

Als erstes werde ich ein paar Tage zum Kindergarten verlieren. Es ist jetzt eine neue, alte Betreuerin da, die ich noch nicht kennen gelernt habe, da sie bis jetzt einen Knochenbruch hatte. Madame Grace ist eine total zierliche, ältere Frau, die mit eine der qualifiziertesten Betreuer in dem Kindergarten ist, wie ich bemerkt habe. Seitdem sie da ist läuft alles im Kindergarten echt ganz gut und geht bergauf, jedoch erst nachdem ich im Kindergarten komplett zusammen gebrochen bin.

Am Dienstag den 9.11. bat mich Madame Grace mit den kleineren Kinder rauszugehen – seitdem Madame Grace da ist wir mittags die Gruppe immer geteilt und die kleinen Kinder gehen mit Madame Grace raus, wo ich meistens mitgehe. Ich ging also mit den kleineren Kinder raus und habe versucht sie zu unterrichten, was gnadenlos schief gelaufen ist, die Kinder haben absolut garnicht auf mich gehört und sind dauernd zu mir gerannt um mit mir zu spielen. Ich glaube einfach, dass es für die Kleinen auch einfach eine komplette neue Situation war, dass ich sie auf einmal unterrichten, in der sie selber nicht genau wussten, wie sie damit umgehen sollen, auf jeden Fall stand ich mal wieder total hilflos vor der Gruppe und war eigentlich nur von mir selber enttäuscht, da ich gerne einfach alles hinbekommen würde, es aber einfach nicht klappt. Als dann endlich Unterstützung kam, war ich nervlich schon so am Ende, dass ich nur noch angefangen habe zu weinen und weggegangen bin, natürlich bliebt das Ganze trotzdem nicht unbemerkt. Ein kleines Kind stand total hilflos vor mir und wusste einfach nicht was es machen soll, ich glaube, dass Kinder es hier noch weniger als in Deutschland gewöhnt sind, dass mal jemand weint und einfach garnicht wissen wie sie damit umgehen soll. Ziemlich schnell kam dann auch Madame Grace zu mir und hat mich gefragt was los und wollte mich trösten, ich glaube aber, dass sie alles ein wenig falsch aufgefasst hat, weil sie immer wieder betont hat, dass sie mich mit der Aufgabe die Kinder zu betreuen nur integrieren wollt, wofür ich ihr ja total dankbar bin. Seitdem kümmert sich Madame Grace aber total nett um mich und versucht mir auch teilweise ein wenig zu helfen.

In der nächsten Zeit ging es dann echt bergauf. Den einen Mittag war ich komplett alleine mit den Kindern draußen und habe es hinbekommen die Kinder unter kontrolle zu haben und einmal habe ich sogar die ganze Gruppe einen Mittag komplett alleine unterrichtet. Solche Tage machen mir dann richtig Spaß. Im Moment bereiten wir mit den Kindern ein Weihnachtsschauspiel vor und ich bereite auch noch was zum Basteln vor. Da bin ich auch mal gespannt wie das läuft. Den Gedanken die Kinder vielleicht ausschneiden zu lassen habe ich direkt aufgegeben, da es 1. keine Scheren gibt und 2. glaube ich die Kinder noch nie eine Schere in der Hand hatten, jedoch habe ich mir vorgenommen mit den Kinder zu kleben, was glaube ich auch schon aufregend genug wird, weil ich glaube, dass die Kinder das auch noch nie gemacht hat. Ich bin also echt gespannt, ob es einigermaßen funktioniert, oder ob es in einer absoluten Katastrophe endet.

Man wird’s sehen!

 

Nach dem Kindergartentag am 9.11. hatte ich einen kleinen Durchhänger und war total down den ganzen Tag und meinen Bauch ging es auch überhaupt nicht gut, der war die ganze Zeit aufgebkähr wie ein Luftballon und das hat richtig weh getan. Die Jungs haben dann extra an zwei abenden mit mir zusammen Sex and the City geguckt, um mich aufzuheitern. Das Beste an der ganzen Sache ist jedoch, dass ich die Einzige bin, die dabei eingeschlafen ist, ganz schön peinlich für die Jungs, aber ich mein welches Mädel kann schon behaupten, dass es mit 3 Jungs Sex and the City geguckt hat^^

Gottseidank hat mir meine Vielbeschäftigung im Moment garnicht die Möglichkeit gegeben meinen Durchhänger weiter ausreihen zu lassen. Ich muss mich um unser Sportplatzprojekt kümmern, um mein Gemälde an der Wand, e-mails, Blog, Basteln mit dem Kindergarten,….

Am Donnerstag, den 11.11. waren wir dann das erste mal life on air, jedoch nicht mit unser eignen Radiosendung, sondern weil wir ein Interview hat um die Schule zu advertisen. Der Radiotermin war jedoch absolut nichts besonderes.

Am Samstag kam dann Torsten, unser „Chef“ aus Deutschland an.  Tagsüber waren wir jedoch erst mal in Kwadaso. Ruven und ich um für das Essen abends einzukaufen und Fabi und Cornelius um zum Friseur zu gehen.

Ruven und ich waren rechtzeitig beim Friseur um das ganze Spektakel mitzubekommen, ich hatte noch nie in meinen ganzen Leben einen so lustigen Friseurtermin.

Wir hatten uns auf dem Weg zum Friseur noch Fried Yam geholt. Beim Friseur, haben wir uns dann auf die Sitzband gesetzt und haben dann zum Essen erst mal ein Handtuch über die Beine gelegt bekommen, damit wir uns nicht dreckig machen. Ich kam mir vor wie die zwei Opas von der Mappedshow. Es war fast wie Kino. Die Fried Yam waren so eine Art Popcorn und der Friseur war der Film.

Der Friseur hat für ein paar Jahre in Deutschland (Frankfurt!) gelebt und hat dort in einen Army Stützpunkt als Friseur gearbeitet und genauso sehen beide jetzt aus!
Fabi hat aber auf dem Weg dorthin einige sehr lustige Frisuren durchgemacht. Am Anfang sah es aus, wie als wenn er eine Prinz Eisenherz Firsur bekommt, die wurde dann in eine Frisur verwandelt, die man aus dem 80zigern kennt. An den Seiten komplett abgrasiert und dann oben die haare etwas länger, so dass sie nach oben abstehen. Naja und rausgekommen ist dann eine eine totale Soldatenfrisur. Ich habe glaube ich noch nie so viel beim Friseur gelacht, richtig gemeint, vor allem will ich echt nicht wissen, was Fabi in der Zeit alles durchgemacht hat, ich glaube ich wäre 1000 Tode gestorben. Naja bei Cornelius war das ganze dann nicht mehr so lustig.

Das nervige war nur, dass der Friseur einfach extrem lange für beide Frisuren gebraucht hat.

 

Von Montag auf Dienstag war Ruven dann in Accra, um einen Freund von sich, den Sebi abzuholen, der ihn/uns 3 Monate besuchen kommt.

Am Dienstag war in Ghana ein muslimischer Feiertag, weswegen keiner Arbeiten musste. Das Ganze haben wir ausgenutzt um mit Torsten nach Kumasi zu fahren und ins National Culture Centre zu gehen. Erst haben wir jedoch Mary, die ein Restaurant im Centre hat, besucht. Von ihr wurden wir dann auch gleich auf eine Hochzeit im Dezember eingeladen. Cornelius und ich sind dann im Restaurant hängen geblieben um zu Essen und Torsten hat sich das Centre angeguckt und hat ein bisschen Souvenirs eingekauft.
Abends kam dann Ruven mit Sebi an.

Am Mittwoch (17.11.) hatten wir dann endlich nach 2 ½ Monaten unseren offiziellen Besuch bei der Queen Mother. Hier in Ghana gibt es ein Cheefsystem und jeder Cheef hat seine Queenmother. Es gibt dann halt Cheefs von Dörfern und dann von Städten usw,…. In Denchemouso ist im Moment der Sonderfall, dass es keinen Cheef gibt, sondern nur die Queen Mother, die dann die Aufgabe hat einen neuen Cheef zu wählen, der meistens aus ihrer eigenen Familie kommt (muss aber nicht der Ehemann sein), das ganze kann jedoch eine Weile dauern. Auf jeden Fall ist es in Ghana Sitte, dass man Gäste, die länger bleiben (so wie wir) der Queen mother vorzustellen, damit sie weiß, wer in ihren Land ist und auf einen aufpassen kann.

Also haben wir uns am Mittwoch endlich auf den Weg zur Queen Mother gemacht. Die Queen ist eine total süße, ältere Frau, die schon mehrere Jahre in Deutschland gewohnt hat und auch wieder wohnen wird, da ihre Kinder da noch wohnen. Ich find das absolut krass, wenn man mal überlegt, wie das für die Person sein muss, wenn man in Ghana total reich ist und angesehen, da man ja schließlich Queen ist , und in Deutschland mehr oder weniger ein niemand. Irgendwie hat mich das ganze an Pippi Langstrumpf erinnert, der Vater wird ja dann auch König irgendwie in Afrika.

Naja wir saßen dann auf jeden Fall alle bei der Queen im Wohnzimmer, was übrigens richtig europäisch ist, und haben mit der Queen „geredet“. Wir durften jedoch nicht selber mit ihr gesprechen, sondern mussten uns an einen Sprecher wenden, der dann alles an die Queen weiter gegeben hat und man durfte auch nur sprechen wenn man aufgefordert wurde. Als erstes haben wir uns alle vorgestellt und unsere Geschenke überreicht, dann hat die Queen ihre traditionellen Kleider angezogen, zum Foto machen. Für die Fotos haben wir dann unsere Geschenke wieder bekommen, um von dem Überreichen unserer Bilder ein Foto zu machen, danach sind wir rausgegangen und haben noch mehr Fotos gemacht, erst nur mit der Queen, und dann mit der ganzen Familie. Als wir draußen waren haben wir sogar einige Worte mit der Queen direkt reden können und da hat sich der positive Eindruck eigentlich nur verstärkt!

Nach den Fotos sind wir wieder reingegangen und konnten noch Anliegen an die Queen richten.

Nach den Besuch bei der Queen sind wir zum Mahyal Palace gefahren. Da wir mit einen Auto mit Ladefläche unterwegs waren, sind die Jungs auf der Ladefläche mitgefahren, wir sind ja schließlich in Ghana! Das Auto mit dem relativ hohen Einstieg hat dann letzendlich auch dazu geführt, dass mein Kleid gerissen ist!

Der Mahyal Palace ist ein Museum zu dem ganzen Cheef Ding und so und wurde irgendwie von den Briten gestiftet. Es war mehr oder weniger interessant und wäre vielleicht sehr viel interessanter gewesen, wenn ich nicht so total müde gewesen wäre!

Am Donnerstag hatte Cornelius Geburtstag. Weswegen wir morgens mal seit langen, oder eigentlich mal hier in Ghana wirklich einen Frühstückstisch gedeckt haben. Wir haben in mein Zimmer ein Tisch gestellt und haben den gedeckt. Zur feier des Tages haben wir sogar Käse gekauft. Als Geburstagskuchen haben wir Cornelius einen Bofrot gekauft (die kleinen runden Kugeln) und haben da sogar eine überdimensional große Kerze reingesteckt. Als Geschenk gab es zwei Tafeln Milka Caramel, ich glaube die haben ihn in den Moment glücklicher gemacht, als alles andere auf der ganzen Welt es jemals hätte tun können!

Abends haben wir dann bei uns zum Essen eingeladen. Wir haben bei mir im Zimmer eine große Tafel aufgebaut und mit ein paar Leuten gegessen. Es war eine richtig tolle Runde und der Abend hat einfach nur Spaß gemacht.

Am Samstag bin ich dann mit Fabi zusammmen nach Kumasi gefahren um Farbe zum Streichen der Library zu holen. Mir macht es echt von mal zu mal mehr Spaß nach Kumasi zu fahren und es wird auch einfach immer entspannter. Einen Teil der Farbe haben wir in einen richtig coolen „Laden“ bekommen. Das war so ein kleiner Laden in der hintersten Ecke von so einer kleinen Gasse. Irgendwie hatte es richtig Stil. Wir haben uns dann auf eine alte Holzbank gesetzt und der Typ hat aus alten Farbeimern unsere Farbe zusammen gemixt.

Nachdem wir unsere Farbe hatten sind wir noch auf dem Markt gegangen, wo ich mir ein schönes Armband geholt habe.

Auf dem Heimweg ist mir dann das absolut beste passiert. Ich durfte die Farbe transportieren im Trotro. Da der Farbtopf auch schon älter und nicht merh so vertrauenswürdig war ist mir der Farbtopf im Trotro aufgegangen und ich habe die Farbe über mich selber geschüttet und das Beste, dass habe ich selber noch nicht mal mitbekommen, anscheinend auch über die Leute!

Naja ich konnte drüber lachen und wurde auf dem Heimweg dann des öfteren darauf angesrpochen, aber ich habe ihnen dann einfach erzählt, dass es Fabi war, weil er dann den Farbtopf hatte!

Zu Hause habe ich dann die Gelegenheit ausgenutzt um meine Beine mit Farbe zu verzieren!

Am Sonntag waren wir dann auf der Taufe von der Tochter von Madame Harriod eingeladen, die gottseidank in der Dining Hall unserer Schule statt fand, so dass wir wenigstens nicht großartig irgndwo hinfahren mussten. Die Taufe ging eignetlich die ganze Zeit nur um die Geschenke und darum wer was geschenkt hat, was ein wenig komisch war. Aber naja ich hab sowieso nicht durchgeblickt, da alles auf twi war. Am Ende habe ich dann noch ein Geschenk bekommen, was ich garnicht verstanden habe. Aber sie haben mir dann gesagt, dass es ein dankeschön für mein Geschenk ist, dabei hatte ich noch nicht mal ein richtiges Geschenk, sondern habe mich nur an den Geschenk der Lehrer beteiligt und das auch nur mit den Mindestbeitrag und naja die anderen haben ja auch kein Geschenk bekommen.

Naja am Ende habe ich auf jeden Fall gemerkt, dass ich auf das Geschenk auch hätte verzichten können! Es war eine wunderschöne Uhr in einen billigen Plastik in mettalic Lila. Und im Hintergrund ein Bild von Maria, sehr geil. Trotzdem haben wir erst mal die Uhr aufgehängt, weil eine Uhr kann ja niemals schaden, die Uhr wurde aber am nächsten Tag auf Grund zu lauten tickens abegehängt!

Naja…

Joah also das waren dann so die Highlight aus der letzten Zeit!

Also liebe Grüße dann

Mareike

Erster Malariafall


Ich gehe jetzt einfach mal die Zeit seit meinen letzten Eintrag ein wenig chronologisch durch. Das Plakat, welches ich gemalt und zusammen mit Ruven gestaltet habe, hängt mittlerweile in der Bibliothek. Die Reaktionen der Schüler sind extrem geil. Als wir es aufgehängt haben, kamen direkt einige Schüler und haben erstaunt das Plakat angeguckt und alle waren noch erstaunter als sie erfahren haben, dass ich das Plakat gemalt habe, dabei ist das Plakat echt keine große Kunst. Ich habe auf jeden Fall sehr viel Lob bekommen und mir wurden sehr oft mit einen Händedruck gratuliert, als hätte ich irgendeinen Wettbewerb gewonnen, oder irgendeine besondere Leistung erbracht. Manche haben mich sogar direkt angesprochen, ob ich ihnen nicht Malunterricht geben möchte. Vielleicht mache ich sowas in der Art sogar. Wir haben neben dem im letzten Bericht angesprochen Sofa nämlich auch noch vor die Bibliothek insofern auf Vordermann zu bringen, dass wir sie neu streichen wollen und an die eine Wand etwas symbolisches Malen wollen, bzw ich werde dann daran etwas symbolisches Malen. Ich habe mir gedacht, dass man dann einen Malkurs oder eine Mal-AG machen kann und dann am Ende des Kurses, nachdem sie malen gelernt haben, zusammen die Wand gestalten kann. Aber mal gucken ich muss mir das alles noch mal genau überlegen, ob ich mich überhaupt für kompetent genug halte :) Die lustigste Reaktion war jedoch ein Schüler, der wortwörtlich zu einen anderen Schüler gesagt hat „Ey, die hat das gemalt… du musst die jetzt respektieren!“ Sehr lustig durch was für Dinge man hier Respekt bei den Schülern erlangen kann! Neben unseren Bibliotheksprojekt sind wir jetzt an der Planung eines zweiten Projekts. Wir haben schon seit längeren vor hier einen Basketballplatz zu bauen. Die Möglichkeiten für die Schüler hier Sport zu machen sind sehr begrenzt, es gibt noch nicht mal einen richtigen Sportplatz. Es gibt zwar vorne an der Straße einen Fußballplatz (mit Toren, die aus Holzlatten improvisiert sind, tuen jedoch ihren Zweck) und ein improvisiertes Volleyballfeld, bei dem einfach der Rasen abgemäht ist und man bei Gelegenheit ein Netz aufhängen kann, jedoch werden beide Möglichkeiten nicht überaus von den Schülern genutzt. Fabi und Ruven haben bei Gesprächen mit gewissen Leuten öfters die Frage von Leuten gehört, welche Möglichkeiten es denn für die Schüler gibt Sport zu machen. Also wäre vielleicht ein Basketballplatz eine Möglichkeit mehr Schüler an die Schule zu bekommen,und das braucht die Schule! Jedoch haben wir schnell nach einen ersten Kostenvoranschlag gemerkt, dass die ganze Sache für uns viel viel zu teuer wird um das ganze alleine zu tragen, weshalb wir jetzt dabei Briefe zu schreiben und uns an Firmen, Basketballvereinen der 1. und 2. Bundesliga zu wenden und um Spenden zu bitten, damit wir das Geld zusammen bekommen. Falls irgendjemand jetzt Lust hat ein super tolles Projekt ein wenig zu unterstützen, der kann sich gerne bei mir melden und nähere Informationen bekommen :) Wir haben hier jetzt noch eine Deutsche kennen gelernt mit der wir öfters mal was machen. Sie heißt Anne und wohnt hier in einer reichen Gastfamilie. Es ist echt ein nettes Mädel und am Wochenende werden wir die Vorteile ihres Pools einmal ausnutzen. Am Freitag waren wir auf der Graduation Feier von Jeffs Frau. Die offizielle Feier war an der Uni hier direkt in Tanasso, wo wir auch immer im Internet sind. Es war unglaublich heiß und man ist in der Hitze unter den Zelten fast zerlaufen. In Ghana werden an offiziellen Festen die draußen sind, egal ob es Beerdigungen, Gottesdienst oder Hochzeiten sind, immer große Zelte aufgebaut unter denen man dann sitzt. Wenn die Sonne richtig schön knallt und unter so einen Zelt mehrere hundert Leute sitzen, dann staut sich darunter natürlich wunderbar die Hitze. Ich bin echt fast gestorben! Von der Graduationfeier an sich habe ich nicht allzu viel mitbekommen, da ich vorher noch im Kindergarten war und mit Cornelius nachgekommen bin, aber ich glaube sie war auch nicht so interessant. Vor allem hat man von dem Platz an dem wir saßen auch nichts gesehen und Ruven und Fabi haben jetzt auch nichts wirklich erzählt. Was ich extrem lustig fand war, dass die Absolventen hier genauso aussehen, wie man es aus amerikanischen Filmen kennt, mit den Roben und den Hüten, das sah einfach extrem geil aus und hatte was wenn man mich fragt. Auch wenn die Graduationfeier schon fast vorbei war durften ich noch eine halbe Ewigkeit an der Uni warten, da noch tausend Fotos mit der Familie und mit uns gemacht wurden und dann das eine Familienmitglied nicht da war und dann das andere. Mein Lieblingsfamilienmitglied war der Opa. Ein extrem goldischer, jedoch schon sehr zerbrechlicher alter Mann, der kaum noch laufen konnte und die ganze Zeit von einen (villeicht) Enkel unterstützt wurde. Aber der Opa war so goldisch und hat als einziger die traditionelle ghanaische Kleidung getragen, das sah einfach richtig richtig gut aus. Die traditionelle Kleidung für Männer ist hier ein sehr langer Stoff, der bis zum Boden geht und über die eine Schulter geworfen wird, so dass die andere Schulter frei ist, ein bisschen wie bei den Römern, nur das die Stoffe natürlich typisch ghanaisch sind und viel dicker. Auf dem Weg zu Jeffs Haus habe ich das vollste Taxi gesehen was ich bis jetzt erlebt habe…9 Personen in einen Taxi… einen normalen 5 Sitzer und das Auto war noch nicht mal besonders groß. Ok bei den 9 Leuten waren 2 ca 8-9 jährige Jungs dabei, aber trotzdem. Ich mein hier ist es normal, dass man mal mit 6-7 Leuten in einen Taxi sitzt, aber das sah zu geil aus. Bei Jeff wurden wir dann gut bewirtet von 2 Haushälterinnen, denen fast die Brüste aus ihren Oberteil gefallen sind und das im biederen Ghana, dass muss man sich mal vorstellen! Es gab Fufu, die Jungs sind fast ausgerastet vor Freude und mir ist nur noch übel geworden. Ich habe gemerkt, dass ich das einfach nicht mehr essen kann. Seit dem ich das eine Wochenende so zusammen gebrochen bin und davor Fufu gegessen habe, kann ich es einfach nicht mehr sehen. Am Anfang habe ich noch versucht mir ein paar Bissen reinzuzwängen, aber mir war einfach so schnell so schlecht, es hatte keinen Sinn. Die Jungs haben dann ihre Portion aufgegessen und dann haben wir schnell und heimlich die Teller getauscht und sie haben meins aufgegessen, damit es so aussieht, als ob ich was gegessen hätte. In Ghana ist es nämlich extrem unfreudlich, wenn man nicht aufisst. Hier wird Essen sowieso auf einen ganz anderen Standard gesehen, jeder egal wie reich oder arm er ist, lädt dich zu seinen Essen ein, wenn er was isst. Auf jeden Fall hat unsere Intrige funktioniert und ich konnte guten Gewissens sitzen bleiben. Wir haben auf der Feier einen netten Menschen kennen gelernt, der sich viel mit uns über Deutschland unterhalten hat. Jedoch hatten wir ein Gespräch über Adolf Hitler, welches mich ein wenig schockiert hat. Es fing damit an, dass er uns erzählt hat, dass er Hitler mag, da Hitler ein starker Mann gewesen sei. Dann wurden wir gefragt, ob wir stolz auf Hitler seien und das wir doch stolz zu sein haben, da Hitler uns zu einen starken Staat gemacht hätte. Zu guter Letzt wurden wir gefragt, ob wir einen Nationalfeiertag für Hitler hätten. Wir haben ihn dann natürlich berichtigt, ihm klar gemacht, dass Hitler uns nicht zu einen starken Staat gemacht hat, sondern uns erst mal ruiniert hat und das die späteren Kanzler uns stark gemacht haben und haben auch sonst ein paar Fakten erzählt, weshalb der normale Deutsche nicht stolz auf Hitler ist. Am Ende hat er uns immer verstanden und das was er gesagt hat ein wenig zurück genommen, aber trotzdem bin ich mir nicht sicher, was letzendlich seine Meinung ist, weil er ist kein dummer Mensch, der Mensch studiert Jura! Naja auf jeden Fall war das Gespräch etwas erschütternt. Am Samstagabend hatten wir hier wieder wie jeden Samstag Entertainmentabend. Eigentlich müssen Ruven und ich diese Abende mit organisieren, da wir im Entertainment Komitee sind, aber irgendwie läuft das alles noch nicht so ganz. Das Problem ist, das der Head des Komitees eigentlich kein Bock auf das Komitee hat und deshalb nichts macht, weshalb Anita alles alleine organisiert und Ruven und ich ein wenig überflüssig sind. Auf jeden Fall war am Samstagabend akwaaba-night. Verschiedene Schüler haben irgendetwas vorgetanzt oder irgendwas vorgerappt oder vorgesungen. Das war sehr lustig, da die übrigen Schüler immer abgegangen sind als wären wir auf irgendeinen Konzert. Es wurde geschrien, geklatscht, es wurde nach vorne gerannt… hat echt nur noch gefehlt, dass die Leute in Ohnmacht fallen. Leider habe ich nicht verstanden was gesagt wurde, so dass ich dauerhaft im Zwiespalt war, ob die Leute die vorne standen einfach nur ausgelacht oder wirklich bewundert wurden. Das geilste war aber, als der Teil des abends anfing, an dem irgendwelchen Paar (jeweils ein Junge und ein Mädel) total zufällig zusammen gewürfelt wurden und dann nach vorne mussten und zusammen tanzen mussten. Und wenn die dann zusammen tanzen merkt man aber nichts mehr von bieder… Das sieht aus wie in irgendeinen Rapfilm! Die Tusen wackeln mit allen was sie haben und die Typen schmeißen sich an die Ärsche der Mädels ran und das ganze wird dann von den anderen (selbst den Lehrern) angefeuert, damit die Paare immer mehr ran gehen. Ist auf jeden Fall sehr interessant zu beobachten! Mich wundert vorallem, dass das alle so ohne weiteres mitmachen, wenn mich jemand mit irgendeinen Typen auf die Tanzfläche gestellt hätte und ich so tanzen sollte, das wäre garnicht klar gegangen! Ich finde es auf jeden Fall interessant das ganze Paarungsverhalten mal aus der aussenstehenden Sicht des Lehrers mitzubekommen. Die ober coolen Jungs, die wie die letzten Supergangsta den Raum betreten haben und denen fast die Augen aus dem Kopf gefallen sind als die Mädels getanzt haben und die Mädels die rumkreischen, wenn die Jungs anfangen zu rappen und sich auf der Tanzfläche mit ihren Tanz ganz schön profilieren. Ich frage mich ob ich auch so war oder bin ist auf jeden Fall sehr lustig zu beobachten! Ab Sonntag fing dann der stressige Teil der letzten Zeit an. Fabi ging es den ganzen Tag schon nicht gut und er hatte Fieber und alles, als es dann aber abends über 40°C ging habe ich ihn zu unseren Arzt Mr Nase geschleppt Dort wurde dann schnell, jedoch ohne Test, da wir wieder zu spät waren, gesagt, dass es Malaria sei. Fabis Zustand hat sich dann im Krankenhaus so verschlechtert, dass er eine Infusion brauchte, was uns aber Kekse, Malta und Cola gebracht hat, dass fand ich toll! Am nächsten Tag sollte Fabi eigentlich nur noch mal zu Mr Nase wegen Test und so, ich bin also ganz normal in den Kindergarten und Cornelius ist mit ihm zum Arzt. Als ich dann gegen halb 12, wegen meinen Deutschunterricht heim kam empfing mich Ruven schon mit der freudigen Nachricht: Fabi ist beim Arzt zusammen gebrochen wurde dann mit einen Taxi (wenn jemand ins Krankenhaus muss, dann wird hier im Taxi immer dauer gehubt, damit die anderen Autofahrer vorbei fahren und man schnell voran kommt, sonst kann das hier manchmal lange dauern, ist auf jeden Fall sehr geil) und voranfahrenden blaulicht Motorrod ins große Krankenhaus in die Emergency gefahren. Das ganze haben wir erfahren, da Fabi von einen Freund (Big Sheriff) gesehen wurde, der hat dann PK anrufen, welcher uns das ganze mitgeteilt hat. Fabi kam aber relativ schnell in die Polyklink. Wir sind dann zusammen mit Sac und Apao ins Krankenhaus gefahren. Fabi sah echt schlecht aus, wie wir später erfahren haben, hat er auch nicht allzu viel mitbekommen.Wir durften nicht lange im Raum bleiben und mussten zur Apotheke um Medikamente und Infusionen zu kaufen. Danach sind Sac und Apao nach Hause und wir haben 2-3 Stunden gewartet bis wir zu Besucherzeit rein durfte, dort haben wir dann erfahren, dass Fabi über Nacht bleiben muss. Cornelius hat ihm dann noch ein paar Sachen gebracht. Am nächsten Tag bin ich dann um viertel vor 5 aufgestanden, da von 6-7 Besucherzeit war. Fabi ging es zwar besser aber er sah immer noch nicht gut aus, er hat die ganze Nacht Infusionen bekommen. Danach durften ich dann direkt in den Kindergarten arbeiten und dann mittags wieder ins Krankenhaus, dass hat mich echt fertig gemacht. Eigentlich hieß es, dass Fabi noch eine Nacht bleiben müsse, aber abends stand er dann vor unserer Tür. Jetzt geht es ihm wieder gut, er ist relativ schnell wieder auf die Beine gekommen, das hat niemand von uns erwartet, wir haben alle gedacht, dass man bei Malaria mindestens eine Woche komplett nichts machen kann außer im Bett liegen, trotzdem will ich kein Malaria und vor allem will ich nicht in das Krankenhaus. An dem Tag an dem ich in das Krankenhaus muss werde ich durchdrehen! Das Personal war zwar wohl echt nett, aber erstens allein die Tatsache, dass es ein Krankenhaus ist und zweitens ist es halt doch kein europäisches. Es haben ca 100-200 Leute gewartet um in Behandlung zu kommen, es waren zwar keine Notfällte oder so, aber allein die Menschenmenge war krass. Und in dem Zimmer in dem Fabi lag, lagen 10 Leute oder so und alle hingen irgendwie an einen Tropf oder ka, es war echt alles andere als schön! Heute hatte ich dann auch mal wieder eine ganze tolle Erfahrung im Kindergarten. Im Kindergarten geht es im Moment etwas drunter und drüber, da die Frau, die eigentlich die Kinder unterrichtet im Moment nicht da ist und die anderen ganz offensichtlich keinen Bock haben die Kinder zu unterrichten, weshalb die Kinder einfach machen was sie wollen. Manchmal erbarmt sich dann halt doch ein Betreuer und singt mit den Kindern Lieder….genauso wie heute! Es war ein relativ neues Lied, welches die Kinder noch nicht komplett konnten und auch der entsprechenden Betreuerin war der Text des Liedes entfallen, da ich ihn noch wusste sagte ich ihn ihr, was dann dazu führte, dass ich nach vorne geschickt wurde, um den Kindern das Lied beizubringen. Sprich ich sollte die Zeilen vorsagen und die Kinder die Zeilen nachsagen und das so lange bis sie sie auswendig können. Die Betreuerin hat es danach nicht mehr interessiert was ich mache und auch die Kinder haben relativ schnell ihr Interesse verloren und ich glaube auch teilweise, dadurch dass ich halt kein Twi sprechen, einfach nicht gewusst was ich von ihnen will. Zumindestens stand ich dann ziemlich hilflos vorne und habe versucht die Zeilen vorzusagen, aber es hat keiner mitgemacht und auch keiner auf mich gehört, da die Kinder nunmal nur gewöhnt sind zu hören, wenn man sie schlägt, bzw wenn man sich dadurch schon eine gewisse Autorität verschafft hat. Und ich konnte ihnen leider auch nichts sagen, dass sie zu hören sollen, da ich erstens kein Twi spreche und zweitens meine europäische Stimme durch das ganze Stimmengewirr nicht durchkommt. Die Frauen hier haben laute und tiefe Stimmen und können extrem laut schreien und reden… ich kann das leider nicht! Auf jeden Fall möchte ich so eine hilflose Situation so schnell nicht wieder haben! Ein bisschen mehr Verantwortung ist ja ganz gut, und ich würde auch gerne irgendwas in der Richtung machen, aber dann nur wenn mir jemand beiseite gestellt wird, der die Kinder im Griff hat, weil das habe ich ganz ehrlich nicht! Naja nachdem die letzte Zeit bei uns ein wenig lau war, wird die kommende Zeit auf jeden Fall richtig interessant und wird deswegen glaube ich auch wie im Flug vergehen. Das kommende Wochenende werden wir nach Winneba fahren, um einen Strandurlaub zu machen, das darauf kommt Torsten (unser „Betreuer“ in Deutschland) und Sebi, ein Freund von Ruven, das darauf kommt dann auch noch Jonas, dann ist hier glaube ich ein wenig was los. Die zwei dann folgenden Wochenenden wollen wir verreisen, damit wir (und auch Sebi) ein bisschen was sehen und dann sind es noch 2 Wochen bis wir unseren Weihnachts-/ Silvestertrip an die Küste machen und dann ist es auch schon wieder Januar. Die Zeit wird glaub ich auf jeden Fall geil. Ich mach mir nur ein wenig Sorgen um meine Wäsche und mein Zimmer. Normalerweise ist Samstags nämlich immer mein Wasch- und Cleaningday, da das wirklich einen ganzen Vormittag in den Kauf nimmt und ich das unter der Woche mit Kindergarten nicht schaffe. Und wenn wir jetzt Samstags weg sind.. wann soll ich dann waschen? Nachmittags nach Kindergarten waschen macht kein Sinn, dann werden die Klamotten nicht trocken und wenn man sie zu lange liegen lässt, dann fangen sie an zu stinken, und vor Kindergarten… oh mein Gott muss ich dann früh aufstehen! Naja aber ich glaub das wird darauf hinaus laufen! Und ich will endlich wieder europäisch essen… Käse, Salat,… naja…. Ich sende euch liebste Grüße aus Ghana Mareike

Deutschunterricht


Ich sitze gerade an einen Mittwoch morgen in meinen Zimmer und schreibe diesen Blogeintrag. Eigentlich müsste ich arbeiten, ich war auch wie jeden morgen pünktlich bei der Arbeit, das lustige ist nur, dass auch mir nur eine Betreuerin da war, da es regnet. Ich habe dann erfahren, dass es wohl normal ist bei Regen, dass die Kinder und die Betreuer erst mal nicht kommen. Ich habe mich dann dazu entschieden, dass ich auch nicht in einen leeren Kindergarten sitzen brauch und bin nach Hause gegangen um ein paar Dinge für mich zu machen.

Auch hier in der Schule ist überhaupt nichts los. Die Schüler sind zwar da, da die ja zum größten Teil hier in der Schule auch schlafen, aber 90% der Lehrer sind nicht da und auch die Köchin ist nicht da, weshalb es hier gerade ein wenig Chaos mit dem Frühstück und allen gibt.

 

Ich habe in der letzten Woche jetzt mein erster ghanaisches Kleid bekommen. Den Stoff da zu haben wir in Kumasi auf den Markt gekauft und genäht wurde es von der Dressmaking Teacher unserer Schule, ich habe sogar noch eine gratis Tasche dazu bekommen. Das Kleid sieht glaube ich echt gut aus, ich kann das leider nicht 100% beurteilen, da ich nach wie vor keinen Spiegel habe. Es ist echt lustig wenn man sich schon fast seit einen Monat oder so wirklich in garkeinen Spiegel mehr gesehen hat. Manchmal denke ich mir, dass ich das einfach das ganze halbe Jahr durchziehen müsste. Ich glaube, dass es dann voll lustig ist, wenn man sich in Deutschland wieder im Spiegel sieht.

Die Tasche ist aber auf jeden richtig cool geworden. Und ich glaube mein Kleid sieht auch ganz gut aus, zumindestens wenn man den Kommentare der Leute um einen herum glauben kann.

 

Am Sonntag habe ich dann mal den Gottesdienst bei uns in der Dining Hall besucht. Das war echt das geilste was ich jemals an Gottesdiensten hier in Ghana erlebt habe. Nachdem am Anfang gesungen wurde, wurde sich dann zusammen gesetzt und ein paar Bibelstellen vorgelesen, an denen die Identitäten des Menschen erklärt wurden. Den Gottesdienst haben übrigens Lehrer der Schule gehalten. Danach kam aber der absolute Höhepunkt. Jeff hat eine Bildepräsentation über den Himmel mitgebracht und hat den Schülern gezeigt und erklärt wie der Himmel aussieht. Im Himmel werden wir alle auf puren Gold gehen, es gibt Bäume mit 12 Früchten, das Fundament der Häuser ist aus Diamanten, usw. Und die Bilder dazu, das ganze hat auf uns mehr als lächerlich und fragwürdig gewirkt. Jeff hat uns dann auch erzählt, dass er sich schon seinen Baum reserviert hat. Ich weiß echt nicht was ich über solche Dinge denken soll. Ich glaube, dass das ganze hier mehr oder weniger ein Schutzmechanismus ist, um mit den Tod leichter umgehen zu können, da man hier glaube ich doch noch sehr viel stärker damit konzentriert ist als in Deutschland, aber trotzdem finde ich es fragwürdig, dass ganze dann auf so eine krasse Art und Weise zu vertreten.

Es ist echt krass an was für Dinge die hier noch glauben, an die in Deutschland oder Europa wirklich fast niemand mehr glauben würde. Ein Ghanaer hat das ganz passend ausgedrückt: die Europäer haben den Glauben damals nach Ghana gebracht und leben den jetzt selber nicht mehr so. Ich glaube, dass der Glaube hier so gelebt wird wie in Deutschland mehrere Jahre zurück.

 

Soo jetzt komm ich endlich mal zu meinen ersten Deutschunterricht. Ich habe hier die Ältesten der Schule und ich glaube ich als Lehrerin bin in der Klasse eine der Jüngsten, eine etwas komische Situation aber jetzt nicht wirklich schlimm. Der Unterricht hat auch entgegengesetzt meiner Erwartungen richtig Spaß gemacht. Das ganze hat dann daran geendet, dass ich mit meiner Klasse das Alfabet gesungen habe, eine der Schülerinnen ist sogar aufgestanden und hat dazu getanzt. Es war sehr lustig und wir haben viel gelacht. Irgendwann wurden wir dann von einen Schüler aus einen Nachbarklassenraum gebeten, das wir doch bitte etwas leiser sein sollten. Sein Kommentar zu uns war nur… wie im Kinderagrten. Es war überhaupt kein typischer Unterricht, ich habe auch in der Stunde jetzt mal auf sowas wie melden garkeinen Wert gelegt. Aber ich glaube es war einfach ein guter Start um sich gegenseitig kennen zu lernen und einfach einen Einstieg zu finden.

Ich der nächsten Stunde lege ich dann auch auf sowas wie melden wieder mehr wert.

Am Dienstag hatten wir dann auch unseren ersten Twiunterricht. Wir haben einer Lehrerin der Schule gefragt, ob sie uns Twiunterricht geben könnte. Wir haben etwas gekocht und zusammen gegessen danach dann gemütlich etwas Twi gelernt. So eine Stunde Twi bringt schon richtig viel, wir wollen das jetzt regelmäßg machen und dann werden wir alle Twiprofis!^^

Davor habe ich noch ein Plakat für unsere neu sortierte Bücherei gemacht, damit die Schüler wissen, wie man die Bücherei benutzen muss. Jetzt fehlt nur noch die neue Couch, die wir in Auftrag gegeben habe und dann steht der Bücherei nichts mehr im Wege und wir können die Schüler hoffentlich auch mal ein wenig anregen zu Lesen.

Soo liebste Grüße aus dem heute regnerischen Ghana!

Mareike

Gutes und Schlechtes


Die letzten – wie mir gerade auffällt – fast 2 Wochen haben sowohl gute als auch schlechte Momente.

Man merkt, dass es endlich mal voran geht und das endlich mal was passiert. Ich bin endlich in meinen endgültigen Raum, der auch mehr oder weniger fertig ist, ich habe jetzt dank Oliver sogar einen Duschvorhang und ich habe eine Toilette mit Schwimmer (was hier nicht gerade normal ist) sprich ich muss meinen Wasserhahn zum Spülen nicht dauernd auf und zu drehen. Auf der anderen Seite ist die Toilette auch das Einzige, was noch nicht so ganz fertig ist, es fehlen nämlich noch die Fliesen um mein Klo, eigentlich sollte das einen Tag nach meinen Einzug gemacht werden, aber wenn das genauso schnell geht wie das ganze Zimmer, dann muss ich ja nur wenige Wochen warten.

Auch im Kindergarten geht es langsam voran, ich schaffe es immer mehr mich einzufinden und werde jetzt sogar ab und an mal angesprochen, dass ich helfen soll und teilweise sogar mehr oder weniger in manche Gespräche eingebunden.

In der Schule sind jetzt 2 Wochen nach Unterrichtsbeginn auch endlich die Stundenpläne da, so dass man endlich weiß wann man wo so zu sein hat. Mit den Stundenplänen hat auch der Deutschunterricht angefangen, nur leider habe ich auf Grund von Krankheit meine erste Stunde verpasst.

Das Einzige was jetzt noch fehlt sind noch ein paar SHS Schüler, aber die werden sicher auch noch irgendwann eintrudeln, ist ja erst die 3. Schulwoche.

Letztens hatten wir Besuch von Jonas, unser 5., der in Accra untergebracht ist. Es war echt schön ihn mal wieder zu sehen und gegenseitig ein paar Erfahrungen über Arbeit und Leben in Ghana auszutauschen. Leider ist seine Arbeit überhaupt nicht organisiert und läuft nicht ganz glatt, so dass es allen in allem nicht gerade der beste Zustand ist.

Eigentlich wollten wir jetzt das kommende Wochenende (15.10-17.10) zusammen mit ihm verreisen, was jetzt aber leider nicht funktioniert, da sich bei ihm jetzt einiges verändert, damit sich seine Situation verbessert (was natürlich gut ist).

Ansonsten ist die letzten Wochen eigentlich eher weniger passiert, da die Zeit im Moment bei uns ziemlich von Krankheit geprägt ist und uns alle ein wenig hämmt.

Ruven hat mit Erbrechen und Malariaverdacht den Anfang gemacht. Genauso wie bei mir damals konnte auch bei ihm leider kein Test gemacht werden und die Medikamentation wurde schon mal gestartet, was das Testen nicht gerade einfacher macht, da man während dessen keinen Test durchführen kann. Es hat sich aber gottseidank heraus gestellt, dass es kein Malaria ist. Dann fing es Fabi an schlecht zu gehen. Er ist auch immer noch nicht so ganz fit. Auch er war gestern beim Arzt und es hat sich heraus gestellt, dass ihm Ionen und gewisse Sache fehlen, das ist wohl nicht so ganz untypisch, wenn man von Europa hierher kommt und hier lebt. Cornelius ist der Einzige, der nicht wirklich krank war und unsere Krankheitsphase bis jetzt mit einen kleinen Durchhänger an einen Abend überstanden hat.

Mich persönlich hat es als Letzte von allen gebeutelt. Als wir am Samstag (9.10) in Kumasi waren, um Dinge für unsere Küche und Stoffe für unsere traditionellen Kleider zu besorgen, merkte ich schon, dass es mir nicht allzu gut geht. Tja danach bin ich dann leider komplett zusammen gebrochen. Hatte die Nacht hohes Fieber und Durchfall, so dass ich die ganze Nacht mindestens jede halbe Stunde auf Toilette gehen durfte, was meinen Körper so sehr gebeutelt hat, dass ich den Weg zur Toilette ohne Kreislaufzusammenbrüche eigentlich nicht mehr überstanden habe.

Am nächsten Morgen habe ich mich dann mit Jeff und Ruven zusammen auf den Weg zum Arzt gemacht. Der war alles andere als begeistert von mir. Ich habe 2 Infusionen bekommen und wurde erst mal wieder aufgepeppelt. Es wurde sich wieder unglaublich nett um mich gekümmert und öfters nach mir geguckt. Da Jeff der Meinung war, dass ich unbedingt noch eine Suppe essen muss und eine Brühe das einzige war, was ich essen wollte, kam Cornelius dann auch noch ins Krankenhaus um mir meine Brühe zu bringen. Die Krankenschwestern haben mir dann das Wasser erwärmt, der Doktor hat mir eine Cola gegeben,… ich wurde also super gut umsorgt.

Die Krankenschwestern waren auch ober goldisch. Uns ist aufgefallen, dass wir alle den selben traditionellen ghanaischen Namen haben. Wir heißen alle Ama. Das führt hier immer zu großer Freude wenn man Namensschwester ist.

Am nächsten Tag war ich noch mal beim Arzt und habe noch ein Mittel gegen Durchfall bekommen, alle waren ziemlich erfreut darüber, dass es mir wieder besser geht, total süß.

Naja so kam es auf jeden Fall, dass ich leider meine erste Deutschstunde in meine Klasse nicht halten konnte, ein super Start!

Durch die Krankheit habe ich leider auch das Länderspiel Ghana gegen Sudan hier in Kumasi verpasst, aber naja es hat sowieso total geschüttet und das Spiel soll nicht so gut gewesen sein.

Gestern und heute waren/gehen wir auf ein Jazzkonzert. Also eigentlich wollten wir nur gestern gehen, wir waren auch da, aber ganz ghanaisch kamen wir viel zu spät. Die Band war aber leider eine französische Band weshalb diese pünktlich angefangen hat und wir das Konzert leider nicht ganz mitbekommen haben.

Das was wir mitbekommen haben war aber richtig gut. Es war Jazz kombiniert mit afrikanischer Musik und dazu noch zwei Tänzer, die so eine Art interpretierenden, darstellenden Tanz getanzt haben… extrem geil!

Der Oboist war einfach der geilste, so ein Vogel, wir der beim Spielen abgeht. Wir haben uns danach noch mit dem unterhalten der ist einfach zu geil, wir haben uns für heute nach dem Konzert auf ein Bier mit dem verabredet, ich glaub das wird richtig richtig lustig!

Heute haben wir aber auf jeden Fall vor pünktlich zu sein, um das ganze Konzert mitzubekommen.

Wir haben übrigens erfahren, dass wir bald eine Woche Mittelferien haben. Wir haben überlegt in der Woche mal eine Woche rumzureisen, vielleicht durch die Easter und Volta Region, mal gucken oder wir machen mal eine Woche Strandurlaub oder so mal gucken, oder wir kombinieren beides reisen erst und dann am Ende machen wir noch 2 Strandtage. Man wird es sehen.

Übrigens bin ich jetzt offiziell ghanaischer Bürger! Hier war letztens einer der die Bürger gezählt hat und wir wurden mitgezählt! Sehr geil.

Liebste Grüße wünscht euch also euer ghanaischer Bürger

Mareike