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Eintrag die Erste


Guten Tag meine lieben Freunde und Follower!

An dieser Stelle werde ich, wenn ich denn die Muße dazu habe, die nächsten sechseinhalb Monate über meine Arbeit, meine Reisen und sonstige Erlebnisse in Ghana berichten.

Abflug: In der Nacht von Sonntag auf Montag schlafe ich überhaupt nicht, da ich schon um 4 Uhr morgens aus dem Haus muss (nicht mal die Oscars kann ich zu Ende schauen, was ich nicht alles für dieses Projekt opfere!) und um 2 keine Lust mehr verspüre mich noch ins Bett zu hauen. Als ich um halb 8 endlich in meinem gemütlichen Economy-Class-Sessel sitze bin ich heilfroh und penne bis Istanbul durch. Dort habe ich drei Stunden Aufenthalt, danach geht’s weiter in den Flieger nach Accra mit Zwischenstopp in Niamey (In Ghana gibt es momentan anscheinend kein Kerosin).

Dort angekommen erwartet mich Keke, der Sohn des Präsidenten meiner Entsendeorganisation (Deutsch-Ghanaischer Freundschaftskreis), und bringt mich nach einigen Stunden des Wartens auf seinen Cousin (der mit einer späteren Maschine ankam) in ein gediegenes Hotel wo ich mit einem Bier in der Hand die Ankunft in Ghana feiere. Gegen Mitternacht lege ich mich schlafen.

Reise nach Kumasi: Am nächsten Morgen werde ich von Kwasi, der auch über mehrere Ecken mit Keke verwandt ist, zum Frühstück abgeholt: Es gibt Omelette mit Baked Beans (erstaunlich gut!). Anschließend fahren wir zur Bus Station und holen uns Tickets für den VIP-Bus (der nicht nur so heißt sondern mit Klimaanlage, Flachbildfernseher und Ledersesseln ausgestattet sich auch so anfühlt) nach Kumasi, die mit 1,2mio Einwohnern zweitgrößte Stadt Ghanas. Nach 6-stündiger Fahrt muss ich nur noch 30 Minuten im Taxi nach Denchemuoso verbringen, dann bin ich endlich an meiner Heimstätte für die nächsten sechs Monate angekommen: Der Campus (eher schulhof^^) der Ghanaian German School empfängt mich in Person von Lisa P., eine der vier Volunteers die vor mir hier waren.

Da die vier Mädels schon Freitagmorgens fahren, zeigen Sie mir alles was ich wissen muss und beantworten jede noch so dumme Frage um mich auf meinen Aufenthalt hier vorzubereiten.

Heute ist Freitag, und ich weiß, dass es ein schwieriges halbes Jahr werden wird. Vor allem da ich der einzige Freiwillige bin. Dennoch denke ich, auch wenn die täglichen Strom- und Wasserausfälle sicherlich an mir nagen werden, dass ich gut zurechtkommen werde: Der gemeine Ghanaer ist in der Regel offen und freundlich, einige Kontakte wurden bereits geknüpft. Außerdem interessieren sich die Männer alle für Fußball :-)

Am Montag fange ich als Deutschlehrer und Sportassistent (Mathe und Englisch zum Glück doch nicht) an. Wie ich eben von Maxwell erfahren habe genau einen Tag lang, da am Dienstag die eine Woche andauernde Mid-Term-Break beginnt.

Da ich bisher zu faul war die Kamera einzurichten gibt’s die ersten Bilder im nächsten Blogeintrag.

Beste Grüße aus dem Sommer

David

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Konzert & Cultural Center


am Freitag waren wir auf einem konzert und im culture centre in kumasi . es war echt schön obwohl das essen doch seeeehr scharf war!!!
Das konzert sollte eigentlich um 6 beginnen wir doofen pünktlichen deutschen stehen um 6 auf der matte. Geschlagene zwei stunden später tut sich dann auch was ;) jaaa das ist eben ghana
Das Konzert war dann aber echt cool. Es war die ghanaische version von dsds und hieß big in ghana wobei die 4 besten aus kumasi aufgetreten sind. Wir fanden die meisten davon eher fragwürdig aber vlt sind wir noch nicht ganz drin im ghana feeling ;)
Eigentlich sind wir zu dem konzert wegen den fokn bois eine band die die carmen kannte. Um 11 rum war es dann soweit die beiden sollten auftreten!!!! Doch dann…light off. Nun standen wir da haben stundenlang auf ihren auftritt gewartet und dann ist einfach der strom weg = (
Die jenni hat dann aber mit ihrem charmanten art ein bisschen gepöbelt und wir sind in den „backstage“ bereich gekommen. Nachdem wir ein bisschen diskituert hatten , meinten sie das so in 20 minuten ihr auftritt sein wird. Also warteten wir weiter artig. Als es dann soweit war hat es uns aber sehr gut gefallen. Chillige musik, witzige leute.

Sonst ist nicht so viel passiert wir haben eine einführung bekommen und uns so langsam eingerichtet.
Anja ist dann am Dienstag zu ihrer Gastfamilie in tanoso gekommen und bei ihr sowie jenni und lisa hat die Schule bzw der Kindergarten begonnen.
Carmen und ich haben dann noch die zeit genutzt und sind an die küste gefahren. De Ort heisst Teshie und ist in der Nähe von Freunden bei denen sie letztes Jahr schon war.
Von Kumasi nach Accra was rund 300 km sind brauchen wir einen geschlagenen tag inklusive 6x umsteigen…. Das ist eben auch ghana ;)
Abends sind wir dann völlig kaputt bei unserem guesthouse angekommen, das von einer sehr netten schweizerin betrieben wird die schon länger in ghana lebt. Die Zimmer sind sehr schön und sauber und das Frühstück vorzueglich!!
Tagsüber haben wir Ausflüge gemacht oder waren am labadi beach. Sehr schön waren vor allem der Wasserfall in Dodowa. Total im grünen gelegen, ein wunderschöner ort, den es sich wirklich lohnt zu besuchen!!
Auf dem Rückweg von dodowa haben wir dann noch bei der beads factory vorbeigeschaut.
Sie receyclen glas und stellen daraus Perlen her die zum Teil bemalt werden. Es ist alles handgemacht und somit einmalig. In dem Shop haben wir dann kräftig eingekauft.Die Perlen kann man mischen oder so belassen und sich armbänder ketten oder ähnliches „designen“.
Ausserdem haben wir noch einen Ausflug zur trashy bag company gemacht. Auch sie tuen etwas ffür die Umwelt: sie receyclen das Plastik der Wasserbeutel und auch von Werbeplakaten. Wir haben uns die einzelnen Herstellungsprozesse angeschaut und uns auch da im shop das ein oder andere gegönnt.
Die Leute hier sind unglaublich nett und sie helfen einem sehr.Hier kann ich echt bestätigen das die ghanaer ein freundliches volk sid. Bestimmt dreimal wurden wir von leuten durch die halbe stadt geführt weil wir keine ahnnung hatten. Und was uns auch noch sehr positiv aufgefallen ist, dass man in Accra viel weniger angeschaut bzw obruni genannt wird. Die Stadt ist zudem auch sauberer wie Kumasi.
Alles in allem war es eine tolle woche, die wir mit einer reggea party am strand abrundeten =)
Seit gestern sind wir wieder hier. Die rückfahrt verlief ohne Probleme und so konnten wir gleich wieder unser abendlichen light off miterleben…
Heute wurde wieder gewaschen und man merkt erstmal wie viel wäsche man hat. Die Klamotten sind sehr dreckig und vor allem der rote sand und dunst der überall ist setzt sich fest.
Am Montag geht die schule los und wir sind jetzt ttsächlich schon knapp 3 wochen da!!!

Viele Grüße nach freiburg!!!

IMMER DIESE “ARBEIT”… ;)


Hallo ihr alle,

 

schon wieder eine Woche vergangen, geht ja alles ganz fix. Wobei ich mir diese Woche eigentlich öfter gewünscht habe, sie würde noch schneller vergehen… Als Erklärung hierfür nur so viel: Kindergarten hat begonnen! :D Eigentlich war ich ja schon mega gespannt auf den Start, hab ich ja in meinem letzten Blogeintrag auch geschrieben… Endlich was sinnvolles zu tun, nicht mehr nur den ganzen Tag rumhängen, nichts tun und warten, das die Zeit verstreicht… Dachte ich zumindest!:D Aber weit gefehlt! Mein offizieller erster Arbeitstag am Dienstag begann um halb 11 (ausgemacht war, dass ich um 7.00 Uhr abgeholt werden würde, aber das nur am Rande) und endete um 12 Uhr damit, dass ich den Kindern Essen ausgeben durfte. Kann ja nur besser werden, das war zumindest mein Gedanke als ich mich am Mittwoch um 8.00 Uhr in den Kindergarten aufgemacht habe. Aber ich wurde auch diesmal enttäuscht, von nützlicher und beschäftigender Arbeit weit und breit keine Spur, zumindest für mich nicht. Demnach habe ich den gesamten Vormittag (Gott sei Dank macht der Kindergarten Mittwochs wohl um halb 1 statt um 2 Uhr zu) auf einem Stuhl am Eingang zusammen mit den anderen Erzieherinnen sitzend verbracht. Allerdings habe ich wirklich süße Kinder kennen gelernt und auch gleich an paar nette Bilder geschossen. :) Die Kinder sind hier wirklich allesamt zuckersüß und auch unglaublich höflich, viel höflicher als in den deutschen Kindergärten! So wird jede Erzieherin persönlich mit einem „Good morning, Madamé“ und einem Knicks (von den Mädchen) begrüßt, die Jungen salutieren dazu. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob dieser Gehorsam nur der autoritären Ausstrahlung der Erzieherinnen zu verdanken ist oder anderen Maßnahmen, auch wenn ich bis jetzt (zum Glück!) noch keine beobachten konnte. Zu mir sagen die Kinder „Madamé Lisa“ und ich muss ja zugeben, dass ich das wirklich süß finde… ;) Und da sie mich mindestens genau so interessant finden wie ich sie, war der Morgen auch nur noch halb so langweilig, als sie auf mir und um mich rum gekrabbelt sind. Davon überzeugt, dass Donnerstag nach den vergangenen zwei Tagen ja interessanter werden muss, war ich auch an diesem Tag pünktlich um 8.00 Uhr da, ebenso wie die Kinder. Von den Erzieherinnen aber noch weit und breit keine Spur, also warten vor verschlossenen Türen. Aber nur 5 Minuten, dann kamen die Lehrerinnen (an denen ich mich in meinem Auftreten den Kindern gegenüber orientieren soll, aber das wieder nur am Rande ;) ) und mein Hinterteil fand dann schlussendlich doch wieder den wohlbekannten Platz auf dem Stuhl am Eingang (leider ging der Kindergarten diesmal bis um 2 Uhr….). Allerdings hatten sie diesmal Bastelzeug mitgebracht, also konnte ich zumindest ein kleines bisschen Ausschneiden und Kleben. Man mag es zwar kaum glauben, aber eigentlich hätte ich nicht mal das machen sollen, erst nach mehrmaligem Nachfragen wurden mir dann die leichten Sachen aufgetragen (meine Mami ist zwar keine ghanaische Big Mummy, die ihren Kindern das Überleben im Busch lehrt, aber Schneiden und Kleben hat sie mir auch beigebracht :D Ich komme zu dieser Schlussfolgerung, da sie mir ziemlich kritisch zugeschaut haben und dann aber doch zufrieden zu sein schienen). Es besteht jedoch Hoffnung, das kommende Woche mehr zu tun ist, denn dann beginnt auch der Unterricht. Das Problem diese Woche war schlicht und ergreifend, dass es die erste Woche nach den Ferien ist. Und die zählt für viele Ghanaer eben auch noch zu den Ferien, also kommen die meisten Kinder erst die Woche danach. Und da beginnt dann eben auch erst der Unterricht, davor lohnt es sich nicht. Tags darauf habe ich dann auch noch gleich zwei weitere wichtige Regeln gelernt, um sich das Leben hier entspannter und angenehmer zu machen: 1. Freitage gehören zum Wochenende, 2. regnet es am Morgen, kommt man wenn überhaupt erst, nachdem der Regen aufgehört hat. Ganz einfach. Damit lässt sich dann auch die überwältigende Zahl von genau 10 Kindern erklären, die ich am Freitag dann damit bespaßt habe, dass ich mit den Erzieherinnen die Spiele, die am Vortag gebastelt worden waren, gespielt habe (Domino und Memorie). Auf die Woche zurück blickend lässt sich wohl das Fazit ziehen, dass ich nicht wirklich viel zu der Woche davor (rumsitzen, nichts tun, warten, dass die Zeit vergeht) geändert hat. Mir wurde allerdings versichert, dass kommende Woche „a lot of work, a lot of work“ (O-Ton Erzieherin) auf mich zukommt. Bin also gespannt und hoffe, dass ich euch dann endlich sagen kann , wie meine eigentliche Arbeit hier so aussieht! :D

Liebste Grüße ins herbstliche Deutschland (so wurde mir berichtet?!) :)

Lisa

Nanam und die Fokn Bois


Hallo Welt

Die letzte Woche war aufregend und wir haben viel Neues erlebt. Es war alles dabei: Das erste Fufu in Ghana, das erste Konzert, die erste Beerdigung, der erste Schultag und vieles mehr…

Nun, das erste Fufu im Cultural Center in Kumasi war nicht jeder Mannssache, denn es war einfach zu scharf. Nach dem Essen haben wir, die Mädchengang, uns erstmal ein bisschen in diesem Center umgesehen. Die ersten Verehrer blieben nicht lange aus und alle 5 Meter wurde jemand von uns nach seiner Nummer gefragt (zum Glück können wir unsere Nummern nicht auswendig und können somit das ganze um ein paar Minuten hinauszögern). Der erste Handelversuch von Lias Hammer wurde auch erfolgreich abgeschlossen und es ging weiter zu unserem eigentlichen Ziel, dem großen Konzert, von dem Carmen uns schon die ganze Woche erzählt hat. Da wir Deutsche sind und somit auch automatisch pünktlich um 18 Uhr dort auftauchten, wurden wir wieder zum Warten gezwungen. Diesmal mussten wir uns drei Stunden gedulden, bis das „Big in Ghana“-Konzert endlich mit einem „Dancebattle“ begann.  Danach kamen die besten  4 Künstler Kumasis nach der Reihe auf die Bühne und präsentierten uns ihre neuen Hits. Die Gestalten auf der Bühne waren uns etwas suspekt und anfangs war uns auch nicht wirklich klar, was an diesem „Gesang“ der Gesang sein sollte; auch das Bühnenoutfit war hin und wieder etwas fragwürdig. Eigentlich waren wir auch gar nicht wegen den neuen „Superstars“ da, sondern wegen den Fokn Bois, die nach einer Stunde Stromausfall und von unserem persönlichen Drängen im Backsagebereich endlich auf die Bühne kamen und uns ihre recht amüsante Show da boten. So gegen 1 haben wir dann das Gelände verlassen und uns auf den Heimweg gemacht. Ja, das sollte jedoch nicht das Ende des Abends sein. Leider wusste der Taxifahrer nicht, wo unser Ort liegt und hat sich gleichmal verfahren (wir total aufgeschmissen und fertig). Angekommen sind wir dann trotzdem irgendwie…
Meine erste Beerdigung war was ganz Neues. Alle sitzen im Kreis auf rot-schwarzen Stühlen im (Hintergrund läuft ghanaische Tanzmusik) und geben keinen Ton von sich. In der Mitte sitzt der Chief (Nanam) und starrt auf das Bild des Verstorbenen. Einen persönlichen Schirmhalter besitzt der Chief auch, dem der Arm schon abfällt, weil der Schirm aus Holz und ziemlich schwer ist. Nach einer Weile durfte er dann aber auch eine Pause machen und etwas essen. Ja, das mit dem Essen war so eine Sache. Mir wurde etwas angeboten und da ich nicht so bin und gerne Neues ausprobiere, habe ich natürlich das Angebot angenommen (mein Bauch hat auch schon geknurrt). Ich nehme also die Styroporbox entgegen und mache sie auf. Meine Augen weiten sich und ich stehe unter Schock. In der Box liegt tatsächlich ein Fischkopf. Schnell klappe ich sie zu… Gelächter von allen Seiten. Haha
An demselben Tag bin ich das erste Mal alleine mit dem Tro-Tro („Klein-Linienbus“) nach Hause. Es war aufregend und man wollte mich mal wieder besch*****, aber jeder der mich kennt weiß, dass man eine Danquah mit Kern-Wurzeln nicht abzocken kann (ein anderer Ghanaer hat sich auch noch für mich eingesetzt. Ein Dankeschön an ihn an dieser Stelle). Das hat dann der „Geldeinsammler“ auch schnell begriffen.
Heute sollte die Schule eigentlich schon um 7.30 Uhr anfangen, aber, da wir ja in Ghana sind, kann man das nicht so ernst nehmen. Mit 1,5 Stunden Verspätung wurden wir also zur Schule neben an gebracht. Wir waren da, aber die Headmistress der Schule leider nicht. Um 10.30 Uhr traten wir unseren zweiten Marsch in Richtung „Headmistress‘ Office“ an. Das Büro der sehr netten Dame ist klein und schmuddelig. Wir werden nach unseren Namen und anderen Daten gefragt. Anschließend wurden meine ghanaischen Wurzeln, die Tatsache, dass ich kein Twi sprechen kann und warum und, was so in etwa meine Aufgaben sein werden, geklärt. Zum Einen soll ich die 6. Klasse in Mathe und Englisch unterrichten und zum Anderen die Lehrer in Deutsch. Wie ich das Letztere anstellen werde ist mir noch nicht so klar, aber ich werde es auf jeden Fall meistern! Mit Lisa Pfeffer zusammen soll ich den Kindergarten gestalten, d.h., dass wir die Wände noch weiter bemalen sollen. Alles schön und gut, nur leider können wir nicht malen… Auch dies werden wir meistern müssen. Nachdem uns der Kindergarten ausführlich gezeigt wurde, gab es Mittagessen für alle. Danach wurden wir zum „relaxen“ nach Hause geschickt.
Was ich in der Grundschule dann genau machen werde und, wie der Unterricht aussehen wird, erfahre ich dann morgen oder nächste Woche… wenn dann mal alle Schüler so gemächlich eingetrudelt sind.
Sonstige news im Hause Hammer-Danquah: Wir haben immer noch kein Gas, die Klospülung ist noch kaputt (wie ich erfahren habe schon seit mind. 1 Jahr), der Kühlschrank riecht streng und wir besitzen mittlerweile schon 2 Stühle in unserem Zimmer ! ;) Ansonsten haben wir’s uns jetzt schon richtig gemütlich gemacht und an den täglichen Stromausfall (der uns trotzdem ab und an zur Weißglut treibt) haben wir uns auch gewöhnt.

So, das war’s dann auch schon wieder von mir aus Ghana.

Pour Adrien:  Les Tapas d’Alicante me manquent!!! -.-

Eure Jennifer

Erstes Lebenszeichen …


soooooo der erste bericht aus ghana!!!

waren heute in kumasi und haben uns sofort auf dem weg zm vodafon shop gemacht um uns den lxus eines internet sticks z können aber erstmal von vorne…

am sonntag standen wir alle voll bepackt am münchner flughafen und haben mit teilweise gemishcten gefühlen die reise angetreten. der flug nach istanbul verlief ohne probleme und auch das umsteigen war soweit gut. leider mssten wir eine stunde im flieger warten bis wir dann endlich losflogen.

in accra angekommen blieb der erwartete kulturschock erstmal aus. klar es war warm und wir fielen als weise doch schon auf aber sonst war alles wie sonst wo auch. an der immigration lernten wir dann erstmal die ghanaische geduld kennen.
das arbeitstempo ist gemilde gesagt gemächlich aber nach einer stunde hatten wir es auch geschafft.

bei der kofferausgabe kam es auch zu schwierigkeiten und nach langem hin und her stellte sich dann heraus das anjas rucksack sowie torstens beamer in istanbul hängen geblieben sind. beides ist bis heute nicht eingetroffen wobei der rucksack sich wohl mittlerweile irgendwo in ghana befindet ;)

insgesamt kann man saagen das es hier sehr anstrenged ist, da man so viel neue dinge sieht, die wärme auch nicht unbemerkbar bleibt und es einfach sehr viel interessante begegnungen gibt.

insgesamt hätte ich nicht gedacht das es hier so grün ist und das die zimmer so sind wie sie sind dazu später mehr, das es um halb 7! schon dunkel wird….
leider kann ich auch die hochgelobte freundlichkeit der ghanaer bisher nicht bestätigen aber vlt muss man sich auch erst besser kennenlernen ;)

soviel zu den ersten eindrücken zm glück haben wir matthias der uns hilft und uns etwas herumführt !!!

liebe grüße!!!

eure lisa

p.s. den ersten sonnenbrand hab ich auch schon ;)

pp.s. ich wäre gerne an deinem geburtstag dabei gewesen mami!!!!

Akwaaba


Hallo,

so, nach einiger Zeit haben wir es nun endlich geschafft einen Internet-Stick zu bekommen.
Die erste und wichtigste Info, die wohl alle interessiert ist: Uns geht es gut! Wir leben noch! =)
Aber alles der Reihe nach:

26.8.2012- ca. 20 Uhr (das Flugzeug hatte Verspätung) -> nächste Etappe Passkontrolle, leider hat uns niemand davor informiert, dass wir etwas Ausfüllen müssen…15min. später: Augen-scann, Fingerabdrücke.. Weiter zur Gepäckausgabe, leichtes Durcheinander -> wir finden unsere Koffer nicht; sie befinden sich natürlich nicht bei dem Laufband, wo sie eigentlich sein sollten, sondern auf der komplett anderen Seite schön sortiert. Alle freuen sich, dass alles da ist.. Doch dann die böse Überraschung, es fehlt ein Rucksack von Anja und der Beamer von Torsten. Also haben wir uns wohl zu früh gefreut.. Auf gehts mit dem ganzen Gepäck zu “Found and Lost” (Wir total fertig und müde) Die Schlange ist zwar kurz, aber irgendwie mussten wir trotzdem 1 Stunde warten. Ergebnis: Das Gepäck ist noch in Istanbul. Nachdem der Sohn von Albert ca. 2 Stunden warten musste, haben wir ein Taxi zum Hotel genommen. Ein Doppelbett für 3 Personen, wir haben es trotzdem geschafft, da sich Lisa Hammer freiwillig für den Boden entschieden hat. Am nächsten Morgen gabs erstmal die 1. ghanaische, kalte und mit sehr dünnem Strahl bestückte (das Haarewaschen viel damit für mich aus) Dusche. Das Klopapier wurde natürlich gleich eingepackt.. Wer weiß, wann es wieder eins gegeben wird. Anschließend ging es weiter nach Kumasi. Der Bus war bequem, die Fenster groß, die Klimaanlage zu kalt; wer mich kennt, weiß, dass ich etwas empfindlich auf diese Anlagen reagiere.. So war es dann auch, das Halsweh kam dann doch relativ schnell. Während ich aus dem Fenster schaute, blickte ich immer wieder in strahlende Gesichter, die mir freudig zu winkten.
Nach ein paar Stunden sind wir in Kumasi an der Busstation angekommen. Wir waren da, jedoch hat unser Abholer gefehlt. Nach einigen Telefonaten und 1,5 Stunden warten, wurden wir mit EINEM Taxi abgeholt, in das 7 Leute und 10 Gepäckstücke passten!!! Jetzt weiß ich, wieso mein Bruder und ich so gut packen können!!!! Es ist definitiv Veranlagung! haha
Endlich an der Schule angekommen, betreten wir unsere Zimmer. Ein kleiner Schock für uns alle, der sich aber schnell legte, nachdem wir unsere eigenen Betttücher auf die Matratze gelegt und uns ein bisschen eingerichtet haben. Heute morgen haben wir dann noch eine kleine Putzaktion durchgeführt und jetzt kann man das Klo auch benutzen (Die Spülung geht nur leider noch nicht..).

Der Markt auf dem wir heute waren, ist unglaublich, überall Menschen, Sachen über Sachen, man ist leicht überfordert.
Am Vormittag war ich mit einem guten Freund von meinem Vater unterwegs. Alle 5 Meter musste man anhalten, um jemanden zu begrüßen, jeder hat sich über meinen Besuch gefreut.

Da hier leider gerade Stormausfall ist und sich meine Batterie dem Ende zuneigt, muss ich mich schon verabschieden.
Ich hoffe, dass ihr euch ein bisschen vorstellen könnt, wie es hier ist und wie es mir geht! =)

Ich vermisse euch.

Pour Adrien: Je vais bien et on parle bientôt! =)

Alles Liebe

Jennifer

Sweet home à la Ghana


Ein herzliches Hallo aus Ghana, vermutlich schon zum letzten Mal,

eigentlich wollte ich noch viele, viele Blogeinträge schreiben, genügend Lust und Erzählstoff hätte ich, aber Reisen, Erleben und Entdecken klingt dann doch noch besser als Schreibtisch und Laptop.

Der Abschied an Schule und Kindergarten war eine Mischung aus traurig und wunderschön, hab sogar noch voll liebe Geschenke bekommen; die ersten Ferientage war ich im Norden in Bolgatanga, Paga, Tamale und Mole und jetzt kommen dann schon die letzten drei Wochen mit meinem Papa. Also die Endphase macht grade nochmal richtig viel Spaß, dazu gibts noch dies und jenes, um das man sich kümmern muss, deswegen an dieser Stelle nur ganz kurz:

Bis bald in Deutschland, ich freu mich inzwischen auch wieder riesig auf Zuhause! Bleibt noch zu hoffen, dass ich alle Fotos, Mitbringsel, Erfahrungen und Erlebnisse sicher über Sahara und Bosporus bringe, dann steht einer fetten Fete in vier Wochen nichts mehr im Wege 😉

Bis dahin eine schöne Zeit, alles Gute, oder wie der Ghanaer zu sagen pflegt: God bless you!

Liebe Grüße

Matze