Ghana-Basics ;-)


Da es nichts wirklich „Neues“ zu berichten gibt, möchte ich euch heute ein paar grundlegende Sachen erzählen:

1. Wetter
Entgegen meiner Erwartungen ist es hier nicht die ganze Zeit nur heiß. Morgens hat es so um die 20 Grad schätzungsweise (ein Thermometer habe ich bisher noch nicht gesehen…), nachmittags wird es dann meistens schon richtig heiß (zwischen 25 und 30 Grad – meine Schätzung) und abends kühlt es dann aber immer ab. Wir befinden uns gerade in der Regenzeit. Das heißt, es regnet mittlerweile fast täglich und das relativ stark. So schüttet es dann mal eine halbe Stunde, mal aber auch 2 Stunden. Regen heißt in Ghana, das danach die Straßen eine Weile so gut wie nicht mehr begeh- oder befahrbar sind, da sie sich in Flüsse und Bäche verwandelt haben, was wiederum bedeutet, dass man bei Regen erstmal daheim bleibt und alles Vorgehabte vergisst ;-)

2. Essen
Zum ghanaischen Essen kann man vor allem zwei Sachen sagen: Es ist (fast) alles sehr fettig und scharf.
Da ich in einer Gastfamilie lebe, genieße ich täglich ghanaisches Essen. So gibt es meistens Reis mal mit ’tomato-’, mal mit ’vegetable stew’, und so gut wie immer mit Hähnchenfleisch oder Fisch. Manchmal gibt es auch Yam (ähnlich wie Kartoffeln), ebenfalls mit irgendwelchen Soßen. Immer wieder gibt es Spaghetti mit angebratenen Karotten, ’sausages’ und ’garden eggs’ (schmeckt wie Paprika). Das Essen ist echt superlecker und mein Magen verträgt bisher auch alles bestens, darüber bin ich echt froh!

3. Familie
Der Begriff „Familie“ kann in Ghana nicht so verstanden werden wie der der deutschen Familie. Im Haus meiner Gastfamilie wohnen zur Zeit zum Beispiel 3 Töchter von Geschwistern meiner Gasteltern (also Nichten) und ein Mädel, das sie von der Gemeinde kennen. Doch alle sagen „Mum“ und „Dada“ (= Papa). Das ist für mich noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig und es hat erstmal auch zwei Wochen gebraucht, bis ich jetzt endlich mal alle Namen den richtigen Gesichtern zuordnen kann und zudem noch weiß, wer hier eigentlich wie mit wem verwandt ist. Es reden auch alle von sich gegenseitig als ’brother’ und ’sister’ auch wenn sie „nur“ Cousine und Cousin sind. Die 5 leiblichen Kinder studieren oder arbeiten auswärts und wohnen so nicht zu Hause, kommen aber immer wieder zu Besuch.

4. Ghanaer
Die meisten Ghanaer sind recht freundlich und grüßen auf der Straße (oder zumindest grüßen sie zurück). ’Welcome’ hört man auch die ganze Zeit, ob ich nach Hause komme oder auf meinem täglichen Marsch durch’s Wohngebiet, stets werde ich gefragt „How are you?“ oder willkommen geheißen.
Die Kinder, denen ich jeden Tag auf dem Weg in die Schule, nach Denchemouso oder sonst wo hin begegne, sind echt witzig. Sobald sie mich erblicken, fangen sie an in voller Lautstärke ’Obrooooooni!!!’ zu schreien und das hält dann an, bis ich an ihnen vorbei gelaufen bin. Jetzt schreien sie ’Obroni, byebye!’ entweder bis sie mich nicht mehr sehen oder ich mich noch oft genug umgedreht und gewunken habe.
Etwas nervig dagegen ist das Zzzzz. Ghanaer zischen einfach unglaublich gerne. Ob weil sie etwas verkaufen wollen, du einfach nur zu ihnen schauen sollst oder aus irgendeinem anderen Grund, Zischen hört man es die ganze Zeit und egal wo man gerade ist.
Aufgrund unserer Hautfarbe müssen wir auch ständig aufpassen, dass wir nicht verarscht werden, denn da ’Obronis’ ja reich sind, verdoppeln viele einfach mal den Preis für alles – so kostet ein Brot dann mal 7 Cedis, anstatt nur wie sonst immer 3 Cedis ;-) .
Gewöhnungsbedürftig ist auch, dass jeder dein Freund sein und von dir nach Deutschland mitgenommen werden möchte. Die Meisten stellen sich das Leben in Deutschland total einfach und paradiesisch vor.
Und noch etwas: Ghanaer machen total oft NICHTS. So wird auf alles unglaublich lange gewartet und das stört hier auch keinen. Auch wird sich, wenn man das Bedürfnis eines Nickerchens verspürt, einfach mit dem Kopf auf den Tisch, auf die Bank in seinem Laden, oder auf den Boden gelegt und dann geschlafen. So sieht man wo man auch hinkommt (vor allem in der Mittagshitze) Leute liegen und vor sich hin dösen.

5. Schule
Über die Schule hier habe ich ja schon einiges berichtet…
Im Allgemeinen finde ich es mega anstrengend hier zu unterrichten. Zum einen sind die Klassen viel zu groß, so sitzen dir zwischen 35 und 40 Kids gegenüber. Dazu kommt dann, dass sie es gewöhnt sind für jeden Fehler oder wenn sie laut sind mit dem Stock geschlagen zu werden. Da ich mich weigere sie zu schlagen, habe ich quasi schon verloren und bekomme sie nicht immer leise, wenn ich das gerne hätte. Gebe ich ihnen dagegen eine Aufgabe, die sie in ihrem Heft lösen müssen, sind sie immer total still und konzentriert. Noch dazu kann ich mir die ganzen Namen leider noch überhaupt nicht merken. So weiß ich bisher ca. 5 Namen pro Klasse, was das aufrufen und ermahnen nicht gerade leichter macht ;-) .

So, das wär’s für heute =)
Seid ganz <3-lich gegrüßt von eurem ’Obroni’
Eure Anja

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Momentaner Wohnort: KUMASI


Map of Kumasi

Mittlerweile sind gut zwei Wochen vergangen seitdem ich von Accra zurück in Kumasi bin. Die Schule hatte ihr offizielles Reopening am 17. September. In der Woche darauf waren dann auch genügend Schüler anwesend, um stundenplanmäßig wie letztes Jahr mit dem Unterricht zu beginnen und ich hatte damit meine erste Deutschstunde in Englisch – hiermit ein Gruß an die liebe Dani und den Tobi ich mach jez praktisch DAF – Deutsch als Fremdsprache. Es gibt keinen Lehrplan, es gibt keinen Stoffverteilungsplan, mit etwas Glück findet man Aufzeichnungen der letzten Voluteers und auch Tests, die geschrieben wurden. Ich unterrichte in der SHS – Senior High School – die Schüler sind zwischen 17 und 20 Jahre alt und teilweise aus den umliegenden Dörfern oder als Boarding-Students von weiter her – z.B. Oseekodorom – als Studenten, die hier am Campus wohnen. Die Studenten schreiben kein Abschlussexamen in meinem Fach. Das heißt man ist sehr frei in den Themen, die man bearbeiten möchte, es bedeutet aber auch, dass die Studenten vielleicht nicht unbedingt motiviert sind. Mal sehen, ich kann dazu noch nichts sagen – ich jedenfalls bin motiviert, dem stupiden Auswendiggelerne, das hier viel zu finden ist – dem Lernen ohne Denken etwas entgegen zu setzen.

Daneben gilt es, sich Kumasi als Stadt zu erschließen – als meinen Wohnort für die nächsten fünf Monate. Wie macht man das? Sich eine Stadt erschließen und sich dort zu hause fühlen? Mir fällt bei zu hause spontan so was wie Alltag und Freunde ein. Oder sowas wie Plätze, die man kennt und wo man sich wohlfühlt, feiern gehen kann und weiß was einen erwartet.

Beginnen wir mit Kumasi TOWN. Auch wenn es auf der Karte so scheint, als sei Kumasi innerhalb des Straßenringes zu finden, dann täuscht man sich, wenn man so denkt. Kumasi besteht aus seinem Stadtkern – dazu gehört ADUM, der Ketjetia-Market vielleicht noch ASAFO, der Umschlagplatz für Busse und Taxis für ganz Ghana – und vielen Stadtteilen oder auch Dörfern, die etwas ausserhalb liegen – wie z. B. Denkyemuoso oder auch Denchemuoso, mein zuhause. Will man nun in die Stadt, z.B. um einen Brief zur Post zu bringen, oder Dinge des täglichen Gebrauchs zu erwerben oder wenn einem nach Ausflug ist, mal schauen was passiert, dann sagt man „I am going to town“. Von Denkyemuoso aus heißt das ein Sharing-Taxi an die Trotrostation in Kwadaso und von dort aus ein Trotro zum Ketjetia-Market.

Das National Culture Center liegt im Stadtteil Bantama, der „on the way to town“ vom Westen her kommend das Tor zu Kumasis Stadtkern ist. Dort findet man ein Restaurant, das völlig überteuert – für uns Touristen – Jollofreis anbietet oder „Spaguetti Bolognese“, die allerdings eher an Gulasch erinnern. Parkartig angelegt findet man des weiteren einen kleinen Buch- und Postkarten-Shop, in dem man Hefte über die Geschichte und Kultur des Ashantivolkes kaufen kann. Mehrere Ausstellungshallen und Werkstätten von Schreinern, Trommelbauern und dem Keramikhandwerk. 3 kleine Souvenir-Shops runden das Ganze ab. In einem dieser Shops lernte ich in der ersten Woche Kwaku kennen. Er stellt aus den sog. „Kingbeads“, den Bronzeperlen der Könige im Ashantireich und den lokalen Glasperlen Schmuck her, den er dort verkauft. Er meinte er könnte mir zeigen, wo die gemacht werden, also tauschten wir Nummern aus.

Drei Wochen später also steh ich wieder bei ihm im Shop. Mein erster autark veranstalteter Stadtausflug führt mich zu Kwaku, um mal herauszufinden, wo die Werkstatt so ist und wie lang man da hinfährt, was das kostet und trallalla – vielleicht wollen die Mädels ja mit. ZIemlich gleich nach der Begrüßung erklärt mir Kwaku, dass wir heute gleich fahren können. Wir warten nur auf seine Schwester, ihr gehört der Laden, und dann können wir los. Ich habe also Zeit, mir den Shop genauer anzugucken – mit gekonntem Blick finde ich wertvolle alte Perlen in seinem Sortiment und irgendwann wird mir klar, dass sich das Ganze noch eine kleine Weile hinziehen kann und ich such mir ein schönes Plätzchen um zu Rauchen, einfach rum zu gucken und warum nicht – Tagebuch zu schreiben. Ich habe sonst heut nichts vor. Kaum sitze ich dort eine halbe Stunde sammelt sich peu a peu ein kleiner Haufen Kinder um mich herum – so im Alter von 4-12 Jahren und ich werd sie nur mit Mühe und der Hilfe einer netten Mama mit Baby auf dem Rücken los. Scheinbar findet hier jeden Samstag eine Rastafarien Preach statt. Die hör ich mir dann das nächste Mal an. Das Culture Center läd dank der parkarigen Anlage mit seinen Wiesen und Weiten gut zum Relaxen und Seele baumeln lassen ein.

Die Fahrt nach Kofroum lohnt sich im Übrigen. Das Dorf ist nicht mehr auf dem Stadtplan zu finden, aber gehört nach wie vor zu Kumasi. Nicht wie gedacht, werden die Perlen in einer Fabrik oder eher Manufactur hergestellt, sondern einfach von den Leuten dieses Dorfes auf der Straße. Wieder gibt es jemanden, der sich Zeit nimmt, den Arbeitsprozess zu erklären. Das Dropping-Taxi kostet 7 Cedi, die Rückfahrt mit dem Trotro hingegen 50 Pesewas (20 Cent).

Noch vom letzten Jahr kenne ich den Baboo Basar, er befindet sich im Stadtteil ADUM. Ein Basar für Souvenirs, Trommeln und allerlei Malereien, wo scheinbar knapp 30 Leute ihre Sachen verkaufen. Sie sind Seller mit Leib und Seele und haben ihre Basis in Kumasi. Für manche ist es üblich hin und wieder nach Accra und an die dortigen Strände zu fahren, „to change the environment“. Einer der Seller ist Ras Pino. Er und seine Mutter sind ursprünglich aus dem Norden. Die Mutter ist vor gut 30 Jahren nach Kumasi gekommen, weil hier das Business viel besser ist als im spärlich besiedelten Norden und Ras Pino begleitet sie dabei. Der Rest der Familie, also Vater und Geschwister sind im Norden geblieben.

 

 

Wenn man gerne lokale Getränke wie z.B. Hirsebier – das eigentlich auch aus dem Norden kommt und PIITO heißt so ursprünglich und einfach wie möglich probieren mag, der findet hinter dem Opoku Supermarkt in Kumasi ein Lokal ziemlich versteckt gleich am Eingang vom „The Garden“. Piito wird in Kalebassen serviert, etwas befremdlich aber eindeutig sinnvoll stellt man die befüllten Kalebassen auf ein Stück Rohr, so kippen sie nicht um und sie bekommen einen Aludeckel damit die Fliegen fern bleiben. Er schmeckt leicht säuerlich mit wenig Kohlensäure – also nicht mit dem uns bekannten Bier zu vergleichen. Ein Liter kostet 2 Cedi.

 

„The Garden“ ist eine rießige Fläche Land, die zum Großteil mit Bananen- und Plantainbäumen versehen ist und offiziell der Regierung gehört. Von dieser bisher aber nicht beachtet, haben sich hier Kleinstdörfer gebildet, von nur 4-8 Leuten, die dort sehr einfach leben und teilweise die Felder bestellen oder vom Verkauf des Piito leben. Hier kann man ausspannen – man fühlt sich nicht wie mitten in der Stadt, und ist es doch. Allerdings kommt man hier wahrscheinlich nur mit einem ortsansässigen Begleiter her.

Was man aber auch machen kann, ist den Campus der KNUST besuchen – dIe Kwame Nkruma Univeristy of Science und Technology. Das erste Mal schaut man sich die ganze Anlage an, die einzelnen Wohnblocks der Studenten, die an Hochhäuser in Lechhausen erinnern. Der Campus ist vielleicht halb so groß wie der Stadtkern von Kumasi. Er hat sein eigenes Taxinetz, da die Lehrräume teilweise zu weit voneinander entfernt liegen, als die Wege zu Fuß zurück zu legen. Außerdem hat der Campus einen eigenen Pool – was vor allem der Grund ist, warum wir einen Ausflug dorthin machten. Ein Nachmittag am Pool in Ghana kann bedeuten, dass man das Schwimmerbecken als Europäer ganz für sich alleine hat, während sich die Ghanaer im viel kleineren Nichtschwimmerbecken tummeln. Warum das so ist? Weil der Ghanaer an sich nicht gern schwimmt, oder es hier eben nicht so üblich ist. Normalerweise so sportlich und körperbewusst, ist das Wasser nicht unbedingt ihr Element, sie wirken bisweilen etwas unbeholfen und tabsig, wenn man sie beim Schwimmen beobachtet.

Will man ein bißchen Europa, was das Ausgehen angeht, hat AHODWO wohl etwas zu bieten. Wir landeten einmal in einem Club – APHRO genannt, was die Abkürzung für APHRODISIAC bedeutet. Für schlappe 20 Cedis – umgerechnet etwa 8 Euro bekommt man einen klimatisierten Tanzbereich mit großer Bar, wo allerdings KEINE lokalen Getränke verkauft werden. Dafür gibt es Campari, Smirnoff, Jägermeister, Sambuca oder was auch immer. Natürlich alles zu seinem Preis. So kosten 2 shots (also 4 cl) Sambuca z.B. 8 Cedi, 2 shots Campari dagegen 10 Cedi, 2 shots des örltichen Gins Akpeteshie hingegen, den ich gerne mit Lime trinke, kostet normalerweise zwischen 1 und 2 Cedi. Lustigerweise finde ich außerhalb des Clubs drei Jungs, die auf einem kleinen Holztisch eben die lokalen Getränke zu lokalen Preisen verkaufen. HURRA- Fragt man mich also, wie es mir an diesem Abend gefallen hat, antworte ich „I liked the Akpeteshie-Spot most.“

 

Im Club selber werden die Charts rauf und runter gespielt, auch hier viel Europäisches und erst gegen Ende werden die lokalen Highlites ausgepackt. Für mich völlig unüblich wird meist paarweise getanzt. Man findet zusammen, heiße, innig wirkende Performances finden statt, und je nachdem, wie es gefallen hat wird in der selben Kombi, oder eben anderweitig weitergetanzt. Auch unerwartet sind wir Mädels nicht der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, was uns einen schönen Abend beschert.

 

Um sich zu hause zu fühlen, braucht man aber auch Alltag. Das Gefühl sich in der Gegend aus zu kennen, zu wissen wo die Straßen so hinführen und wo man was finden kann. Zum Beispiel Essen, Trinken, Duschgel oder Shampoo.

Fangen wir mit den Straßen an. Die Definition für Straße oder Weg verändert sich mit der Zeit, die man in Ghana unterwegs ist. Zu Beginn ist es klar, dass man die eindeutig als Straßen zu erkennenden Wege geht. Ich nenne sie gern die Mainroads. Sie weißen sich dadurch aus, dass vermehrt Verkehr auf ihnen stattfindet und sie eine gewisse Breite aufweisen. Die Mainroads geben uns Ausländern Sicherheit, weil wir uns auf einem offiziellen Weg zu befinden. Das ist gut so, kann aber dazu führen, dass man rießige Umwege geht, um von A nach B zu kommen. Die Challenge, sich seine neue Gegend zu erschließen, sieht hier so aus, dass man nachmittags, nachdem der Schuldienst erledigt ist, seine Sachen packt und einfach mal links läuft, anstelle wie sonst immer rechts, um nach Tanaso zu laufen. Über Wiesen und Felder, kleine Brücken, manchmal direkt im Vorgarten eines Hauses vorbei, vielleicht auch mal durch einen Friseur hindurch, kommt man irgendwann irgendwo auf derselben Mainroad an, wie sonst auch, nur an einer anderen Stelle. Mit viel Glück findet man bei solchen Ausflügen, einen neuen, kürzeren Weg um von A nach B zu kommen. Die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit, wenn man mitten im Nirgendwo nach dem Weg fragt – zum Glück. Irgendwann beginnt man dann ein Gefühl dafür zu bekommen, was ein Weg ist. Man darf sich dabei eben nicht davon ablenken lassen wo genau er gerade entlang führt.

Auf genau diesen Ausflügen findet man dann die Shops, in denen es die Dinge des täglichen Gebrauchs gibt – mit Glück ganz in seiner Nähe.

1 Monat Ghana…


Jetzt bin ich schon 4 Wochen in Ghana. Entgegen meiner Erwartungen, die ersten paar Wochen würden nur schleppend vergehen, rast die Zeit schon jetzt ;-)
Seit letzten Montag gibt es nun den „richtigen“ Stundenplan. Etwas ungeschickt an ihm ist aber, dass Form 1 (7.Klasse) und Form 2 (8.Klasse) immer gleichzeitig Französisch haben, das heißt ich kann gar nicht beide Klassenstufen unterrichten. Als ich dieses Problem mit der Headmistress bespreche, meint sie nur, es müsse halt ein zweiter ’French-Teacher’ her, dann sei das kein Problem mehr. :D sehr gut, dass sie das jetzt nach 3 Wochen „Schule“ auch eingesehen hat ;-) . Ich frage, wie ich das dann für die Zwischenzeit machen soll, doch darauf antwortet sie nur, ich solle in die Klasse gehen, auf die ich gerade Lust hätte – :D alles klar…
Am Dienstag sollte dann eigentlich der andere Französisch-Lehrer vorbeikommen (hätte nicht gedacht, dass sie so schnell einen auftreiben können). Doch er hat wohl heute was Besseres vor und so warte ich vergeblich den ganzen Vormittag. Immerhin unterrichte ich heute 4 Schulstunden Französisch in zwei verschiedenen Klassen. Während des Rumsitzens und Wartens hatte ich dann noch ne relativ komische Begegnung mit einer Frau. Sie kam her und fragte, ob sie mich was fragen könne – na klar! Und so wollte sie wissen, warum wir ’white men’ keine Narben haben (wo sie das gelernt hat, weiß ich auch nicht), ob wir irgendeine Medizin gegen Narben hätten und was sie denn machen könne, damit Narben weg gehen.
An diesem Nachmittag besuche ich dann noch Mercy, eine „Referendarin“ (in Ghana ist das ein bisschen anders mit dem Lehrer werden…), die am Campus wohnt, auf dem auch das Internetcafé ist. Sie lebt gemeinsam mit 3 anderen Studentinnen in einem verhältnismäßig kleinen Raum. In ihm befinden sich 2 Stockbetten, ein Tisch und ein Schrank. Außerdem gibt es einen kleinen Balkon, auf dem sie kochen. So sieht hier also ein Studentenwohnheim aus…
Den Mittwoch verbringe ich dann, da ich nach Stundenplan heute keine einzige Französisch-Stunde habe, mal wieder mit Warten. Dieses Mal auf die Headmistress, die am Tag zuvor meinte, ich solle heute Morgen gleich wenn ich komme zu ihrer ’Office’ kommen. Doch von ihr fehlt weit und breit jede Spur. Immerhin taucht diesen Morgen der ’French-Teacher’ Frank auf. Nach einstündigem Warten auf den Stundenplan (der dann aber immer noch der selbe ist wie am Tag zu vor, obwohl man mir gesagt hatte, man verändere ihn noch mal), möchte Frank dann, dass ich die Form 1 + eine Klasse der Form 2 übernehme und er 2 Klassen der Form 2 und die Form 3 übernimmt. Also erkläre ich auch ihm, dass ich solange dieser Stundenplan gilt, nicht Form 1 UND Form 2 unterrichten kann… Also muss er vorerst die komplette Form 2 und 3 übernehmen, was ihm nicht wirklich passt ;-) .
Die Headmistress kam dann übrigens noch um 13.30 Uhr, worauf sie aber 10 Minuten später die Schule wieder verließ, weil sie so ’tired’ sei.
Diesen Nachmittag verbringe ich mit den anderen 4 deutschen Mädels bei Michael, einem Lehrer der GGS. Er wohnt zusammen mit einem anderen Michael und Frank (nicht der ’French-teacher’ ;-) …) zwischen Denchemouso und Tanoso. Wir kochen gemeinsam den ganzen Mittag. So gibt es zuerst Reis mit ’tomato stew’ (scharfe Tomatensoße), dann frittierte Kochbananen mit ’garry and beans’ und später dann noch mal Reis mit irgendeiner Soße.
Während des Kochens legt’s plötzlich los und schüttet wie aus Kübeln. So einen Regen haben wir in Ghana bisher noch nicht erlebt. Wir sitzen auf der Terrasse des Hauses und beobachten wie die „Wege“ (deutsche Trampelpfade) zu Flüssen werden.
Am Freitag war Feiertag, denn es wäre der Geburtstag des ersten Präsidenten. Das heißt für uns wir haben frei und so entscheiden Lisa Pfeffer und ich einen Ausflug zu machen. Wir gehen also am Freitagmorgen los und fahren über Kumasi nach Obuasi, wo sich eine Goldmine befindet, die man besichtigen kann. Es klappt alles gut und so sind wir schon um 11 in Obuasi, suchen uns ein Hotel für die Nacht und gehen zur Mine. Dort wird uns dann aber erklärt, dass am Feiertag keine Führungen stattfinden =(. Wir sollten am nächsten Tag noch mal kommen. Da Obuasi an sich wirklich hässlich ist und wir dort ohne Mine keinen ganzen Tag bleiben wollen, entscheiden wir uns in das Nachbarörtchen Patakro zu fahren, wo es einen bekannten Schrein (UNESCO-Weltkulturerbe) geben soll, zu dem viele Menschen pilgern um zu beten. Nach einer gefühlten Ewigkeit finden wir dann auch irgendwann das richtige Trotro und erfahren, dass es gar kein Trotro direkt nach Patakro gibt und wir irgendwo in ein Taxi umsteigen müssten. Also steigen wir irgendwo dann vom Trotro ins Taxi. Gerade diese 2 Minuten schüttet es wie aus Kübeln. Also sitzen wir dann letztendlich etwas nass im Taxi nach Patakro. Glücklicherweise sitzt Frank (wieder ein anderer) aus Patakro in diesem Taxi. Nachdem wir zahlreiche Male vom Fahrer und den beiden anderen Mitfahrern gefragt werden, ob wir auch wirklich keine Chinesen seien, erreichen wir Patakro. Später erfahren wir dann, dass hier wohl sonst nur Chinesen herkommen. Patakro ist das wohl afrikanischste Dorf, das man sich vorstellen kann. Abgeschieden von jeglicher Zivilisation führt nur eine Straße ins Dorf und endet dort als Sackgasse. Als wir nach dem berühmten Schrein fragen, guckt man uns erstmal komisch an. Auf jeden Fall ist von „Weltkulturerbe“ nicht allzu viel zu sehen. Frank führt uns zwar zu dem angeblichen Schrein, der aus 4 lebensgroßen Figuren besteht. Im ganzen Dorf stehen außerdem lebensgroße Figuren vermutlich aus Holz, die verschiedene Szenen aus dem Leben Jesu darstellen. Frank erzählt uns, dass die Figuren vor langer Zeit dorthin gebracht worden wären, um der Bevölkerung, die bis zu diesem Zeitpunkt an Geister glaubte, Jesus bekannt zu machen – coole Idee =). Doch die eigentliche Attraktion sind wir. Die Dorfbewohner starren uns an als hätten sie noch nie Weiße gesehen.
Am Samstag gehen wir dann schon um 6.30 Uhr los zur Mine. Dort wird uns dann aber gesagt, dass es heute auch keine Führung gäbe und wir uns hätten schon ein paar Tage vorher anmelden müssen – dumm gelaufen =(.
Also sitzen wir schon um 7.15 Uhr im Trotro zurück nach Kumasi.
Am Sonntag wollen wir dann theoretisch um 7.30 Uhr zur ’English Assembly’ der Kirche. Blöd nur, dass es um 7 Uhr anfängt zu regnen und wenn es regnet verlässt in Ghana keiner das Haus. Mein Gastvater erklärt mir: „If God wants us to pray in church today, he will stop the rain!“ :D das ist ja mal ne Einstellung…
Es hört leider erst um 8.30 Uhr auf zu regnen und da der Gottesdienst nur bis 9 Uhr geht, gehen wir jetzt nicht mehr. Eigentlich hieß es dann wir gingen zur ’Twi-Assembly’ um 10 Uhr. Doch da es dann wieder anfängt zu regnen, macht keiner Anstalten zu gehen. Also heute kein Gottesdienst.
Am Sonntagnachmittag verlassen uns dann zwei meiner Gastgeschwister Battista und Apos, da sie von nun an in Kumasi studieren werden. Doch es gibt seit gestern ein neues Gesicht hier: Christiana, auch eine Nichte, die hier bis Oktober oder November wohnen wird. Wir wohnen jetzt hier also im Moment zu sechst.
Seit Montag ist die Schule nun etwas interessanter. Ich setze mich mittlerweile einfach nach jeder Französisch-Stunde zu einem anderen Lehrer-Grüppchen, das gerade auch nichts zu tun hat, und dann reden wir, ’teachen’ sie mich Twi oder ich sie deutsch und so ist es ganz witzig und die Zeit vergeht nicht mehr ganz so langsam. Außerdem haben wir heute (Dienstag) 28 Französisch-Bücher gefunden, die zudem noch brauchbar sind. So kann ich jetzt meine Form 1 sogar MIT Büchern unterrichten =). Normalerweise haben die Schüler für kein einziges Fach ein Buch. Der Lehrer hat jeweils eins, und das war’s dann auch schon. Wenn sie ein Buch haben wollen müssen sie es sich auf dem Markt oder irgendwo anders selber kaufen. Also ist der „Klassensatz“ (zumindest reicht es wenn 2 Schüler zusammen in ein Buch schauen) French-Books eine echte Ausnahme!

Ich hoffe euch geht’s auch gut?!?!?
Bin in Gedanken oft bei euch =)

Eure Anja

Der Ghanaer an sich


Hallo ihr Lieben

Der Ghanaer und seine grundsätzlichen Eigenschaften: Der Ghanaer an sich schläft gerne, er spuckt gerne, er liebt es zu schlürfen, einem hinterher zu zischen, einem seine Nummer und Freundschaft anzubieten und einen immer herzuwinken, auch wenn man im Auto sitzt…. Aber mehr dazu im Folgenden.

Zu Beginn möchte ich euch erstmal von meinem Schulleben erzählen, denn das interessiert wohl die meisten.
Mir wurde die 6. Klasse in der Grundschule für den Mathematikunterricht und die 7. Bzw. 8. Klasse für das Fach Französisch zugeteilt. Französisch gab es bis jetzt in der gesamten Schulzeit noch nicht, also wurde mir so zu sagen ein neues Fach auf meine Bitte hin eröffnet (ein anderes musste leider dafür gestrichen werden, wahrscheinlich war es Musik, was eh kein Mensch braucht ;) Scherz).  Nun zu meiner 6. Klasse: an sich sind es sehr nette und herzensgute Schüler, dennoch ist ihre Mathebegabung etwas zu kurz gekommen. Meine Erwartungen waren nicht hoch und ich habe auch schon damit gerechnet, sehr weit unten einzusteigen, aber nun weiß ich, dass ich irgendwo in den tiefsten Brunnen steigen muss, um die nicht vorhandene Mathematik-Basis der Schüler zu erschaffen. Es ist durchaus schwierig mit Kindern zu arbeiten, die die „Ein-mal-Einse“ nicht beherrschen und 7 von 12 nicht subtrahieren können oder sie denken, dass sie es können und als Antwort darf ich mir von einem mir ins Gesicht strahlendem Schüler dann anhören: „21 Madame Jennifer!“  Ein kleiner Stich ins Herz, dennoch denke ich, dass noch nicht alles verloren ist und ich versuche alles, um ihnen die Basis der Mathematik-Basen beizubringen.  Meine ersten Erfolgserlebnisse kamen dann auch schon bald, als ich meinen 1. Mathetest geschrieben habe und er ganz ordentlich ausgefallen ist. Während dem Test habe ich versucht alle Spicker einzusammeln (und ich kenne eigentlich alle Verstecke, da ich ja selber erst aus der Schule raus bin ;) ), dennoch ist es mir bei 40 Schülern nicht gelungen alle im Auge zu behalten.
Der Französischunterricht in der 7. Klasse ist dagegen schon was anderes. Die Kinder sind größer, älter und man muss sich schon durchsetzen können, sonst wird man von dem Lärmpegel überrannt und alle laufen wie verrückt durchs Klassenzimmer. Nachdem ich mich vorgestellt habe und ihnen klargemacht habe, dass bei mir im Unterricht weder geschrien, noch rumgerannt, noch gegessen, noch irgendwelche Stifte rumgeworfen und Plätze getauscht werden, waren sie ruhig.  Ihre Aufgabe war es frankophon-afrikanische Länder aufzuzählen. Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass sich Germany in Afrika befindet und, dass dort Französisch gesprochen wird… wusstet ihr das? Indien liegt angeblich auch in Afrika und die offizielle Sprache ist Französisch! Auch das war mir neu.
Nachdem ich einer meiner Stunden erfolgreich beendet habe, gehe ich generell ins Lehrerzimmer, um mich dort über den Neusten Klatsch und Tratsch bei Akousia (eine sehr nette Lehrerin und Freundin) zu erkundigen.
Eine Eigenschaft der Ghanaer ist, dass sie gerne schlafen (siehe oben)! Egal wo, wann, wie, ob auf, unter oder neben dem Geschäft, sie können es überall tun. Auch im Lehrerzimme durfte ich dies ein paar Mal beobachten. Hier gilt das Motto, ist man müde, wird der Kopf auf den Tisch gelegt und man schläft erstmal eine halbe Stunde, auch, wenn man eigentlich Unterricht hätte. Dies passiert oft und stets von der einen auf die andere Sekunde!
Der Ghanaer zischt einem gerne hinter her, dass ist auch eine Eigenschaft, die man hier etwas zu oft erfährt. Nicht nur auf der Straße, sondern auch, wenn man im Tro-Tro sitzt und das Fenster offen hat!
Ein Abenteuer noch zum Schluss. Gestern waren wir am Lake Bosomtwi, der so nebenbei ein sehr schöner, großer und sauberer See ist. Doch die Fahrt dorthin sollte nicht so einfach sein, wie sie in unserem netten Reiseführer beschrieben war. In Kumasi angekommen, müssen wir erstmal den halben Markt durchqueren, um an unser Ziel zu gelangen. An der Haltestelle angekommen, stehen so ca. 40 Leute vor uns (in ein Tro-Tro passen zwischen 16 und 20 Menschen), d.h., dass wir so ca. 2 Stunden anstehen müssen. Da wir von Ghana nichts anderes gewöhnt sind, außer ständig auf irgendetwas zu warten, ist das natürlich ein Kinderspiel für uns. ;) Nach gefühlten 3 Stunden kam dann eine Ghanaerin auf uns zu, die uns ein Tro-Tro nur für „Weiße“ herbeigeschafft  hat. Am See angekommen, werden wir erstmal genötigt, für das Klo dort 50 Pesuwas zu bezahlen, in dem es weder Klopapier noch Wasser gab… Wir sind halt aus Germany und haben anscheinend das Geld. Nach einer Diskussion, die aber leider nichts gebracht hat, mussten wir ihm das Geld geben… Das erste Obstakel geschafft, kommt auch schon das Nächste. Ein Ghanaer kommt auf uns zu und schreit uns an, dass wir ihm auf der Stelle 10 Cedis geben sollen!  Ich natürlich erstmal:“Ähh no!“ haha Nachdem er uns klar gemacht hat, dass es eine Spende sein soll und ich ihm erklärt hab, dass, wenn man einen anbrüllt und Geld für irgendwelche Bäume verlangt, es keine „Spende“ mehr sei, wurde er ruhiger und hat sich sogar für sein Verhalten entschuldigt!
Nach zwei Stunden sonnen mussten wir auch schon wieder nach Hause. Doch dies sollte nicht so einfach sein, wie die Hinfahrt. Ein privates Tro-Tro habe ich uns vom See zum Umsteigepunkt organisiert, dessen Fahrer eher an uns, als an der Straße vor ihm interessiert  war. Für die Fahrt hat er 1 Cedi verlangt und sein Freund wollte mich heiraten. Da wir für die Fahrt zahlen mussten, habe ich ihm gesagt, dass aus unserer Hochzeit nichts werden würde.  Das konnte er nur schwer verkraften. Um ca. 21.00 Uhr waren wir zu Hause.
Nächsten Samstag geht es dann in einen Nationalpark bei Kumasi. Mal schauen, was da so schiefgehen wird! =)

Ansonsten geht’s mir gut! Gas haben wir jetzt (nachdem mir zwei Schüler für das Tragen der Gasflasche organisiert wurden)!
Lisa Hammer ist wieder heil mit Carmen aus Accra zurückgekommen und die Schule fängt bei ihnen am Montag an.

Ihr fehlt mir!

Pour Adrien:  Envoie-moi des gateaux de ta mére, s’il te plaît! :P ❤

Eure

Madame Jennifer =)

 

Denchemouso

Denchemouso

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Bomfobiri Wildlife Sanctuary

Bomfobiri Wildlife Sanctuary

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Bomfobiri Wildlife Sanctuary

Bomfobiri Wildlife Sanctuary
Der Guide und ich!

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Lake Busomtwi

Lake Busomtwi

Erster Unterricht + erster Ausflug


So, es ist mal wieder an der Zeit für einen Blogeintrag ;-)
Vor einer Woche hätte eigentlich der Unterricht beginnen sollen. Doch in Wirklichkeit wird in der Junior High School (JHS) erst seit Donnerstag unterrichtet und das auch nur mit einem halb-improvisierten bzw. noch nicht vorhandenen Stundenplan. Das heißt manchmal hat eine Klasse „richtig“ Unterricht und es ist auch ihr Lehrer im Klassenzimmer, doch meistens sitzen sie einfach nur so im Klassenzimmer und tun nichts, weil der Lehrer einfach nicht kommt. Mich erstaunt, dass es trotzdem verhältnismäßig ruhig ist im Schulhaus.
Zum Glück verläuft der Unterricht der Primary School etwas geordneter. Dort gibt es schon seit Montag Stundenpläne für jede Klasse und es wird auch nach diesem unterrichtet. So kann ich zumindest dort beim Unterrichten zuschauen und ein bisschen helfen. Am Mittwoch verbringe ich fast den ganzen Schultag in einer der beiden 6. Klassen (Grundschule geht hier bis zur 6. Klasse) und erlebe so Englisch, I.C.T. (Computer…) und Mathe. Entsetzt bin ich, dass es hier normal ist die Kinder mit einem Stock zu schlagen. In Mathe halte ich es fast nicht aus es mit anzuschauen. Die Schüler müssen einzeln jeweils eine Aufgabe des kleinen Einmaleins rechnen und für jedes falsche Ergebnis gibt’s zwei Schläge mit dem Stock auf die Hand. Die Kinder zittern so vor Angst, dass sie sich gar nicht konzentrieren und überlegen können und die unlogischsten Antworten geben.
Traurig ist, dass die Kinder hier so an die Schläge gewöhnt sind, dass sie sich in der Pause, wenn ihnen was an ihren Mitschülern nicht passt, auch den Stock schnappen und sich gegenseitig damit schlagen.
Den Donnerstag verbringe ich dann größtenteils in einer dritten Klasse, weil die Lehrerin unbedingt möchte, dass ich ihren Unterricht besuche :D . Die Klasse besteht aus 60! Schülern, die zusammengepfercht sind in einem viel zu kleinen Klassenzimmer, das zudem noch mangels genügend Fenster dunkel ist und zahlreiche Löcher im Wellblechdach hat. Später erzählt mir die Lehrerin dann, dass sie 8 Jahre in Großbritannien gelebt und unterrichtet hat. „We don’t care about the children in Ghana!“, sagt sie immer wieder und meint damit, dass das ganze Schulumfeld nicht dazu da ist die Kinder beim Lernen zu unterstützen, sondern dass es sie eher noch davon abhält lernen zu können. So sind die Klassen viel zu groß um sich um den einzelnen Schüler kümmern zu können, der Raum viel zu eng und noch dazu wird das Essen, das die Kids um kurz vor 12 essen, schon um ca. halb 10 geliefert – ist also kalt und zudem noch viel zu wenig, als das davon 60 Kinder satt werden könnten. Sie erzählt mir, dass sie sich immer wieder dafür einsetzt, dass sich an der derzeitigen Situation etwas ändert, doch sobald man Missstände anspricht wird man zum Buh-Mann und verändert wird trotzdem nichts. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, denn eine ghanaische Lehrerin, die sich so offensichtlich um das Wohl der Kids bemüht, ist mir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht begegnet – ich bin positiv überrascht =)
Um 11.30 Uhr werde ich dann von einer Schülerin abgeholt (die Lehrer schicken hier für alles ihre Schüler), da mich meine Gastmutter holen lässt, weil alle Lehrer der JHS nun ein ’Meeting’ haben. Dort werden die Probleme der Schule diskutiert und nach möglichen Lösungsvorschlägen gesucht. Angeblich hat die Schule einen relativ schlechten Ruf, da sie die einzige staatliche Schule in Tanoso ist und auf eine staatliche Schule nur die gehen, die zu ’dumm’ oder zu arm sind für eine Privatschule. Nach 3 einhalb Stunden ’staff meeting’ sind dann endlich alle Probleme angesprochen und die Lehrer auf die einzelnen Fächer der Klassen verteilt (und das 2 Wochen nach Schulbeginn :D ..) Komisch ist nur, dass wir insgesamt 24 Lehrer/innen für 3 Klassenstufen und insgesamt 9 Klassen sind und so manchen (aus welchen Gründen auch immer) kein Fach zugeteilt wird. Da die JHS zur Zeit keinen ’French teacher’ hat, werde ich diese Aufgabe nun erstmal für die Klassen der Form 1 und 2 (entspricht 7. und 8. Klasse) übernehmen, bis die Rektorin einen Lehrer findet. Und da wir in Ghana sind, wird das bestimmt nicht so schnell geschehen ;-) .
Am Freitag gebe ich dann meinen ersten Französich-Unterricht. Ganz schön tricky eine Fremdsprache (Französisch) auf einer anderen (Englisch) zu unterrichten. Noch dazu sagt der improvisierte Stundenplan, dass ich heute insgesamt 4 Schulstunden (also zwei Stunden) in der gleichen Klasse Französisch unterrichten soll. Mein Plan erstmal viel mündlich zu machen geht leider nicht auf, da es die Schüler hier nicht gewöhnt sind, irgendwas eigenständig zu machen oder dass es während des Unterrichts erlaubt ist mit seinem Banknachbar zu reden. Mein Englisch verstehen sie auch nicht wirklich, so wird zwar auf jede meiner Fragen mit „Yes, Madame!“ geantwortet, doch verstanden haben sie meist erst auf’s dritte Mal, was ich von ihnen möchte. Ich bin gespannt, ob ich sie innerhalb der nächsten 6 Monate dazu bewegt kriege, selber zu denken und eigenständig etwas zu erarbeiten, denn hier wird fast ausschließlich frontal unterrichtet. Heißt: der Lehrer steht vorne, schreibt etwas an die Tafel, das dann abgeschrieben wird, dann fragt er eine Frage, auf die der Schüler exakt das antwortet, was an der Tafel steht und dann fragt der Lehrer ob alles klar ist und die Schüler schreien „Yes, Sir/Madame!“.
Am Samstag hatten wir (Carmen, Jenny, 2x Lisa und ich) geplant zum Bosumtwi-See zu gehen und dort den Tag zu verbringen. Der Wasserpegel des Sees stieg jahrelang an und überschwemmte viele Dörfer, obwohl es weder einen Ab- noch einen Zufluss gibt. Scheinbar ist er durch einen Meteoriteneinschlag vor ca. 1 Mio. Jahren entstanden.
Um 7.30 Uhr bin ich also losgelaufen in Richtung Denchemouso zu den anderen. Noch brauche ich 20 Minuten von meiner Gastfamilie nach Denchemouso, aber ich bin optimistisch, dass ich irgendwann noch einen kürzeren Weg finde (probiere jedes Mal einen neuen Weg aus). Wir fahren also nach Kumasi, wo wir ewig den Platz suchen, wo das Tro-Tro nach Abono (Städtchen am See) losfahren soll. Wir fragen uns durch und kommen schließlich an den richtigen Platz, wo aber schon eine Schlange von ca. 30 Leuten wartet, die alle auch noch Abono wollen. Bis um 10.30 Uhr passiert erstmal gar nichts. Die Schlange wird nicht kürzer und von dem Tro-Tro fehlt auch jede Spur. Dann geht plötzlich alles ganz schnell. Dank einer sehr netten Ghanaerin rennen wir zu einem anderen Platz, da dort anscheinend ein Tro-Tro nach Abono losfahren soll. Und tatsächlich erwartet uns ein leeres Tro-Tro. Nach eineinhalbstündiger Fahrt erreichen wir dann endlich unser Ziel: Abono am Lake Bosumtwi. Dort werden wir nun erstmal in die ’Office’ geschickt, wo wir uns in ein Besucherbuch eintragen sollen und uns einiges über den See und seine Geschichte erzählt wird. Mit der Ausrede (die aber wahr war) auf’s Klo zu müssen, konnten wir dann letztendlich entkommen. Kurz darauf wurden wir aber schon wieder aufgehalten, denn einer meinte, wir müssten unbedingt 10 Cedi für irgendein Projekt spenden. Erst nachdem Jenny ihm klargemacht hat, dass spenden FREIWILLIG ist und es nicht besonders freundlich ist, Touristen zu zwingen Geld für alles zu zahlen, entschuldigt er sich und lässt uns ziehen. Wir finden ein nettes Plätzchen am Strand eines Hotels und dort verweilen wir dann bis 16 Uhr. Blöderweise müssen wir auf der Rückfahrt sowohl in Kuntanase (Ort in der Nähe des Sees), als auch in Kumasi jeweils 1 Stunde auf ein Tro-Tro warten. In Kumasi entscheide ich mich dann nicht mehr mit den anderen nach Denchemouso zu fahren, weil ich sonst im Dunkeln allein 20 Minuten nach Hause laufen müsste, sondern das erste Mal allein, als einziger ’Obruni’ im Tro-Tro, direkt nach Tanoso zu fahren. Also stelle ich mich in die Schlange für das Tro-Tro nach Tanoso, die aus mindestens 40 Leuten besteht, und warte. Irgendwann erklärt mir ein Ghanaer, dass die Schlange eigentlich keine Funktion hat, denn hier kommt der Stärkere zuerst dran und nicht der Vorderste. Nach einstündiger Wartezeit und nachdem sich zahlreiche Ghanaer „vorgedrängelt“ haben, also „stärker“ waren als ich ;-) , kämpfe ich mich dann durch (bzw. werde in ein Tro-Tro geschoben und gedrückt) und ergattere einen Platz. Ich bin entsetzt mit welcher Brutalität hier vorgegangen wird. Auf dem Weg zum Tro-Tro wird eine Frau umgerannt, aber anstatt ihr wieder aufzuhelfen, wird sie einfach liegen gelassen, um ja noch einen Platz erkämpfen zu können. Gott sei Dank komme ich um 20.30 Uhr ohne weitere Zwischenfälle in Tanoso an. Meine Gastfamilie erwartet mich schon, ich bekomme eine Portion Spaghetti mit angebratenen Karotten, Zwiebeln, Paprika und Würstchen und erzähle von meinen heutigen Erlebnissen.
Am Sonntag war ich dann das erste Mal in der ’English Assembly’ der Kirche meiner Gastfamilie, aber davon erzähle ich euch ein anderes Mal ;-)

Seid ganz <3-lich gegrüßt
Eure Anja

P.s.: Leider gestaltet sich das Fotografieren noch etwas schwierig, da die meisten Menschen hier nicht auf Bildern sein möchten, da sie nicht wollen, dass man sich in Deutschland über sie und ihre ärmeren Lebensverhältnisse lustig macht…  So habe ich bisher fast nur Bilder ohne Menschen…habe ich bisher fast nur Bilder ohne Menschen…

Einmal GREATER ACCRA bitte….


Einmal Accra und Teshie bitte…einmal wieder dahin, wo ich herkomm. Einmal wieder da hin, wo ich letztes Jahr meinen ersten Ghanaaufenthalt hatte, der mich schließlich wieder nach Ghana gebracht hat.

Dahin wo ich mich vielleicht und sicherlich etwas besser als in Kumasi auskenne, wo ich Leute treffe, die ich kenne, die mich und meinen Namen kennen und denen ich einfach Vertrauen entgegenbringen kann und möchte, weil sie ein bißchen wie Familie sind – oder Freunde. Weil sie mich letztes Jahr herzlichst in ihre Gemeinschaft aufgenommen haben, der ein oder andere mir viel über die Kultur erzählt hat, mir gezeigt hat, wie man hier kocht und „miteinander ißt“. Wo ich zwar sicherlich immernoch die Weiße bin, wo mir aber nicht das Gefühl gegeben wird ein Strager zu sein, sondern invited.

Nachdem hier in Ghana die Familie eine präsentere Rolle spielt als bei uns in Deutschland….z.B. Ist es üblich, dass die verscheidensten Familienmitglieder in unterschiedlichster Konstellation zusammen leben – nicht unbedingt freiwillig, sondern weils dort Arbeit gibt, oder die Schule, die besucht werden soll, dort liegt, oder weil ein Kind geboren wird und deshalb ein Cousin zu einem ander Onkel ziehen muss. So ist es auch üblich, dass Kinder nicht unbedingt bei ihren Eltern aufwachsen, sondern vielleicht bei der Tante oder bei der Großmutter.

Ich wollte also das Haus, in dem ich letztes Jahr gewohnt habe und seine Mitbewohner besuchen, es liegt in Teshie Tebibiano. Damals lebte dort der Cousin des Hausbesitzers und eine Famile, bestehend aus einer Mutter mit ihren beiden Kindern und einem Hausmädchen. Da die Mutter nun in einem anderen Stadtteil von Teshie einen Laden eröffnet hat, von dem aus es zu weit wäre jeden Abend nach Hause zu kommen, wohnt sie nun mit ihren Kindern und dem Hausmädchen in der Nähe des Ladens und ist nur ab und zu im Haus. Anstelle dessen wohnt nun ein anderer Cousin und die Schwester der Mutter in diesem Haus. – Neues Jahr, neue Mitbewohner. Trotzdem wird zu jeder Zeit davon gesprochen, das die ursprünglichen Mieter immernoch drin wohnen, lustig, aber manchmal verwirrend. Vielleicht sind sie es, die die Miete bezahlen, oder diejenigen Familienmitglieder, die anfangs hier gewohnt haben und nach und nach andere ihres Clans zwar hier schlafen und leben– aber nicht als Bewohner gesehen werden, wer weiß das schon so genau. Vielleicht ist die ursprüngliche Mieterin die älteste und ist und bleibt damit das Oberhaupt und der Mieter ;)

Greater Accra nennt sich eine der zehn Regionen hier in Ghana. Es sind so zu sagen Regierungsbezirke – oder eher Verwaltungseinheiten Wie auch immer. Greater Accra umschließt die Hauptstadt ACCRA und die westliche Küste kurz bevor der Volta Lake ins Meer fließt ;) .

Neben Teshie, wollte ich in Accra die factory der TRASHY-BAGS besichtigen. Sie verwertet unter anderem die hier üblichen sachet water/pure water rubbers. Hier wird das Trinkwasser in 500ml Plastikbeuteln verkauft, welche nach dem Leeren meist auf der Straße landen. Genauso wird mit dem Eis und dem Youghurt verfahren, die ebenfalls in farbenfrohem Plastik verpackt sind. Dass Ghana ein Müllproblem hat, ist sicher bekannt, und diese Firma geht einen eigenen Weg, dieses Problem kreativ zu lösen.

Im Nordosten von Accra liegt die TK-Beads-factory, die die hier populären Glasperlen herstellt. Auch eine Art Müllverwertung, da diese Beads aus Altglas hergestellt werden. Alles alles alles ist reine Handarbeit!!

Neben der Besichtigung der factory und dem Verfolgen der einzelnen Arbeitsschritte, hat jede Firma natürlich auch ihren eigenen Showroom, wo man sich dann mit dem Material eindecken kann. Vor allem in der Beads-factory kam der Kaufrausch über mich, vor lauter Farben und Formen gings soweit, dass Lisa und ich nur noch mit den letzten Cedis gerade so nach Hause gekommen sind. Jetzt kann ich meine eigenen Armbänder kreieren…HURRA…

Hiermit danke an AFRICA-RECYCLED, von wo ich die einzelnen factories entnommen habe.

 

Was gabs sonst noch??

am Labadi Beachchillen am strandStrand, Sonne, Sonnenbrand,

 

 

 

 

abends die Windbrise vom Meer her, deshalb auch eine kleine Erkältung

 

 

 

Peter Tosh Nights im „Rolling Stone“, Reggae-Nights mit „Princess Labadi Beach“

 

 

3 eier täglich!!täglich drei Eier als Gemüseomlette zum Frühstück bei Oba Yaa, genauso wie vier Hunde und acht Junge (1 männlich und 7 weiblich)

NEUES AUS DEM TOLLHAUS


Hallöchen,

 

nach einer weiteren Woche im Outback Ghanas gibt es nun endlich Erfolg in Sachen Arbeit zu vermelden – mehr oder weniger zumindest. Nachdem diese Woche an sich nicht besser begonnen hat als die Woche zuvor (rum sitzen, nichts tun, abwarten…) habe ich am Freitag dann endlich die Möglichkeit bekommen, bei den Ältesten im Kindergarten zu unterrichten – oder eher, dass ich es versuchen konnte… :D Aber vielleicht sollte ich zuerst erklären, wie ich diesen Teilerfolg erringen konnte: Am Donnerstag wurde mir eröffnet, dass Freitag eine Lehrerfortbildung in Kumasi stattfinden sollte, zu dem ein Großteil der Erzieherinnen gehen wollte. Nachdem letzten Freitag mit ganzen 10 Kindern ja nicht unbedingt die Hölle los war, habe ich mich also auf einen ruhigen Vormittag mit nur 10 anstatt 20 Kindern auf mir eingestellt – allerdings war dem nicht ganz so, denn wie sich heraus gestellt hat, waren die Köchin und ich die einzigen Volljährigen Besucher des Kindergartens – gemeinsam mit ungefähr 40 tobenden, sich auf das Wochenende freuenden Kindern. Eins war mir nach 10 Minuten schon klar, langweilig würde es sicher nicht werden! Wie schon erwähnt, da keine Lehrerin da war, habe ich dann die Ältesten (5 bis 7 Jahre) zugeteilt bekommen – „just try to get them busy“ waren die letzten Worte der Köchin, bevor sie mich kichernd mit den Kindern allein ließ. Da ich durch mein Trainer Dasein ja eigentlich große Kindergruppen gewöhnt bin, hatte ich schon den festen Vorsatz, die Kinder irgendwie zu beschäftigen… Nachdem sich der englische Wortschatz und das Verständnis der Kinder jedoch ausschließlich auf das Alphabet und die Zahlenreihe bis 30 beschränkt, verlief das mit dem Unterrichten auf Englisch aber dann auch relativ schnell wieder im Sand. Ich bin demnach zu dem Schluss gekommen, dass das Projekt „Unterrichten im Kindergarten“ wohl gescheitert ist – und nachdem ich Freitag ja mal kurz reinschnuppern konnte, bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich das wirklich nur Schade finde. ;) Allerdings darf ich Freitags jetzt auch immer Sport für die Ältesten „unterrichten“, habe ich natürlich auch gleich ausprobiert. Da aber ein erneutes Eingestehen von Scheitern nicht gut für mein Ego wäre, werde ich es wohl so ausdrücken: 40-50 Kinder aus Kindergarten und Schule jagen einer 18-jährigen Weißen hinterher, die einen Ball in der Hand hält. :D Im Nachhinein muss ich aber zugeben, dass das mit zu den schönsten Erfahrungen gehört, die ich bisher mit den Kindern machen konnte. Man fühlt sich wie in eine Doku über kickende afrikanische Kinder auf Arte hinein versetzt… Das ist schon ein mega Gefühl, die ganzen lachenden, schreienden Kinder um sich rum, wieder so ein Moment in dem man denkt: „Ich bin wirklich in Ghana, ich hab das tatsächlich durchgezogen…“ Soviel also erst mal zu meiner Tätigkeit als Lehrerin im Kindergarten. Ich glaube allerdings, dass ich mir noch einen zweiten Job an der Primary School suchen werde, sonst ist mein Hintern nach den 6 Monaten an einem Stuhl fest gewachsen.

Vielleicht sollte ich noch ein oder zwei Worte zu den Kindern hier sagen, sonst könnte man glaube ich denken, ich würde in einem Tollhaus arbeiten… Das Problem liegt meiner Meinung daran, dass Honeylove, Blessing oder Godfred hier seit frühester Kindheit wegen jedem Ungehorsam und Fehler geschlagen werden, sie also daran gewöhnt sind, dass man ihnen mit einem Stock sagt, was richtig oder falsch ist. Demnach wird auf fast nichts anderes mehr als „Gewalt“ gehört und da ich nicht vorhabe, mit dem Zollstock im Anschlag durch die Gegend zu rennen, muss ich mich wohl damit abfinden, dass ich als Lehrerin im Kindergarten nur schwer durchkommen werde.

Jetzt noch etwas zu Honeylove, Blessing und Godfred – diese Kinder existieren wirklich und die Namen sind absolut real! Ich war im ersten Moment auch etwas irritiert, ob ich tatsächlich richtig lesen kann (gut, bei meinem 0-8-15 Lisa bin ich so etwas Außergewöhnliches auch wirklich nicht gewohnt), aber das scheinen hier ganz normale Namen zu sein. Im Trend liegen aber auch Martha, Esther und Hans, wobei ich Jacklyn (genau so geschrieben) auch ganz nett finde… ;) Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.

Aber gut, das war´s dann auch erst mal wieder zum Thema „Arbeiten“, falls sich in dieser Hinsicht doch noch ein weiterer Erfolg verbuchen lässt, werde ich euch das natürlich wissen lassen.

Ich hoffe, euch geht es gut im kalten Deutschland, ich werde mich jetzt mal wieder in die Sonne bequemen, um meinen Bikini-Streifen zu intensivieren. ;)

 

Liebste Grüße,

Lisa