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letzte Meldung aus Ghana


6 Monate Ghana sind vorbei… so schnell geht’s…

Mit gemischten Gefühlen geht’s in ein paar Tagen wieder zurück nach Holzgerlingen ;-) .

Jetzt heißt es also verabschieden von allen Menschen mit denen ich hier zu tun hatte. Der Abschied fällt mir sehr schwer, da ich weiß, dass ich viele, die mir hier ans Herz gewachsen sind, nie wieder sehen werde. So viel mir insbesondere der Abschied von meinen Schülern gestern sehr schwer.

Doch andererseits freue ich mich auch sehr wieder nach Hause zu kommen, euch alle wiederzusehen, einfach mal ohne Aufzufallen aus dem Haus gehen zu können, auf das schwäbisch Essen ;-) und noch vieles mehr.

Morgen (Sonntag) geht’s für mich dann nach Accra, da Jennifer schon am Montag nach Deutschland fliegen wird.

Am 7. März um 21.30 Uhr wird dann voraussichtlich mein Flieger in Accra abheben und es heißt: “Byebye Ghana!!! Schön war’s!!!”. Mit Zwischenlandung und Aufenthalt in Istanbul werden wir dann am 8. März um ca. 18 Uhr in München landen.

Ich freue mich euch ganz bald wiederzusehen =)

Ganz liebe Grüße aus Ghana

eure Anja

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Eintrag die Erste


Guten Tag meine lieben Freunde und Follower!

An dieser Stelle werde ich, wenn ich denn die Muße dazu habe, die nächsten sechseinhalb Monate über meine Arbeit, meine Reisen und sonstige Erlebnisse in Ghana berichten.

Abflug: In der Nacht von Sonntag auf Montag schlafe ich überhaupt nicht, da ich schon um 4 Uhr morgens aus dem Haus muss (nicht mal die Oscars kann ich zu Ende schauen, was ich nicht alles für dieses Projekt opfere!) und um 2 keine Lust mehr verspüre mich noch ins Bett zu hauen. Als ich um halb 8 endlich in meinem gemütlichen Economy-Class-Sessel sitze bin ich heilfroh und penne bis Istanbul durch. Dort habe ich drei Stunden Aufenthalt, danach geht’s weiter in den Flieger nach Accra mit Zwischenstopp in Niamey (In Ghana gibt es momentan anscheinend kein Kerosin).

Dort angekommen erwartet mich Keke, der Sohn des Präsidenten meiner Entsendeorganisation (Deutsch-Ghanaischer Freundschaftskreis), und bringt mich nach einigen Stunden des Wartens auf seinen Cousin (der mit einer späteren Maschine ankam) in ein gediegenes Hotel wo ich mit einem Bier in der Hand die Ankunft in Ghana feiere. Gegen Mitternacht lege ich mich schlafen.

Reise nach Kumasi: Am nächsten Morgen werde ich von Kwasi, der auch über mehrere Ecken mit Keke verwandt ist, zum Frühstück abgeholt: Es gibt Omelette mit Baked Beans (erstaunlich gut!). Anschließend fahren wir zur Bus Station und holen uns Tickets für den VIP-Bus (der nicht nur so heißt sondern mit Klimaanlage, Flachbildfernseher und Ledersesseln ausgestattet sich auch so anfühlt) nach Kumasi, die mit 1,2mio Einwohnern zweitgrößte Stadt Ghanas. Nach 6-stündiger Fahrt muss ich nur noch 30 Minuten im Taxi nach Denchemuoso verbringen, dann bin ich endlich an meiner Heimstätte für die nächsten sechs Monate angekommen: Der Campus (eher schulhof^^) der Ghanaian German School empfängt mich in Person von Lisa P., eine der vier Volunteers die vor mir hier waren.

Da die vier Mädels schon Freitagmorgens fahren, zeigen Sie mir alles was ich wissen muss und beantworten jede noch so dumme Frage um mich auf meinen Aufenthalt hier vorzubereiten.

Heute ist Freitag, und ich weiß, dass es ein schwieriges halbes Jahr werden wird. Vor allem da ich der einzige Freiwillige bin. Dennoch denke ich, auch wenn die täglichen Strom- und Wasserausfälle sicherlich an mir nagen werden, dass ich gut zurechtkommen werde: Der gemeine Ghanaer ist in der Regel offen und freundlich, einige Kontakte wurden bereits geknüpft. Außerdem interessieren sich die Männer alle für Fußball :-)

Am Montag fange ich als Deutschlehrer und Sportassistent (Mathe und Englisch zum Glück doch nicht) an. Wie ich eben von Maxwell erfahren habe genau einen Tag lang, da am Dienstag die eine Woche andauernde Mid-Term-Break beginnt.

Da ich bisher zu faul war die Kamera einzurichten gibt’s die ersten Bilder im nächsten Blogeintrag.

Beste Grüße aus dem Sommer

David

Erstes Lebenszeichen …


soooooo der erste bericht aus ghana!!!

waren heute in kumasi und haben uns sofort auf dem weg zm vodafon shop gemacht um uns den lxus eines internet sticks z können aber erstmal von vorne…

am sonntag standen wir alle voll bepackt am münchner flughafen und haben mit teilweise gemishcten gefühlen die reise angetreten. der flug nach istanbul verlief ohne probleme und auch das umsteigen war soweit gut. leider mssten wir eine stunde im flieger warten bis wir dann endlich losflogen.

in accra angekommen blieb der erwartete kulturschock erstmal aus. klar es war warm und wir fielen als weise doch schon auf aber sonst war alles wie sonst wo auch. an der immigration lernten wir dann erstmal die ghanaische geduld kennen.
das arbeitstempo ist gemilde gesagt gemächlich aber nach einer stunde hatten wir es auch geschafft.

bei der kofferausgabe kam es auch zu schwierigkeiten und nach langem hin und her stellte sich dann heraus das anjas rucksack sowie torstens beamer in istanbul hängen geblieben sind. beides ist bis heute nicht eingetroffen wobei der rucksack sich wohl mittlerweile irgendwo in ghana befindet ;)

insgesamt kann man saagen das es hier sehr anstrenged ist, da man so viel neue dinge sieht, die wärme auch nicht unbemerkbar bleibt und es einfach sehr viel interessante begegnungen gibt.

insgesamt hätte ich nicht gedacht das es hier so grün ist und das die zimmer so sind wie sie sind dazu später mehr, das es um halb 7! schon dunkel wird….
leider kann ich auch die hochgelobte freundlichkeit der ghanaer bisher nicht bestätigen aber vlt muss man sich auch erst besser kennenlernen ;)

soviel zu den ersten eindrücken zm glück haben wir matthias der uns hilft und uns etwas herumführt !!!

liebe grüße!!!

eure lisa

p.s. den ersten sonnenbrand hab ich auch schon ;)

pp.s. ich wäre gerne an deinem geburtstag dabei gewesen mami!!!!

Akwaaba


Hallo,

so, nach einiger Zeit haben wir es nun endlich geschafft einen Internet-Stick zu bekommen.
Die erste und wichtigste Info, die wohl alle interessiert ist: Uns geht es gut! Wir leben noch! =)
Aber alles der Reihe nach:

26.8.2012- ca. 20 Uhr (das Flugzeug hatte Verspätung) -> nächste Etappe Passkontrolle, leider hat uns niemand davor informiert, dass wir etwas Ausfüllen müssen…15min. später: Augen-scann, Fingerabdrücke.. Weiter zur Gepäckausgabe, leichtes Durcheinander -> wir finden unsere Koffer nicht; sie befinden sich natürlich nicht bei dem Laufband, wo sie eigentlich sein sollten, sondern auf der komplett anderen Seite schön sortiert. Alle freuen sich, dass alles da ist.. Doch dann die böse Überraschung, es fehlt ein Rucksack von Anja und der Beamer von Torsten. Also haben wir uns wohl zu früh gefreut.. Auf gehts mit dem ganzen Gepäck zu “Found and Lost” (Wir total fertig und müde) Die Schlange ist zwar kurz, aber irgendwie mussten wir trotzdem 1 Stunde warten. Ergebnis: Das Gepäck ist noch in Istanbul. Nachdem der Sohn von Albert ca. 2 Stunden warten musste, haben wir ein Taxi zum Hotel genommen. Ein Doppelbett für 3 Personen, wir haben es trotzdem geschafft, da sich Lisa Hammer freiwillig für den Boden entschieden hat. Am nächsten Morgen gabs erstmal die 1. ghanaische, kalte und mit sehr dünnem Strahl bestückte (das Haarewaschen viel damit für mich aus) Dusche. Das Klopapier wurde natürlich gleich eingepackt.. Wer weiß, wann es wieder eins gegeben wird. Anschließend ging es weiter nach Kumasi. Der Bus war bequem, die Fenster groß, die Klimaanlage zu kalt; wer mich kennt, weiß, dass ich etwas empfindlich auf diese Anlagen reagiere.. So war es dann auch, das Halsweh kam dann doch relativ schnell. Während ich aus dem Fenster schaute, blickte ich immer wieder in strahlende Gesichter, die mir freudig zu winkten.
Nach ein paar Stunden sind wir in Kumasi an der Busstation angekommen. Wir waren da, jedoch hat unser Abholer gefehlt. Nach einigen Telefonaten und 1,5 Stunden warten, wurden wir mit EINEM Taxi abgeholt, in das 7 Leute und 10 Gepäckstücke passten!!! Jetzt weiß ich, wieso mein Bruder und ich so gut packen können!!!! Es ist definitiv Veranlagung! haha
Endlich an der Schule angekommen, betreten wir unsere Zimmer. Ein kleiner Schock für uns alle, der sich aber schnell legte, nachdem wir unsere eigenen Betttücher auf die Matratze gelegt und uns ein bisschen eingerichtet haben. Heute morgen haben wir dann noch eine kleine Putzaktion durchgeführt und jetzt kann man das Klo auch benutzen (Die Spülung geht nur leider noch nicht..).

Der Markt auf dem wir heute waren, ist unglaublich, überall Menschen, Sachen über Sachen, man ist leicht überfordert.
Am Vormittag war ich mit einem guten Freund von meinem Vater unterwegs. Alle 5 Meter musste man anhalten, um jemanden zu begrüßen, jeder hat sich über meinen Besuch gefreut.

Da hier leider gerade Stormausfall ist und sich meine Batterie dem Ende zuneigt, muss ich mich schon verabschieden.
Ich hoffe, dass ihr euch ein bisschen vorstellen könnt, wie es hier ist und wie es mir geht! =)

Ich vermisse euch.

Pour Adrien: Je vais bien et on parle bientôt! =)

Alles Liebe

Jennifer

Erste Eindruecke


So, hallo Leute,

also als allererstes: Mir geht’s super :)

Ich wollte ja eigentlich vor der Abreise noch einen Bericht schreiben, dazu bin ich leider nicht mehr gekommen. Was ich aber unbedingt noch loswerden wollte: Die letzten Tage und Wochen vorm Abflug waren echt schön und wertvoll, das hat schon was, nochmal mit fast allen Freunden gemeinsam oder einzeln was zur Verabschiedung zu machen, nochmal länger Oma, Opa und Verwandte zu besuchen und von jedem gute Wünsche mit auf den Weg zu bekommen. Da sieht man das schon nochmal mit anderen Augen, was man alles hat. Danke an alle für die lieben Wünsche, Geschenke und vor allem für die Zeit, die sich viele trotz Prüfungsstress für mich genommen haben!

Traurig wars dann natürlich auch noch am Flughafen in München, wobeis mir deutlich besser ging als ich erwartet hab, was denk ich daran lag, dass ich zum einen noch nix so wirklich realisiert hatte und zum anderen ständig von so vielen Eindrücken erschlagen wurde, dass ich gar nicht groß Zeit fand, nachzudenken.

Samstagabend gegen 9 kamen wir dann also in Accra an und begaben uns nach draußen in die schwüle afrikanische Hitze. Alles kam einem so unwirklich vor, der Gang durch verschiedene Sicherheitsschleusen, durch Menschenmassen und der Gedanke: Yeah Mann, ich bin in Ghana.

KK, der Sohn des Chefs unserer Organisation, holte uns vom Flughafen ab und brachte uns durch die quirlige Stadt in ein Hotel, wo wir uns dann einfach nur noch ins Bett legten, ohne so richtig einschlafen zu können.

Am nächsten Morgen wachten wir wie in einer anderen Welt auf. Sonnenschein, Palmen vorm Fenster und alle möglichen Geräusche von draußen. Wir schauten uns ums Hotel herum um: kleine Hütten, huggelige Sandstraßen, Schutthaufen, Katzen und Hühner … und natürlich Leute, die Wäsche wuschen, kochten, herumliefen, Sachen transportierten und uns alle groß anschauten. Man sagte Hallo, winkte oder so, aber ich kam mir schon irgendwie blöd vor, aus der relativ noblen Hoteleinfahrt rauszulaufen und mich umzuschauen wie in einem Zoo. Die Leute lächelten aber alle freundlich zurück und so wars dann schön aufregend und neu. Da ja Sonntag war, wurden wir auch noch kurz von einer sehr freundlichen Passantin in einen Gottesdienst gebracht mit viel Gesang und lauter Musik. Dort in der Kirche fand ichs zum ersten Mal so richtig wunderbar und aufregend, in Ghana zu sein und von nun an am Leben dort teilhaben zu können. KK holte uns vom Hotel ab und gab uns bei ihm zuhause ein super Früchstück inklusive der leckersten Ananas ever, bevor wir dann zur Busstation fuhren. Die Straßen wechselten immer zwischen geteert und sandig, aber auch im größten Dreck und Staub liefen die Menschen mit absolut sauberen Gewändern und Anzügen herum. Die Straßen waren alle so überbevölkert, überall kleine Stände, Leute, die Gefäße und Bündel aufm Kopf trugen und hupende Fahrzeuge, die nach ihren eigenen Regeln fuhren. Ich saß glaub ich mit offenem Mund im Auto und hab einfach nur gestaunt und die Eindrücke genossen.

Um 12 saßen wir dann im Bus nach Kumasi, um 2 war er einigermaßen gefüllt und fuhr los. Den ersten Teil der Strecke gings fast nur über Huckelpiste durch die Stadt und dann durch die Botanik, besser als in jedem Freizeitpark. Ich saß am Fenster, mit den Augen und Gedanken zwischen irgendwo und nirgendwo, der Fahrer hatte Bob Marley aufgelegt und ich hätte mir echt nirgendwo anders zu sein gewünscht als hier in Ghana und war echt glücklich und dankbar.

Um 8 kamen wir in Kumasi an und wurden in unser neues Zuhause in Denkyemuoso (so wird’s hier in Ghana geschrieben) gebracht. Da grade Stromausfall war, konnte ich mein Zimmer erst am nächsten Morgen in seiner vollen Pracht bestaunen. Dafür sind wir momentan zu dritt, da Jakob von den Praktikanten vor uns noch drei Tage in Denkyemuoso ist. Praktisch, da wir so schon einiges von ihm gezeigt bekommen haben. Heute waren wir z.B. in Denkyemuoso und im nächsten Ort Obst und Getränke einkaufen. Man sieht und erlebt so viel, über das man alles schreiben könnte, ich weiß echt nicht, wo ich anfangen und aufhören soll. Die Lehrer und Angestellten, die ich bis jetzt getroffen hab, und Sark, der Schuldirektor, sind alle sehr nett. Wenn man im Ort rumläuft, wird man natürlich angeschaut, aber wir sind halt auch was Besonderes, also einfach freundlich und locker bleiben. Mit den Taxifahrern und Verkäufern kann man, wenn man so bisschen die Preise raushat, auch ganz normal verhandeln und hat denk ich nicht jedes Mal ein besonderes Prozedere. Also kurzum: Das wird denk ich recht bald alles Alltag werden, aber was Besonderes wirds und solls natürlich auch bleiben.

Die natürliche Landschaft ist echt toll, Hügel, Palmen, Sträucher, Termitenhügel, Eidechsen … In den Dörfern gibt’s immer so ein, zwei Hauptstraßen, an der die ganzen Stände und Läden sind. Meistens sind die Dörfer irgendwie so auf eine Ware spezialisiert, also im einen Dorf gibt’s überall Töpferware, im nächsten überall Ananas, auf dem Markt heute haben bestimmt zwanzig Stände nur Zwiebeln verkauft. Die Läden sind auch interessant, da stehen dann z.B. im Sand und Staub aufm Gehweg blitzeblanke Flachbildfernseher zum Verkauf.

Das hört sich jetzt alles relativ nüchtern an glaub ich, wie ich so schreib, aber ich bin echt von allem total fasziniert, genieß jeden Moment und freu mich auch schon auf meine Arbeit, auch wenn ich mir noch nicht wirklich vorstellen kann, wie die so ablaufen wird.

Also bis jetzt geht’s mir echt gut, das wird vielleicht nicht immer so sein, aber ich bin super glücklich, dass ich nach Ghana gegangen bin und ich glaub es hat sich auch jetzt schon gelohnt.

Damit liebe Grüße nach Deutschland,

Matze