Archiv der Kategorie: Cosima, Hannover

Cosima Streese
September 2011 bis Februar 2012
Volu Headquarter

Tschüss Volu! Hallo Schule!


Nach zwei weiteren Wochen des Nichtstuns bei Volu haben wir das Projekt nun abgebrochen und mittlerweile auch schon eine neue Beschäftigung gefunden.

Eigentlich wollten wir versuchen bei Volu ein Umweltprojekt selbst zu organisieren und durchzuführen, wo  zB. die Strände etwas aufgeräumt werden o.Ä.., aber uns wurde gesagt, dass Volu nicht mehr eigene Projekte organisiert, sondern wir warten müssen, dass eine Gemeinde zu uns kommt und uns praktisch um Unterstützung bittet (gegen Bezahlung). Da dies realistisch gesehen nicht allzu oft passieren wird, hatten wir das Gefühl, dass es sinnvoller wär sich nach etwas Anderem umzuschauen.  Außerdem  hat uns unsere Lebenssituation uns immer mehr frustriert ( wir hatten 1 Woche kein fließendes Wasser, die uns versprochene Herdplatte wurde uns nie gegeben, das ganze Dorf hat unsere Toilette mitbenutzt etc.).

Wir haben uns also bei diversen Stiftungen, Organisationen und Schulen beworben und in der Zwischenzeit im Hotel gesessen und gewartet, was ziemlich frustrierend und  langweilig war und 5 weitere Monate hat endlos aussehen lassen. Wir hatten aber viel Zeit neu bei Volu gewonnene Hobbies weiterzuführen. Dazu gehört für uns Beide Solitär spielen dazu und ich hab meine Leidenschaft für Hotelrezensionen auf Tripadvisor lesen entdeckt;)

Insgesamt haben wir uns dann bei ca. zehn Organisationen  hier in Accra beworben, wodurch es immer mal etwas Abwechslung durch Vorstellungsgespräche und persönliches Abgeben unserer Lebensläufe gab. Eines dieser Gespräche lief echt super und das war  bei der German-Swiss Innternational School. Die Schule hatte uns sehr gut gefallen, was auch daran lag, dass Brezeln und dunkles Brot verkauft wurden 😉

Aber leider konnten wir da keine direkte Zusage bekommen und die Warterei ging weiter. Nebenbei versuchten wir eine Wohnung/Unterkunft zu finden, denn bei Volu bleiben konnten wir ja nicht , aber in Accra muss man für eine anständige Wohnung mit fairem Preis ein Jahr Miete im Voraus zahlen. Wir bleiben ja kein Jahr und deswegen sind wenige am Vermieten interessiert. Diejenigen die doch nach Monatsmiete Wohnungen/Zimmer vergeben, verlangen dementsprechend für Ghana ziemlich viel Geld.

Diesen Dienstag war die Warterei dann endlich vorbei. Morgens wurden wir vom Telefon geweckt und die German-Swiss Innternational School wollte uns haben! Wir konnten gleich am nächsten Tag anfangen.

Wir wurden dann am Mittwoch erst einmal so eingeteilt, dass Markus  in der Basisstufe (Schweizer System: Grundschule in der meistens alle vier Klassen zusammen sind und für Schreiben und Sprache getrennt unterrichtet werden) und kümmert sich da insbesondere um die B1, die Vorschule quasi. Ich selber bin in der Nursery und kümmere mich um die ganz Kleinen; die so zwischen 1-3 Jahre alt sind 🙂 Auch das gesamte Kollegium hat uns sehr nett empfangen und wir fühlen uns nach zwei Tagen dort schon sehr wohl. Die meisten Kinder, aber auch Lehrer dort sind Deutsch, Schweizerisch oder Ghanaisch (oder etwas dazwischen). Der Unterricht wird gänzlich bilingual geführt (Deutsch-Englisch), was bei den sehr kleinen Kindern auch ganz lustig ist, wenn sie jeweils nur ein paar Worte auf beiden Sprachen kennen und kombinieren. Ganz wie ich Zuhause mit meiner Mutter  spreche 😉

Ja…jetzt bleibt erstmal noch die Wohnungssuche. Momentan schlafen wir gerade bei der Leiterin meiner Nursery.

Bis Bald!

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ersten tage in accra


hallo!

heut ist nun mein 3. tag in accra und der 1.tag wo ich nicht das gefühl hab, sofort nach hause zu wollen. in deutschland haben alle andauernd davon gesprochen, dass man die ersten tage erstmal einen großen kulturschock erlebt und ich konnte mir darunter nie wirklich was vorstellen, da ich dachte, ich hab ja bilder gesehen, ich weiß das es nicht so ist wie hier, das wird schon. naja, als wir samstag abend ankamen, war ich sehr unglücklich und dachte ich checke morgen in ein hotel ein, wenn wir nicht woanders schlafen können. es war so laut, da die nachbarn bzw. das ganze viertel laut musik hörten, das licht hell in das zimmer viel und sehr viele menschen dort schliefen.  also ich wusste ja, dass wir quasi in einem hostel schlafen, aber jonas, der letztes jahr hier war, hatte erzählt das er meist alleine dort war. naja am nächsten morgen, empfand ich alles erstmal nicht mehr so schlimm. als wir dann aber frühstücken wollten, wollte ein mitarbeiter hier, ruben, uns wo hin führen. da es aber samstag war, hatten alle lokale und die meisten geschäfte zu. wir sind also durch das „dorf“, dass hier in der nähe liegt spaziert, um etwas einzukaufen. hier war der kulturschock dann schon extrem. als wir in der nacht voim flughafen zu volu gefahren waren, erinnerte mich die stadt an amerika, vllt ein bisschen runtergekommener und auf jeden fall nicht so gut beleuchtet, aber sonst sehr ähnlich von den großen gebäuden bis zu den großen werbeplakaten. hier sah es nun echt aus wie in einer reportage über afrika. überall winzige hütten, alle sind draußen, wo sie kochen, waschen, ziegen hüten. jeder kennt jeden. manche schlafen sogar draußen. ich weiß gar nicht, ob sie dass nicht sogar nachts machen, da die hütten teilweise echt nur  4 quadratmeter oder so groß sind und man auch nachts draußen menschen hört. naja, ruben hat uns dann in nem kleinen laden brot, zucker, tee, kaffee gekauft. also einafch trockenes brot, frühstück, in dem sinne, ist hier nicht so verbreitet, man ist meist schon hähnchen am morgen. unser wasser für tee/kaffee sollte dann draußen erhitzt werden. also eine frau hat über nem feuer wasser gekocht, aber es wurde nicht wirklich heiß und wir waren dann nicht so begeistert es zu trinken. außerdem irritierten mich die streuenden katzen und kinder die mich anfassten und teilweise sogar kniffen. wir haben letzendlich dann einfach brot gegessen und unser wasser getrunken. danach sind wir zum ersten mal alleine raus und mit dem taxi zu nem museum gefahren ( auch weil wir dachten, dass es da vllt auch sonntags was zu essen geben würde). am abend ist ruben mit uns und einer japanerin und einem taiwanesen in ein kleines dorf gefahren, wo ein festival stattfinden sollte. allerdings haben wir hier schonmal erfahren, wie locker ghanaer mit der zeit umgehen. er wollte kurz noch einem freund eine cd vorbei bringem, bei dem wir dann letztendlich 2 std verbrachten. danach besuchten wir noch seine schwester. also drei std später als geplant gingen wir dann zu festival. ich hatte mir darunter nicht wirklich was vorstellen können und war ziemlich überrascht, als sich rausstellte, dass man teils verkleidet teils nicht einfach immer wieder im kreis durch dorf läuft. ältere menschen und viele frauen stehen an der seite schauen zu. dabei wird gesungen oder gegrölt. hier wurden wir sooft angefasst, dass ich schon sehr genervt war. ein typ versuchte mich zu küssen und ich musste ihm ausweichen. dann  hat er sich vor markus gekniet und um einen kuss gebettelt. wir beide fanden die situation schon sehr unangenehm zur belustigung aller ghanaer, die uns auslachten, vermutlich weil wir so ernst blieben und typisch steif europäisch wirkten. naja, interessant wars alles schon, aber für den ersten tag auch etwas viel. ich war dann sehr froh, als ich endlich zuhause war und gemerkt hab, dass es weder laut war noch andere menschen in dem hostel schliefen. heute war unser erster arbeitstag, aber wir mussten nicht so viel machen,wurden nur ein wenig in alles eingeführt, was ich heut noch gut finde, aber auf dauer hoffe ich, dass wir mehr zu tun haben werden. die kommunikation zwischen dem mitarbeiter hier und uns war allerdings echt schwer und anstrengend. mir fällts schon oft sehr schwer afrikanisches englisch zu verstehen und ich merke, dass ich auch oft missverstanden werde. als wir ihn fragten, ob wir hier wlan haben, hat er uns erklärt wie internet funktioniert. mittags sind wir in die accra mall gefahren. eine mall, sehr ähnlich wie eine amerikanische. nachdem wir gestern uns durch scharfes afrikanisches essen geschlagen haben und heute garnicht gefrühstückt haben, war es sehr schön fast food zu essen 🙂 wir haben dann auch gleich teuer import ware eingekauft, damit wir morgen müsli essen können, es gab dort sogar nutella und haribo! joa, das wars eigentlich bislang. bis bald! cosima

Neue Gruppe erreicht heute Ghana


Für neun junge Erwachsene ging es heute über Istanbul nach Accra. Sie starten in insgesamt fünf verschiedenen Einrichtungen an drei Standorten in Ghana ein Praktikum mit unseren Partner.

Konrad Liebig, Jakob Spätling-Kiefer, Dennis Burkert, Markus Wünschelbaum, Philipp Zintl, Torsten Matzak (Vorstand), Lea Konrad, Sabine Fischer, Eva Grabenstein, Cosima Stresse (v.l.n.r.)

Konrad Liebig, Eva Grabenstein und Jakob Spätling-Kiefer werden bei unserem neuen Kooperationspartner, der Primary and Junior Secondary School in Tanaso, als Aushilfs- und Nachhilfelehrer arbeiten. Dennis Burkert wird in der selben Funktion an der Primary and Junior Secondary School in Denchemouso tätig werden.

Lea Konrad wird im neuen Kindergarten von Denchemouso die dortigen Erzieherinnen unterstützen und die nunmehr seit fast zwei Jahren bestehende Kooperation fortsetzen.

Sabine Fischer undPhilipp Zintl werden zusammen an der Ghanaian German School arbeiten. Sabine wird sich nach vier Jahren Vakanz – der frühere Verantwortliche in Ghana ist damals viel zu früh verstorben – um die Wiederanlage des Schulgartens kümmern.

Cosima Streese und Markus Wünschelbaum bleiben in Accra und werden das Headquarter von Volu unterstützen.

Sie werden alle auch hier wieder über ihre Erlebnisse und Erfahrungen berichten. Und wir wünschen ihnen allen eine aufregende und spannende Zeit in einem noch unbekannten Land.

Reiseroute