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So jetzt ist es …


So jetzt ist es schon über 3 Wochen her, dass ich deutschen Boden unter den Füßen hatte und wenn ich bedenke, dass ich schon 1/6 meiner Zeit hier bin, verging die Zeit echt schnell! Sehr viel ist seit meinem letzten Post zwar nicht passiert aber ein paar Kleinigkeiten gibt es trotzdem zu berichten.

Die Sache mit dem Haustier zum Beispiel erweist sich leider als schwerer als erwartet. Die Idee mit dem kleinen Affen an der Leine hab ich jetzt verworfen, worüber wahrscheinlich viele froh sind (ja ich hab eingesehen dass es wohl Tierquälerei ist und wenn die kleinen Kinder in meinen Haaren rumwuscheln und auf mir rumklettern reicht mir das vollkommen). Aber auch kleine Babykatzen sind schwerer zu fangen als gedacht. Anscheinend stehen sie nicht darauf, wenn man Nudeln oder fried jam nach ihnen wirft und es interessiert sie auch relativ wenig wenn man 2 Stunden bei 40° mit nem Fischkopf vor ihnen aufm Boden liegt. Aber ich geb nicht auf, schließlich kann ich noch über 5 Monate mit Fischköpfen rumliegen.

Im Kindergarten gibt’s eigentlich nicht viel neues, die Kinder verstehen mich meistens immernoch nicht (oder wollen es nicht) und mit meinen Paar Wörtern Twi komme ich auch nicht weit. Aber ich freue mich trotzdem jeden Tag über Kleinigkeiten. Als ich zum Beispiel darum gebeten habe, die Kinder wenigstens nicht mehr auf den Kopf zu schlagen, mussten ein Paar zwar ihre Pause kniend im Klassenzimmer verbringen (nachdem sie unsere gerade gepflanzten Pflanzen wieder herausgerissen haben..) aber damit kann ich umgehen. Weitere kleine Zwischenfälle, was vor allem die Toilettensituation im Kindergarten betrifft, erspare ich euch lieber. Es ist nur klar, dass hier dringend fließend Wasser benötigt wird..

Hinter die Tricks der Kleinen komm ich auch langsam. Letztes mal war ich mir auch sicher, dass ich jemandem schon Kreide gegeben habe. Natürlich bekommt er aber noch eins, wenn ich beim Durchsuchen nichts finde. Die Reaktion darauf war allgemeines Lachen, während er 2 Kreidestücke ausspuckt und wegrennt.

Trotzdem muss ich sagen dass ich schon einige sehr gerne hab (vielleicht auch wegen solcher kleinen Aktionen) und auch glücklich bin, noch viel Zeit mit ihnen verbringen zu dürfen und alleine Unterrichten klappt im Kindergarten trotz mancher Verständigungsprobleme sehr gut! In der Senior High school schreiben wir dafür nächste Woche unseren ersten Test und ich bin schon gespannt wie der ausfallen wird!

Eine kleine Geschichte noch zum Schluss, dann hör ich auch schon wieder auf. Heute wurde ich nämlich zum ersten mal beklaut, als mir im Trotro meine Einkaufstüte vom Schoß gerissen wurde. Und auch wenn nur meine „laughing cow“ Eckerlkäs Tüte weggekommen ist, hätte ich ihm in dem Moment wahrscheinlich lieber mein Handy hinterher geworfen (Käse ist hier eher Mangelware..). Also geht’s morgen nochmal los, 45 Minuten alleine für den Hinweg. Wenn mir mal jemand in München gesagt hätte, dass ich eineinhalb Stunden für Schmelzkäse fahren würde, hätte ich ihm nen Vogel gezeigt. Also gibt’s heute Abend nur Kekse, dieses mal aber ohne Ameisen! Man lernt dazu, wenn eine Woche davor der letzte deutsche Keks von Ameisen übersät vor einem liegt, weil man vergessen hat, ihn in die Gefriertruhe zu legen (mein Kühlschrank besteht eher aus einer großen Gefriertruhe und da ich nicht so handwerklich geschickt bin das zu reparieren, verzichte ich lieber ab und zu auf mein Frühstück, da ich mit meinem gefrorenen Obst eher den Schmelzkäsedieb erschlagen könnte). Und auch wenn es schwer verständlich ist dass ich schon nach 2 Wochen deutsches Essen vermisst habe, in diesem Moment hatte ich Hunger und die Ameisen waren klein.

Das wars jetzt für heute von meiner Seite, liebe Grüße nach München und ihr wisst ihr fehlt mir ❤

Mal wieder Lese-Nachschub


Nicht viel Zeit ist vergangen seit dem letzten Bericht und doch gibts schon wieder einiges zu erzählen.

Zunächst mal hab ich ja vor etwa eineinhalb Wochen angefangen, hier zu unterrichten. Also ich hab jetzt in einer 6. Klasse (gehört in Ghana noch zur Primary School) den Matheunterricht und eine Stunde Englisch-Writing von der Klassenlehrerin übernommen und mache zwischendurch auch immer mal wieder Kunst mit den Schülern. Der Start hat auch ganz gut geklappt denk ich (Einführung in Geometrie), den Unterricht auf Englisch zu halten krieg ich hin (gibt leider ein paar Schüler, die wahnsinnig schlecht Englisch können) und ich hab mir erstaunlich schnell schon einige Schülernamen merken können.

Da die Klassenlehrerin meistens noch bei mir zuschaut und ich bei ihr, wurden aber auch schnell die Unterschiede zwischen der Schule hier und in Deutschland und die damit verbundenen Schwierigkeiten deutlich. Die Schüler sind es einfach überhaupt nicht gewöhnt, mit in den Unterricht einbezogen zu werden, Transferaufgaben zu lösen oder kreativ zu werden, weil das bis jetzt offensichtlich niemand von ihnen verlangt hat. Die letzte Science-Stunde sah zum Beispiel so aus, dass die Lehrerin eine relativ komplizierte Definition mit allerlei Fachbegriffen an die Tafel geschrieben hat, welche dann dreimal von den Schülern im Chor wiederholt wurde und in der Übungsaufgabe am Ende der Stunde noch einmal eins zu eins wiedergegeben werden sollte.

In Mathe haben wir jetzt z.B. Netze von Raumkörpern durchgenommen und in der Stunde die Beispiele Würfel, vierseitige Pyramide und fünfseitige Pyramide besprochen. Als ich das in der nächsten Stunde abgefragt hab, konntens die meisten einigermaßen gut hinzeichnen. Dann hab ich noch nen Quader und ne dreiseitige Pyramide an die Tafel gemalt und wollte von ihnen das Netz haben, damit waren sie dann aber vollkommen überfordert und haben nur nochmal irgendwelche bereits bekannten Netze hingezeichnet. Das hat mir schon ziemlich zu denken gegeben, weil ich das Thema eigentlich echt ausführlich besprochen hab und auch alle möglichen Formen aus Papier gebastelt hab. War wahrscheinlich ein bisschen zu viel verlangt für den Anfang, weil die Schüler vermutlich bis jetzt nur Körper von der Tafel abzeichnen mussten, ohne wirklich ein räumliches Vorstellungsvermögen zu bekommen, und wahrscheinlich auch zum ersten Mal Formen in gebastelter, dreidimensionaler Form gesehen haben.

Anderes Beispiel, auch wenns wohl schon langweilig zu lesen wird: Ich hab nen Kreis an die Tafel gemalt, zigmal Radius und Durchmesser eingezeichnet und gefragt, wie die zwei zusammenhängen. Verständnislose Blicke. Dann hab ich hingeschrieben: Radius = 1/3 Durchmesser, stimmt das?, und alle haben im Chor ja geantwortet. Also mal schauen, wies jetzt weitergeht, Spaß machen tuts auf jeden Fall trotzdem und ich hab eine interessante, anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen. Das nächste Thema in Mathe ist das Untersuchen von Tabellen und Daten, das klappt dann vielleicht auch besser.

In Kunst wollte ich in der ersten Stunde, dass sie ein paar Sachen zeichnen, die für sie typisch für Ghana sind, und hab halt an der Tafel paar Beispiele gegeben, aber ausdrücklich gesagt, sie sollen sich eigene Sachen überlegen. Haben dann natürlich nur die wenigsten gemacht, was aber laut meinem Papa bei ihm im Kunstunterricht genauso ist 😉 Jedenfalls haben sie zum Teil echt sehr schön und gut gezeichnet. In der nächsten Stunde wollt ich sie dann eine Landschaft zeichnen lassen, wieder das gleiche Problem. Dann ist allerdings die Lehrerin durch die Reihen gegangen und hat glaub ich, so bisschen auf Englisch, mehr auf Twi, gesagt, sie sollen schön sauber das von mir an der Tafel abzeichnen, was natürlich einiges erklärt.

Sonst so allgemein zur Schule: Ich hab jetzt vor allem die Probleme aufgezählt, aber es ist auf der anderen Seite natürlich auch sehr interessant, schön, aufschlussreich und die Schüler sind teilweise richtig lieb. Mit der Lehrerin komm ich auch ganz gut klar, das ist halt einfach so, dass hier einige Sachen anders sind als bei uns, vor allem muss man bedenken, wie die Lehrerin selbst vor 20-30 Jahren wahrscheinlich erzogen wurde und was sie für eine Ausbildung gemacht hat. Meistens ist der Unterricht auch nicht so diszipliniert und streng, wie das jetzt hier vielleicht klingt, es wird auch wirklich viel gelacht, mal zusammen getanzt und gesungen und vieles ist es auch nicht groß anders als bei uns.

Dass Kinder geschlagen werden, hab ich bis jetzt zum Glück noch nicht richtig heftig erlebt (Lisa im Kindergarten leider schon). Einmal ist die Lehrerin mit ihrem Stock, der schon immer griffbereit im Klassenzimmer liegt, durch die Reihen gegangen und hat mal eher spaßhaft auf den Tisch geklopft, mal aber auch ernstgemeint und fester einigen Schülern auf Rücken oder Schultern geschlagen. Da musst ich dann zwar einerseits feststellen, dass auch ich nicht davon verschont bleibe, aber andererseits sind glaub ich auch Anzeichen für eine Besserung feststellbar, auch wenn das noch einige Zeit dauern wird. Zumindest hab ich noch nicht mitbekommen, dass jemand vor der Klasse richtig verprügelt oder bloßgestellt wurde. Vielleicht machen das die Lehrer auch nur, wenn ich nicht dabei bin, ich weiß es nicht. Das größte Problem beim Schlagen ist meiner Meinung nach, dass sich das so extrem auf die Schüler überträgt, und die wirklich bei jeder Kleinigkeit anfangen, sich gegenseitig anzugehen, eine runterzuhauen oder sich mit Sachen zu bewerfen, das ist echt traurig manchmal.

Was für uns auch ungewohnt ist, die Lehrerin isst oder telefoniert im Unterricht, wenn die Schüler gerade mit Stillarbeit beschäftigt sind, schickt Schüler los, um ihr etwas zu essen oder zu trinken zu holen, oder unterhält sich einfach mal eine halbe Stunde mit einer Kollegin und die Schüler machen, was sie wollen. Also das wechselt sich immer so ab, mal strenger Unterricht und dann geht’s wieder total locker zu und die Lehrer können sich glaub ich auch nicht so richtig entscheiden, was ihnen lieber ist.

Neben dem Unterricht in der Grundschule versuch ich noch dreimal die Woche, den älteren Berufsschülern hier ein bisschen Deutsch beizubringen. Das beschränkt sich zwar trotz dem, dass die meisten eigentlich schon ein halbes bzw. eineinhalb Jahre Deutsch hatten, auf grundlegende Sachen wie Begrüßung, Hobbies, Zahlen und Wochentage, aber es macht echt richtig viel Spaß. Ich komm mit den Schülern super klar und einige wollen sogar noch freiwillig Extrastunden haben, um die German language zu lernen (vor allem natürlich deshalb, weil sie denken, sie lernen mal schnell Deutsch und können dann nach Deutschland kommen). Naja, die Probleme fangen bei der richtigen Aussprache an und in die Tiefen der deutschen Grammatik brauch ich glaub ich eh nicht vorzudringen, aber was solls: Ich denke jedes Wort, jeder Satz ist ein kleiner Gewinn für die Schüler und mich und kürzlich hab ich eh irgendwo gelesen: Das Leben ist zu kurz, um Deutsch zu lernen.

Genug von der Schule, was war sonst noch los:

Am 6. März war der ghanaische Independence Day und das wollten wir natürlich auch miterleben. Wir hatten gehört, dass im Stadion in Kumasi ein großes Fest stattfindet und sind da hin. Weil dort dann aber erstaunlich wenig los war und dafür relativ viel Eintritt verlangt wurde, bin ich als alter Stadiontourist auf eigene Faust rein. Waren etwa zehn Leute drinnen, obwohl die Show schon vor einer halben Stunde hätte anfangen sollen. So konnte ich dafür in Ruhe das Stadion erkunden und hatte von ganz oben auch noch einen herrlichen Blick über Kumasi. Mit der Zeit rührte sich dann auch auf dem Feld etwas und die Haupttribüne war mittlerweile gut gefüllt. Es begann zwar nicht, wie ichs mir vorgestellt hatte, eine Darbietung in der Art wie z.B. bei olympischen Eröffnungsfeiern, aber ein kleiner Gottesdienst, den ich mir noch eine Zeit lang anschaute und dann gemütlich noch ein wenig durch Kumasi lief, vorbei an Handwerkermärkten, einer Moschee und der weithin sichtbaren katholischen Kathedrale, errichtet in der Kolonialzeit, was den Bogen zum Unabhängigkeitstag schließt.

Letzten Samstag haben wir das Unigelände von Kumasi besucht, ein sehr schönes, weitläufiges Areal. Ich hab die meiste Zeit im botanischen Garten dort verbracht, war echt toll. Palmen, Bambus, Pinien, Termitenhügel, allerlei interessante Gewächse und Früchte und vor allem Ruhe und Besinnlichkeit, was sonst in Kumasi eher schwer zu bekommen ist. Im Schatten der Bäume hatten sich verschiedene Gruppen zu Gottesdiensten und Andachten versammelt und sangen und trommelten angenehme Rhythmen, zu denen ich richtig entspannt durch den Park schlendern konnte. Am Ende befanden sich noch einige Bäume, die am hellichten Tag von riesigen Horden Fledermäusen besetzt waren, die bei meinem Näherkommen wild über mir durch die Lüfte flatterten und ein beeindruckendes Schauspiel darboten (es blieb zum Glück bei der Befürchtung, dass mir eine davon auf den Kopf macht).

Am Sonntag war ich dann noch mit einem der Schüler zum zweiten Mal im Stadion, diesmal zum Erstligaspiel Asante Kotoko (der Heimverein aus Kumasi und aktueller Tabellenführer) gegen die Wa Allstars. Das Stadion war nun auch sehr gut gefüllt, Kotoko siegte relativ problemlos 2:0 und wir hatten einen schönen Nachmittag ganz nach meinem Geschmack. Einmal war ich kurz geschockt und dachte, im gegenüberliegenden Block gehen üble Randale los, bis sich herausgestellt hat, dass sich die Leute da nur eine fröhliche Wasserschlacht mit Tütenwasser geliefert haben 🙂

Die letzten zwei Tage gings mir zum ersten Mal nicht besonders gut, die typischen Reisebeschwerden und ich fühlte mich ziemlich matt und war auch nicht in der Schule. Hab aber gleich mit den Leuten hier gesprochen und Malaria wäre schon nochmal ein Stück übler gewesen. Also ich befind mich schon wieder auf dem Weg der Besserung, keine Sorge, und ich habs jetzt heute ja immerhin schon wieder ins Internetcafé in Tanoso geschafft.

Damit belass ichs bei einigen wenigen kurzen Zeilen und melde mich nächstes Mal wieder ausführlicher 😉

Liebe Grüße nach Deutschland, ich fang so langsam an, euch zu vermissen 😉

Matze

Ps: Supercool, meine Hände werden schon ein bisschen afrikanisch, man sieht richtig die Grenze zwischen hell und dunkel 🙂

Heute war mein …


Heute war mein erster Arbeitstag und es war doch schwieriger als erwartet, da ich meine Vorbereitungen für den Deutschunterricht gleich verwerfen konnte. Anscheinend haben sie nämlich im letzen halben Jahr nichts gelernt außer das ABC also haben wir mit den Basics wie dem Vorstellen angefangen. Jedoch ist es sehr schwierig, eine Klasse mit 16 bis 19 Jährigen zu motivieren oder sich Respekt zu verschaffen, da sie vielleicht einen anderen Umgangston gewöhnt sind und ich es eher auf die freundliche Art versucht habe und eigentlich auch so beibehalten möchte ohne laut zu werden.

Den restlichen Tag war ich dann im Kindergarten, was wirklich sehr schön war aber auch sehr anstrengend, wenn ungefähr 100 Kinder auf einen zulaufen, hochgenommen werden wollen oder einen wenigstens irgendwie anfassen wollen. Auch unterhalten kann man sich mit ihnen nicht wirklich, da sie hauptsächlich Twi sprechen und erst jetzt mit Englisch anfangen.

Und auch wenn ich schon mit dem Headmaster und vielen Lehrern über das schlagen geredet habe und sie auch wissen was ich davon halte, musste ich heute leider mit ansehen wie einige mit dem Stock oder mit der Hand auf den Kopf geschlagen wurden und mir selber die Tränen kamen als dann einer neben mir lag und geweint hat. Durchsetzen kann ich mich eh nicht wirklich, entweder weil sie mich nicht verstehen oder es einfach nicht gewöhnt sind, dass man einen Konflikt mit Worten schlichten möchte. Und als ich dann alleine in der Pause war mit 2 weinenden Kindern aufm Arm, gleichzeitig versucht habe 2 Jungs ihre Stöcke aus der Hand zu nehmen mit denen sie sich gegenseitig schlagen und dann ein Dritter plötzlich eine Glasplatte holt, damit um sich schlägt und die dann natürlich in tausend Splitter zerbricht, wusste ich wirklich nicht mehr was ich machen sollte und war froh als mir dann endlich jemand zu Hilfe gekommen ist.

Es gab heute aber auch wirklich sehr schöne Momente im Kindergarten, alleine wie sehr sie sich freuen wenn man mit ihnen spielt oder sie auf den Arm nimmt und wenn mein Sonnenbrand weg ist wird’s auch nicht mehr so wehtun wenn plötzlich ein Kind auf meinen Rücken springt J Und es ist immer wieder schön wenn die Kleinen einem im Dorf Madame Lisa zurufen und sich freuen, wenn sie uns sehen! Die Reaktion der Kinder auf uns „Abroonies“ ist eh ziemlich unterschiedlich, manche schauen einen nur mit großen Augen an und wenn man auch nur einen Schritt auf sie zugeht, rennen sie ängstlich davon oder sie sind so neugierig, spielen in meinen Haaren rum und begleiten uns ein Stück vom Weg.

Am Wochenende bin ich spontan mit 3 anderen an den See gefahren (daher auch der Sonnenbrand…) und auch wenn es ziemlich lange gedauert hat, hat es sich auf jeden Fall gelohnt und wir werden öfters hinfahren!

Die nächsten 2 Tage sind erstmal frei, für den Unabhängigkeitstag morgen versuchen wir relativ früh nach Kumasi zu kommen da dort anscheinend was Großes geplant ist! Am Donnerstag lerne ich dann wie man Fufu macht im Haus einer Lehrerin aber mal schauen wie weit ich komme mit meinen wahnsinnigen Armmuskeln…

Sonst ist eigentlich nicht so viel passiert, außer dass ich langsam auch alleine in zurechtkomme und auch keine Angst mehr habe alleine mit dem Trotro in die Stadt zu fahren oder Abends bisschen rumzulaufen und ich fühl mich langsam auch richtig wohl, sagen auch viele dass man mir das Ansieht J Es wird zwar noch ein bisschen dauern bis ich selber realisier dass das hier jetzt erstmal mein zu Hause ist weil ich erst seit 9 Tagen hier bin und es mir eher vorkommt als wär ich im Urlaub aber das kommt schon noch!

Ganz liebe Grüße nach Hause, ihr wisst dass ihr mir trotzdem alle sehr fehlt aber dafür sind unsere kurzen Telefongespräche umso toller!